KSM & der Coronavirus SARS-CoV-2

[Dieser Beitrag wird auf der Startseite gehalten und an aktuelle Informationen angepasst – neuere Postings finden Sie direkt unter diesem Eintrag].

Liebe KSM-Studierende,

seit ein paar Tagen steht fest, dass jegliche Präsenzveranstaltungen der EUF bis zum 19.4.2020 abgesagt sind. Dies geschieht aus Gründen der Gesundheitsprävention, und diese müssen natürlich allemal vor allem anderen gehen.

Die einzelnen KSM-Dozent*innen werden sich in der nächsten Zeit (so nicht schon geschehen, manche sind da ja wirklich sehr fix!) über Studiport an Sie wenden, um Ihnen weitere Informationen zu den Ihren jeweiligen Kursen zu senden, die vorerst nun nicht in der geplanten Form stattfinden können.

Ebenso sind die Sekretariate, Dozent*innen etc. bis auf weiteres durch die Universitätsleitung gehalten, keine realen Sprechstunden mehr anzubieten, sondern auch diese per Email zu kompensieren. Wenn Sie Nachfragen haben, wenden Sie sich also bitte über Ihre offizielle Studierenden-Email an mich bzw. Ihre jeweiligen Lehrenden – gerne können wir uns auch zu Videokonferenzgesprächen o.ä. verabreden.

Sollten Sie Praktikumsanrechnungsanträge o.ä. haben, die eine Unterschrift und/oder einen Stempel benötigen – Scannen Sie diese einfach ein und senden Sie sie per Email, dann bekommen Sie einen bearbeiteten/unterschriebenen Scan zurück, bzw. diese werden von mir dann in digitaler Form weiterbearbeitet/zur Erfassung weitergeleitet.

Sollten Sie in der aktuellen Situation ein Praktikum nicht antreten können: dokumentieren Sie die Kommunikation mit Ihrem Praktikumsgeber bzgl. der Absage/Verzögerung – der Prüfungsausschuss KSM beschäftigt sich mit diesem Thema, mehr kann ich Ihnen im Moment hierzu noch nicht sagen. Wir sind uns der schwierigen Lage jedoch natürlich! bewusst.

Vorbehaltlich der weiteren Entwicklung ist das Ziel für die Lehre in KSM natürlich, dass Sie die am Ende des Moduls 2 vorgesehen Hausarbeit(en) wir geplant und in geordneter Form ablegen können (bis dahin ist ja auch noch ein paar Monate Zeit) – ebenso werden Ihnen die Dozent*innen der einzelnen Seminare mitteilen, wie die Teilmodulbestehensaspekte des jeweiligen Seminars nun aussehen.

Bitte halten Sie Ihre universitäre Email-Inbox frei und rufen Sie diese regelmäßig ab, damit Sie nicht wichtige Informationen verpassen. Melden Sie sich zu den Moodle-Kursen der einzelnen Seminare an, sobald Ihnen von den Dozent*innen hierzu Informationen gesendet worden sind. (Sollten Sie bis, sagen wir: Ende der Woche (also 20.3.), von einem oder einer Dozent*in zu einem bereits laufenden Seminar noch keine entsprechende Email bekommen haben: Fragen Sie gerne nach, bzw. melden Sie sich bei mir … aber geben Sie den Kolleg*innen bis dahin mal noch ein paar Tage Zeit, die geplante Lehre jetzt einmal ganz neu zu denken und was die verwendeten Methoden und Erkenntnisgewinnwege angeht umzuplanen …).

ALLGEMEIN GILT: Die EUF hat eine umfassende Seite eingerichtet, auf der aktuelle Regelungen und Verfahrensweisen umfassend dokumentiert sind. Bitte halten Sie sich an die dort angegebenen Verfahrensweisen (auch wenn diese im Konflikt mit Informationen hier stehen sollten – die auf der Informationsseite der EUF genannten Regelungen gelten!).

EUF Seite: Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2

Passen Sie auf sich auf – am Besten, im Sinne des „Social Distancing“, rein physisch so weit weg von allen anderen wie möglich.

Herzliche Grüße,
Ihre
Sibylle Machat

Veränderungen in der Prüfungsordnung/dem Modulkatalog PO 2014 –> PO 2020

Mit dem Beginn des Frühjahressemesters 2020 treten die neue KSM-Prüfungsordnung und der neuen KSM-Modulkatalog in Kraft – die Sie beide hier: https://www.uni-flensburg.de/?12362 auf der Webseite der EUF verlinkt finden. (Die Veränderungen sind im Zuge von Studiengangkonferenzen angedacht und der Reakkreditierung umgesetzt worden und stellen aus unserer Sicht für Sie nur Vorteile – 🙂 – dar.)

Zur schnellen Orientierung folgt nun eine Liste mit den für Sie wesentlichen Änderungen – ich möchte Sie aber dennoch bitten sich mit den Dokumenten in ihrer Gesamtheit vertraut zu machen!

(Es geht hier wirklich nur um die für Sie – als Studierende im/nach dem 2. Semester – relevante Veränderungen. Weder redaktionelle Verbesserungen noch die Veränderung der Zulassungsordnung finden hier Erwähnung.)

Im Modul 2 wird der Umfang der Hausarbeit(en) nun in Wörtern statt in Seitenzahlen angegeben – dies ändert am geforderten Umfang nichts, ermöglicht aber in der Formatierung und der Verwendung von Bildmaterial größere Freiheiten, ohne dass hier mit den Dozent*innen die Regelungen einzeln abgesprochen werden müssen.

2014 2020
Die Modulnote ergibt sich entweder aus zwei zwanzigseitigen Hausarbeiten in zwei Kursen aus verschiedenen Disziplinen oder aus einer vierzigseitigen Hausarbeit im Schwerpunktbereich (zwei Kursen in der selben Disziplin).   Die Modulnote ergibt sich entweder aus zwei Hausarbeiten (Richtwert: 9.000 – 10.000 Wörter) in zwei Kursen aus verschiedenen Disziplinen oder aus einer Hausarbeit (Richtwert: 18.000 – 20.000 Wörter) im Schwerpunktbereich (zwei Kursen in der selben Disziplin).

Im Modul 3 wartet wahrscheinlich die wesentlichste Änderung/Verbesserung auf Sie: hier können Sie in Zukunft in bis zu zwei Disziplinen einen Schwerpunkt bilden (statt, wie bisher, nur in einer Disziplin)

2014 2020
Die Studierenden wählen aus den 6 Disziplinen insgesamt 6 Kurse. Es kann ein Schwerpunkt gebildet werden, in dem in einer Disziplin zwei Kurse gewählt werden (A und B), und dafür ein anderer Fachbereich abgewählt wird. Die Disziplin, aus der in Modul 3 kein Kurs belegt wird, kann in Modul 5 nicht als Schwerpunkt gewählt werden.   Die Studierenden wählen aus den 6 Disziplinen insgesamt 6 Kurse. Es können bis zu zwei Schwerpunkte gebildet werden, indem jeweils in einer Disziplin zwei Kurse gewählt werden (A und B), und dafür jeweils ein anderer Schwerpunktbereich abgewählt wird. Die Disziplin bzw. die Disziplinen, aus der/denen in Modul 3 kein Kurs belegt wird, kann oder können in Modul 5 nicht Grundlage der Masterthesis sein.

Ebenso gibt es eine Veränderung im Modul 4, die den dort geforderten Praktikumsbericht sowohl verschlankt als auch modernisiert/Studierenden zur Orientierung im Zuge der Praktika dienen soll. Ebenso wurden die Anforderungen an das Projekt vereinheitlicht/klar geregelt, da es hier in der Vergangenheit zu Unterschieden im geforderten Umfang etc. kam:

2014 2020
Die Studierenden absolvieren im Laufe Ihres Studiums ein Projekt. Projekte werden jedes Semester angeboten. Praktika, die vor dem Beginn des Master KSM absolviert wurden können zur Hälfte anerkannt werden.
Die Studierende absolvieren im Laufe ihres Studiums entweder zwei kleine Praktika (je 6 CP), davon mindestes eines im Ausland, oder ein großes Praktikum (12 CP) im Ausland.
Die Studierenden weisen die Praktika durch eine Tätigkeitsbescheinigung des Arbeitgebers sowie durch einen Erfahrungsbericht von maximal 5 Seiten nach, der ihren Kompetenzzugewinn reflektiert.  
Die Studierenden absolvieren im Laufe Ihres Studiums ein Projekt. Projekte werden jedes Semester angeboten. Studierende erarbeiten im Projekt eine Präsentation oder eine schriftliche Dokumentation des Projekts im Projektverlauf (Umfang von maximal 5 Seiten). Praktika, die vor dem Beginn des Master KSM absolviert wurden, können zur Hälfte anerkannt werden. Die Studierende absolvieren im Laufe ihres Studiums entweder zwei kleine Praktika (je 180h), davon mindestens eines im Ausland, oder ein großes Praktikum (360h) im Ausland. Die Studierenden weisen die Praktika durch eine Tätigkeitsbescheinigung des Arbeitgebers sowie durch einen ca. einseitigen Erfahrungsbericht (ca. 500 Wörter) nach, der ihren Kompetenzzugewinn reflektiert, als Orientierungshilfe für andere KSM-Studierende dient und für die Veröffentlichung auf der KSM-Homepage gedacht ist.

Im Modul 5 gilt für die Masterarbeit nun ebenfalls ein Wort- statt ein Seitenumfang, die Option einen Teil des Umfangs durch einen praktischen Anteil zu ersetzen ist in den Modulkatalog und die Prüfungsordnung eingefügt worden.

WICHTIG: Für bereits angemeldete Masterarbeiten gelten natürlich die Regelungen zu dem Zeitpunkt, zu dem Sie angemeldet haben – Sie müssen jetzt nicht Mitten in der Bearbeitung/kurz vor Abgabe auf eine neue Berechnungsart des Umfangs umsteigen.

2014 2020
Die Master Thesis hat einen Umfang von 80-100 Seiten.   Die Master Thesis hat einen Umfang von 36.000 – 45.000 Wörtern. 20% des Wortumfangs der Masterarbeit können (in Absprache mit dem oder der Erstbetreuer*in) durch einen praktischen Anteil ersetzt werden.

(Dieser „praktische Anteil“ kann z.B. die Transkription ausführlicher Expert*inneninterviews, die Auswertung einer komplexen und umfangreichen quantitativen Erhebung mit Kreuztabellen, eine zur Masterarbeit organisierte Ausstellung, … darstellen. Wichtig: einen eventuellen „praktischen Anteil“ bitte unbedingt sehr früh mit dem/der Erstbetreuer*in abklären – für Fragen, die im Zuge dieses Klärungsprozesses entstehen, steht die Studiengangsleitung zur Verfügung).

HiSoN-Summer School in Lausanne

Irgendwann im Laufe eines „Tatorts“ hat sich die Glaswand der Kriminalisten mit Fotos und Verbindungslinien gefüllt und die Kommissare und Kommissarinnen treten einen Schritt zurück, um das große Ganze besser zu sehen. Ich gebe zu, mein Abstand war ein wenig größer als ein Schritt. Ich steckte mitten in meiner Masterarbeit über historische Mehrsprachigkeit als die Summer School in Historical Sociolinguistics anfing, meine Möglichkeit, noch einmal Abstand zu nehmen und von dieser Position aus mein Spinnennetz aus Sprachbelegen, Zeiten, Orten, sozialen Umständen, Theorien und und und in den Blick zu nehmen. Historische Soziolinguistik ist ja im Prinzip die Kriminalistik der Sprachwissenschaften. Mit ähnlich schwer zu findenden Beweisen versucht man zu erklären, was wann wo durch wen warum sprachlich passiert ist. Wann und wo die Summer School dieses Jahr stattfand, war einfacher herauszufinden: Vom 22. bis zum 29. Juli ging es also für mich unterstützt durch einen freundlichen Zuschuss des KSM-Studienganges zu den Reisekosten nach – Mehrsprachigkeit, ik hör dir rufen – Lausanne in der Schweiz, dessen Universität die Summer School beherbergen sollte. Organisiert wurde sie von HiSoN (Historical Sociolinguistics Network). Namentlich standen dieses Mal Anita Auer, Tino Oudesluijs (beide Université de Lausanne) und Nils Langer (EUF) dahinter. Und nicht nur ich kam dorthin; Teilnehmer und Lehrkräfte aus Europa, Israel, China, Australien und den USA reisten an, Masterstudenten, Doktoranden, Postdocs, Dozenten und Professoren. Das ganz große Ganze also. Alle verband die Begeisterung für ein linguistisches Feld und so war schnell egal, welchen Titel man trug (oder eben, wie ich, noch keinen). Wir verbrachten dort fünf spannende und sehr ausgeglichene Tage mit Seminaren von Suzanne Aalberse (Universiteit van Amsterdam), Jonathan Culpeper (Lancaster University), Spiros Moschonas (University of Athens), Taru Nordlund (University of Helsinki), Simon Pickl (Universität Salzburg) und Israel Sanz-Sanchez (West Chester University), aber auch mit Gesprächen bei Social Events wie Käsefondue, Wanderung oder Abschiedsessen. Ich bekam neue Perspektiven auf Fragen der Disziplin und Einblicke in Bereiche, die mich bis dahin weniger beschäftigt hatten. Und wer am Abend die (Zwischen-)Ergebnisse seiner oder ihrer Forschung präsentierte, bekam interessierte Rückfragen und Hinweise. Neue Ideen entstanden, bei mancher alten musste man vielleicht die Beweisführung noch einmal mit stärkeren Indizien nachbessern, aber so oder so: Man wurde mit seinem Projekt ernst genommen. Mit diesem Rückenwind ging es schließlich wieder zurück an den heimischen Schreibtisch. Zurück zu meinem eigenen kleinen Kriminalfall, den ich noch zu klären hatte.

Jan Niklas Heinrich
KSM Studierender (Reisekostenunterstützung)