Praktikumsbericht EUF Projekt „Partners in Mobility“

von Anastasiia B.

Seit Juli 2020 arbeite ich als wissenschaftliche Hilfskraft an einem EUF-Projekt „Partners in Mobility“, das von DAAD und BMBF gefördert wird. Das Hauptziel des Projekts ist die Steigerung der Internationalisierung im Lehramtsstudium. Im Unterschied zu anderen Studiengängen, gehen verhältnismäßig wenige Lehramtsstudierende innerhalb ihres Studiums ins Ausland. Im Rahmen des Projekts, untersuchen wir, welche Hindernisse den Lehramt Studierenden, auf dem Weg ins Ausland, im Weg stehen und erarbeiten die Maßnahmen für ihre Überwältigung. Wir haben 4 Partneruniversitäten in Dänemark, Schweden, Finnland und Ungarn, mit denen wir zusammenarbeiten.

Zu meinen allerersten Aufgaben im Projekt gehörten Erstellung von einem kurzen Image-Video über das Projekt, wozu ich kürzlich extra Sony Vegas Pro (ein Videoschnitt Programm) gelernt habe. Gleichzeitig erarbeiteten wir mit anderen Hilfskräften ein Konzept für Videointerviews mit Internationalen BotschafterInnen, das sind (meistens) die Lehramtsstudierenden, die schon während des Studiums im Auslandssemester waren und die mit ihrer Erfahrung andere Studierende inspirieren wollen. Ich bediente die Kamera während der Aufnahme und bearbeitete danach die Interviews mithilfe des Videoschnittprogrammes. Für den HeSe 2020/2021 und SoSe 2021 organisierten wir zusammen mit unseren Partneruniversitäten eine Reihe der online-Veranstaltungen für EUF-Lehramtsstudierende. Es waren eine Winter School 2020, Vorlesungen von Dozierenden der Partneruniversitäten zu den Bildungssystemen in Finnland und Dänemark, Meetings mit DAAD-BotschafterInnen, lunchtime lecture series und vieles mehr. Meine Aufgaben waren es, die Technik Checks mit den Vortragenden im Voraus durchzuführen, die Links für die Meetings zu erstellen und die online-Räume während der Veranstaltungen technisch zu betreuen und in einigen Fällen die Veranstaltungen zu moderieren. Außerdem führte ich die Werbekampagnen durch, wobei ich für die Projektzwecke eine Liste der allen EUF-Fachschaften und InstitutssprecherInnen zusammengestellt habe und diese persönlich wegen unseren Veranstaltungen kontaktiert habe, mit der Bitte um Verbreitung der Informationen. Seit dem SoSe 2021 steht die regelmäßige Kommunikation mit den Internationalen BotschafterInnen und Fachschaften unter meiner Verantwortung.

Parallel zu den Veranstaltungen für Studierende, führen wir im Projekt regelmäßige Treffen mit der Projektgruppe (die Dozierende und Angestellte der EUF) und Partneruniversitäten durch, wobei ich als Betreuerin der Webex-Raum, Unterstützung bei technischen Fragen und Protokollantin (auf Deutsch und Englisch) regelmäßig tätig bin.

Im Frühling 2021, nach ungefähr 8 Monaten Arbeit im Projekt wurde mir die Hauptverantwortung für die Vorbereitung und Durchführung eines Appetizers übergeben. Im Auftrag von International Center der EUF, haben wir eine online Veranstaltung ausgearbeitet und organisiert, die eine Woche im Juni 2021 dauerte und deren Zweck die Werbung von einem Auslandssemester für EUF Studierende war. Der Appetizer verteilte sich in ein online-Quiz und Steckbriefe von Internationalen BotschafterInnen. Für die Teilnahme an dem Quiz konnte man ein Preis bekommen und die Steckbriefe der Internationalen BotschafterInnen und deren Freunde, die im Ausland waren, boten einen Überblick über ihre Auslandsaufenthalt. Die Studierenden hatten auch die Möglichkeit, zu bestimmten Zeiten die BotschafterInnen zu kontaktieren, um denen jegliche Fragen zu stellen. Die Verteilung der Information lief durch die EUF-Uni-Verteiler. Das Konzept dieser Veranstaltung wurde neu von unserem Team ausgearbeitet, da früher die ähnlichen Appetizer nur in Präsenz stattfanden. Die Vorbereitungszeit (Konzepterarbeitung, Informations- und Toolssuche für das Quiz, Kontakte zu IC und BotschafterInnen, Erarbeitung von grafischen Darstellungen, Erstellung von Quiz, Steckbriefen und Werbe-E-Mails) die Durchführung und Nachbereitung (Besorgen, Auslosen und Absenden von Preisen fangen im April an und laufen bis Ende Juli.

Zur Zeit bin ich, zusammen mit unserem Team, in der Erarbeitung von Veranstaltungen für die Einführungswoche für Erstsemesterstudierende 2021 und die EUF-Internationale Woche im Oktober 2021 beschäftigt. Wir hoffen, dass die Veranstaltungen in Präsenz stattfinden können und haben schon das Konzept der Internationalen Campusspaziergänge, voraussichtlich mit dem live-Streaming von der Projekt-Stipendiatinnen aus dem Ausland, ausgearbeitet.

Meine Arbeit im Projekt bringt mir vor Allem organisatorische Erfahrung, und ein Verständnis, wie man die internationalen Veranstaltungen an einer Universität organisieren und betreuen kann, welche Hindernisse und Schwierigkeiten vorkommen können und wie man damit umgehen muss. Ich verbesserte dadurch auch meine Englisch- und Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, professionelle kommunikative Fertigkeiten und Fertigkeiten im Dokumentationsverkehr, Timemanagement und Teamarbeit, und ich erwarb interkulturelle Kompetenzen. Das wichtigste für mich ist jedoch, dass ich dank der Arbeit im Projekt mein gewünschtes Berufsumfeld bestimmt habe und bin mir jetzt sicher, dass ich für die Arbeit im Projekt- und Veranstaltungsmanagement brenne. Das Praktikum an dem Projekt kann ich jedem, der eigenständig und kreativ in einem internationalen Umfeld arbeiten will, aus ganzem Herzen empfehlen.

Praktikumsbericht Stadtbibliothek Husum

von Kathrin B.

Im Februar 2021 begann ich mein 10-wöchiges Praktikum in der Stadtbibliothek Husum. Meine Arbeitszeit betrug 39 Stunden in der Woche, aufgeteilt auf Präsenzzeit in der Stadtbibliothek und Arbeitszeit im Homeoffice. Da ich die erste „erwachsene“ Praktikantin in der Stadtbibliothek war, schien die Bibliotheksleitung erst etwas unsicher, ob sie „genug für mich zu tun“ finden könnte, weshalb das Praktikum vorerst für 5 Wochen angedacht war – nach drei Wochen wurde mein Praktikumsvertrag aber auf 10 Wochen verlängert.

Da zu Beginn meines Praktikums der Betrieb pandemiebedingt noch eingeschränkt war, konnte ich mich in der Bibliothek beim Sammeln der Click-und-Collect-Bestellungen und dem Einstellen zurückgegebener Medien ganz entspannt zurechtfinden und das Sortiersystem kennenlernen.

Außerdem bat mich die Bibliotheksleitung um meine Mithilfe bei der Konzeptentwicklung für die neue Webseite und für das Ferienangebot „Lüttsum,“ eine jährliche zweiwöchige Veranstaltung während der
Sommerferien unter Leitung des diakonischen Werks in Husum, bei der Kindern spielerisch Kultur nähergebracht wird. Für dieses Kulturprojekt entwickelte ich Ideen, Spiele und Puzzle sowie eine „Rahmenhandlung“.

Für die neue Webseite, die sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Entwicklung befand, las ich mich zum einen in Aspekte der Zugänglichkeit, z.B. für Menschen mit Sehbehinderung ein, und übernahm zum anderen die Gestaltung der Webseite durch Fotografien. Dazu fotografierte ich die Räumlichkeiten der
Bibliothek, erstellte Konzept- und Medienfotografien und bearbeitete diese in meiner Homeoffice-Zeit nach. Außerdem recherchierte ich Stockfotos und ihr Lizenzrecht für die Themen, für die ich selbst in der Bibliothek keine passenden Motive gefunden habe.

Ich recherchierte außerdem Möglichkeiten für die Maker-Boxen der Bibliothek – ein Angebot für Gruppen und Schulklassen, bei dem Kisten mit Material zu Themen wie Programmieren und Mechanik zur Verfügung gestellt werden. In diesem Zuge durfte ich Vorschläge erbringen, die dann umgesetzt und angeschafft wurden. Danach durfte ich die neuen Maker-Materialien gleich ausprobieren – unter anderem einen Schneideplotter und einige Lego-Baukästen, die natürlich auch gleich für die Webseite fotografiert werden wollten.

Anlehnend an den Nachhaltigkeitsgedanken von Bibliotheken arbeitet die Stadtbibliothek Husum zudem an einer Bibliothek der Dinge, bei der Alltagsgegenstände, die vielleicht nur kurz oder selten gebraucht werden, zum Ausleihen zur Verfügung gestellt werden. Auch dazu durfte ich massenweise
Ideen einbringen.

Da ich für mein Brainstorming die Plattform „padlet“ verwendet habe, fertigte ich für die Kolleginnen eine interaktive Ideensammlung an und bot ihnen eine kurze Einführung in die Funktionen der Plattform.

Als der Regelbetrieb in der Bibliothek Mitte März wieder begann, half ich außerdem im laufenden Betrieb mit.

Während meines Praktikums erhielt ich so einen umfassenden Einblick in die Abläufe nicht nur einer Bibliothek, sondern einer Kultureinrichtung im Allgemeinen, von der Kundenbetreuung bis hin zu komplexen Prozessen von Buchführung, Finanzierung und Förderung, und Verwaltung.

Die Bibliotheksleitung und die Kolleginnen waren freundlich und einladend und nahmen mich ohne Umschweife ins Team mit auf, sodass ich mich gleich willkommen fühlte. Leider war das Praktikum unentgeltlich – ich kann die Stadtbibliothek Husum aber trotzdem wärmstens als Praktikumsort empfehlen.

Praktikumsbericht Regionskontor Sønderjylland Schleswig

von Antonia W.

Im Frühjahr 2020 habe ich mein großes Auslandspraktikum für 12 Wochen beim Regionskontor Sønderjylland-Schleswig in Padborg gemacht – kurz hinter der deutsch-dänischen Grenze. Das Regionskontor ist Ansprechpartner für Grenzpendler und unterstützt die Region Sønderjylland-Schleswig bei der grenzübergreifenden Zusammenarbeit. 2020 war das Jahr der 100-jährigen Grenzziehungen und sollte in dem Jahr dementsprechend gefeiert werden. Als das Praktikum im Februar anfing, waren viele Veranstaltungen geplant.

Meine Aufgaben waren vor allem Recherchen zu tagesaktuellen Themen, zum Beispiel Probleme von Grenzpendlern oder Grenzübergängen. Außerdem habe ich zusammen mit einer anderen Praktikantin eine Broschüre geschrieben, die den Bewohnern der Grenzregion Informationen zur jeweils anderen Seite der Grenze geben soll; Generelle Informationen zur Region, historische und kulturelle Hintergründe sowie ein paar Tipps zum Arbeitseinstieg. Bevor alle Veranstaltungen wegen Corona abgesagt werden mussten, konnte die Sitzung der AGEG, der Arbeitsgemeinschaft europäischer Grenzregionen, noch wie geplant durchgeführt werden. Für diese und auch andere Sitzungen davor konnte ich bei den Vorbereitungen helfen und auch während der Sitzungen immer zuhören, was wirklich sehr interessant war.

Im März und April konzentrierte sich die Recherchearbeit vor allem auf die verschiedenen Regelungen und Begrenzungen der Grenzübergänge durch Corona, sowohl in Deutschland und Dänemark als auch in den anderen Grenzregionen Deutschlands. Das Praktikum konnte zum Glück im Homeoffice fortgesetzt werden, wo ich vor allem Recherchearbeiten durchführen konnte und die angefangenen Texte für die geplante Broschüre fertigstellen konnte.

Ich kann jedem empfehlen, das Praktikum beim Regionskontor Sønderjylland-Schleswig zu machen. Ich habe viel über die grenzübergreifende Zusammenarbeit gelernt, konnte selbstständig an größeren Projekten arbeiten und auch aktuelle Themen bearbeiten. Das Team integriert Praktikant*innen von Anfang an und freut sich über jede Unterstützung.

Praktikumsbericht EWS GmbH & Co. KG Handewitt

von Marie C.

Zum Ende des dritten Semesters, absolvierte ich ein dreimonatiges Praktikum in der Marketingabteilung eines Fachgroßhandels und Planungsbüros für Photovoltaik. Trotz Covid-19, konnte ich dieses uneingeschränkt wahrnehmen – einmal wöchentlich wurden alle Mitarbeiter:innen auf das Virus getestet.

Mein Aufgabengebiet war breit gefächert, so wirkte ich beispielsweise aktiv an der Aktualisierung des Website-Contents mit, etwa durch Schreiben von Newsmeldungen und Aktualisierung der Marktgrafiken im Bereich erneuerbare Energien. Ebenso bereitete ich Verkaufsargumente bzw. Produktblätter redaktionell auf und übersetzte diese ins Englische, verfasste neue Produktvorstellungen und war verantwortlich für die Vorbereitung und Abwicklung von Giveaways.

Das Unternehmen EWS bietet Endkund:innen und Vertriebspartner:innen ein kostenloses PV-Planungstool an, welches einem ermöglicht, eine PV-Anlage zu planen und sich weitere Informationen rund um das Thema Photovoltaik einzuholen. In diesem Zusammenhang hatte ich einen engen Kontakt mit Endkund:innen und Vertriebspartner:innen, wobei ich auch meinen Teil dazu beitrug, neue Geschäftsbeziehungen aufzubauen und bestehende zu halten.

Während meines Praktikums konnte ich nicht nur meine Interessen und im Studium erlernte Fähigkeiten einbringen und praktisch umsetzen, das Praktikum hat mich auch darin bestärkt nach meinem Abschluss im Marketing Fuß zu fassen.

Praktikumsbericht Stadtbibliothek Flensburg

von Lisa W.

Ich habe mich im Oktober 2020 initiativ für ein Praktikum bei der Stadtbibliothek Flensburg beworben. Daraufhin wurde mir ab November eine dreimonatige Stelle angeboten mit Gesamtumfang von 180h, in denen ich planmäßig verschiedene Abteilungen wie zum Beispiel Erwerb und Einarbeitung von Medien, Service und Betreuung der Kundeninformation, Planung und Durchführung von coronakonformen kulturellen Veranstaltungen durchlaufen sollte. Im Dezember begann mein Arbeitsalltag dann, indem ich zwei Wochen in der Kinderbibliothek eingeteilt war. Dabei begleitete ich die Leitung der Kinderbibliothek im allgemeinen Tagesgeschäft wie Einstellen von Medien oder Beratung der Leser. Zudem wurde mir auch die Arbeit hinter den Kulissen nähergebracht und ich wurde zum ersten Mal vertraut gemacht mit dem Erwerb neuer Medien und der Finanzierung durch verschiedene Etats. Leider musste die Bibliothek nach drei Wochen aufgrund des Lockdowns schließen und ich war gezwungen für einen Monat zu pausieren, während mein Aufgabenbereich neu überdacht wurde. Da es der Bibliothek erlaubt war einen Click&Collect – Service anzubieten, war das von nun an meine Hauptaufgabe. Leser konnten sich über ihr Leserkonto online jegliche Medien ihres Interesses vormerken und am Folgetag in der Bibliothek abholen. Dies wurde kontaktlos organisiert, indem die zurückzugebenden Medien in einen Rückgabekasten geworfen wurden und anschließend die neuen vorbestellten Medien durch eine Durchreiche ausgegeben werden. Meine Tätigkeit umfasste dabei das Heraussuchen der vorgemerkten Medien, der Kundenservice an der Medienausgabe sowie Verbuchung und Einstellen der zurückgegebenen Medien. Um die Anzahl der Mitarbeiter, die zeitgleich im Lesesaal arbeiten auf ein Minimum zu beschränken wurde ich außerdem mit einer Aufgabe im Homeoffice betraut. Hierfür traf ich zunächst eine Medienauswahl und schrieb anschließend eine kurze Rezension und Medienempfehlung für die Homepage und Social Media. Diese umfasste Romane, Sachbücher, Filme, Musik, Bilderbücher und Kinderbücher. Außerdem beteiligte ich mich an der Konzeption eines Social Media Postings zum Weltfrauentag. Dabei arrangierten eine Kollegin und ich eine Auswahl von inspirierenden weiblichen Biografien und listeten diese als Leseempfehlung. Des Weiteren fand an meinem letzten Arbeitstag die Lange Nacht der Bibliotheken statt, die in ganz Schleswig-Holstein am gleichen Tag abgehalten wird. Dieses Jahr musste natürlich auch diese digital stattfinden und wurde durch ein Gewinnspiel ersetzt, bei dem Leser aufgerufen wurden uns Bilder, Videos oder sonstige Inspirationen zu zusenden, welche Tätigkeit sie im Lockdown (wieder) für sich entdeckt hatten. Nach Einsendeschluss war ich am Entscheidungsprozess beteiligt, wie das Gewinnspiel digital im Livestream am besten umgesetzt werden kann und welche Einsendung welchen Preis erhält.

Nun lief das Praktikum natürlich etwas anders als erwartet, ich hatte mich sehr auf die zahlreichen kulturellen Veranstaltungen, wie Lesungen oder Ausstellungen gefreut. Trotzdem war es eine schöne Erfahrung mit abwechslungsreichen Arbeitsalltag. Einen Bezug zu meinen Studieninhalten konnte ich um Beispiel zur Literaturwissenschaft und Kulturwissenschaft herstellen, denn für die Medienempfehlung musste ich die gelesenen Medien möglichst prägnant in hundert Wörtern zusammenfassen und anschließend einer passenden Zielgruppe empfehlen. Der Bezug zur Kulturwissenschaft wurde auch deutlich als die Kollegin und ich uns Social Media Content zum Weltfrauentag überlegten. Dafür war es wichtig sich vorab selbst umfassend über die Bedeutung dieses Tages zu informieren und zu reflektieren, welche Art von Content angemessen ist und welche Formulierungen eventuell bestimmte Minderheiten ausschließen könnten.

Ich kann ein Praktikum in der Stadtbibliothek wärmstens weiterempfehlen, da ich mich für den vollen Umfang des Praktikums sehr gut betreut und integriert gefühlt habe. Mir wurden Aufgaben übertragen, die ich dann eigenverantwortlich über die Dauer meines Praktikums ausführte. Vor allem Bücherfreunde können dort aus dem Vollen schöpfen und beobachten den Prozess vom Anschaffungsvorschlag des Mediums, über den Erwerb und die Einarbeitung, bis hin zum Ausleihprozess. Auch kulturell ist normalerweise viel geboten, weshalb man bei der Organisation von (digitalen) Veranstaltungen mitwirkt.

Praktikumsbericht bei Socialwave GmbH München

von Charlotte D.

Aufgrund der Corona-Pandemie konnte ich leider nicht mein Auslandspraktikum in Stockholm antreten. Es musste also rasch ein Plan B her! Zu meiner Überraschung war der Weg, einen Praktikumsplatz in Deutschland zu finden, gar nicht so steinig, wie ich zu Beginn dachte. Schlussendlich entschied ich mich für das Start-Up Socialwave, welches ihren Sitz in der bayrischen Landeshauptstadt hat.

Von der Bewerbung bis zum Telefon-Interview verging nur eine Woche. Schnell erhielt ich eine Einladung zu einem Gespräch per Video. Dort habe ich dann nicht nur meinen zukünftigen Vorgesetzen kennengelernt, sondern auch eine Kollegin, welche als Junior Marketing Managerin im Unternehmen agiert. Nach einer Woche bekam ich die Zusage, dass ich ab Mitte Januar 2021 als Praktikantin im Bereich Marketing/Social Media anfangen darf.

Aber was macht die Socialwave GmbH überhaupt? Socialwave bietet ein umfangreiches WLAN-Angebot an. Dies bedeutet, dass Socialwave nicht nur den verschiedenen Unternehmen und Dienstleistungen einen Hotspot einrichtet, sondern zusätzlich erhält der Kunde verschiedene Marketing Tools, wie beispielsweise das Einrichten einer Facebook-Seite, individuelle E-Mail-Kampagnen oder die Chance auf Bewerbung der Leistung bei Google. Das Ziel ist es, dem Kunden zu helfen, dass dieser stets eine starke Kundenbindung hat, was besonders während des Lockdowns relevant ist und sich von seiner Konkurrenz absetzt.

Ich durfte vier Monate im Bereich Marketing tätig sein. Zu meinen Hauptaufgaben zählte es, Blogartikel zu schreiben, E-Mail- und Newsletter-Kampagnen oder Pop-Ups für die Kunden zu erstellen, die Betreuung des HR-Bereiches und das Erstellen von Social-Media-Posts. Mir wurde niemals langweilig! Ich hatte das Glück, in viele verschiedene Bereiche auch innerhalb der Firma reinzuschnuppern und den Prozess von A nach B nachzuvollziehen. Als ich Mitte Januar mit meinem Praktikum begann, arbeitete die Abteilung Marketing an einem größeren Projekt zum Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen. Daher hatte ich die Chance von Beginn bis Ende bei der Ausarbeitung eines Projektes dabei zu sein. Dies war teilweise stressig, aber vor allem sehr spannend!

Das Team von Socialwave ist wirklich sehr offen und macht einem den Start als „Neue“ sehr einfach. Das ein oder andere Feierabendbier oder Kicker-Partien gehörten, trotz Corona, dazu. Generell war ich sehr zufrieden, wie mit der aktuellen Corona-Pandemie umgegangen wurde. Zunächst waren wir strikt in zwei Teams eingeteilt. Das bedeutet, es gab Team A, welches am Montag und Dienstag das Büro besetzte und ein Team B, welches am Mittwoch und am Donnerstag im Büro sein konnte. Am Freitag war für alle Home-Office angesagt. Von der Firma wurde mir ein Laptop und ein Bildschirm zur Verfügung gestellt, um daheim effektiv arbeiten zu können. Ich hatte jederzeit die Chance im Homeoffice zu sein und konnte frei entscheiden, ob ich im Büro oder von zuhause aus arbeiten wollte.

In meiner Zeit bei Socialwave habe ich nicht nur meine Kenntnisse bezüglich WordPress, Photoshop oder Illustrator erweitern können, zusätzlich habe ich erkannt, dass die Arbeit im Team und der Bereich Marketing mit sehr gut gefällt. Dank des Praktikums weiß ich nun, dass ich mir nach dem Master-Abschluss eine Beschäftigung im Marketing sehr gut vorstellen kann.

Praktikumsbericht Kulturstiftung Hansestadt Lübeck

von Franziska W.

In den 2 Monaten habe ich in den Lübecker Museen, zu denen 12 Museen gehören, ein Praktikum in der zentralen Leitung der Kulturstiftung gemacht und dabei Einblicke in die Bereiche Museumspädagogik und Marketing bekommen.

Ich habe viele neue Sachen gelernt, was damit anfing, dass ich jedes Museum besuchen durfte, um mir einen Überblick über das vielfältige Angebot der Kulturstiftung verschaffen zu können. Dabei durfte ich auch an Museumsführungen teilnehmen und besonders die Kunstspaziergänge für früh bis mitteldemente Menschen haben mich tief beeindruckt, bei denen ich gerne geholfen habe. Am Anfang sitzen Alle in einem Stuhlkreis und stellen sich mit ihrem Namen und Geburtsort vor, denn das ist etwas, was fast alle dementen Menschen noch wissen. Bei dem Format geht es darum, durch Gespräche über Bilder und Skulpturen verschüttet geglaubtes Potential von Menschen mit Demenz freizulegen. Das konnte ich auch beobachten: Bei dem Vorstellen redeten die Teilnehmer*innen noch sehr wenig, einige erinnerten sich nicht mehr, wo sie geboren wurden, aber bei dem Betrachten eines Gemäldes, auf dem ein Mädchen mit Spielsachen zu erkennen ist, fingen sie plötzlich an, sich Namen für das Mädchen auszudenken, erzählten von ihren Kindheitsspielen und ihren Kindern. Diese Verwandlung zu erleben war ein Highlight während meines Praktikums.

Den Prozess des Aufbaus einer Museumsausstellung zu beobachten und zu sehen, wie viel Arbeit dahintersteckt, die den meisten Besucherinnen der Ausstellung später gar nicht mehr auffällt, war auch sehr interessant: von der Lieferung der Ausstellungsstücke über die Rundgänge aller Mitarbeiter innen während des Aufbaus mit Fehlerkorrekturen bis zur Eröffnung mit Pressekonferenz und der finalen kuratierten Führung.

Ebenfalls sehr spannend in Erinnerung geblieben ist mir der Besuch der Restaurierungsabteilung und des Museumsdepots. Ein wichtiger Arbeitsbereich der Restaurator*innen besteht in der Konservation der Stücke, was neben Schutz vor Licht und dem richtigen Raumklima auch Schädlingsbekämpfung bedeutet. Jeden Tag werden die Aufzeichnungen der Luftfeuchtigkeit und -temperatur überprüft und jede Woche muss ein Rundgang durch die komplette Ausstellung sowie das Depot begangen werden, um die Schädlingsfallen zu überprüfen und auszutauschen. Durch diese Maßnahmen bleibt der Zustand der Museumsobjekte erhalten, sodass weniger tatsächliche Restaurierungen vonnöten sind. Beeindruckend war auch, die Sammlung der Museen in den Depots zu sehen und zu realisieren, welch kleinen Prozentanteil die Ausstellungsstücke im Vergleich zu der kompletten Sammlung ausmachen.

Gleichermaßen interessant fand ich die Planung von museumspädagogischen Projekten zu den Ausstellungen, in der ich zum Beispiel ein Projekt mit Schülerinnen begleiten konnte, die einen Audioguide produzierten, indem sie zu einem von ihnen gewählten Ausstellungsstück die Geschichte in der Perspektive des Objektes erzählten. Dadurch wurden die museumstypischen Ausstellungstexte auch für jüngere Besucherinnen attraktiver gestaltet.

Nicht zu vergessen ist auch der Marketingbereich mit der Erstellung von Newslettern und Pressemitteilungen sowie der Durchführung von Pressekonferenzen, der Zusammenarbeit mit Werbeagenturen zu Erstellungen von Werbeplakaten für Ausstellungen sowie der Webseitenbetreuung. Ich habe in meinem Praktikum viele verschiedenen Bereiche ausprobieren dürfen und viel Neues gelernt. Generell einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können hat mich während meines Praktikums fasziniert.

Praktikumsbericht Auswanderermuseum BallinStadt Hamburg

von Marie K.

Auf das ausgeschriebene Praktikum im Museum bin ich durch Zufall gestoßen, war jedoch gleich angetan von der Möglichkeit dort einmal hineinschnuppern zu können.

Das Auswanderermuseum BallinStadt ist ein privat geleitetes, interaktives Museum in den ehemaligen Auswandererhallen der Metropole Hamburg. Die insgesamt vier Hallen bieten einer Dauer- und Wechselausstellung Platz, ermöglichen eigene sowie unterstützte Ahnenforschung und können als Location für Events gebucht werden. Mit Texten, Filmen, Datenbanken, Ausstellungsgegenständen und spielerischen Elementen wird den Besuchern die Geschichte der Migration aus Hamburg vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart erzählt.

Im Rahmen meines Aufgabenbereiches in der wissenschaftlichen Abteilung habe ich vor allem die Kuratorin bei allen anfallenden Aufgaben tatkräftig unterstützt. Diese reichten von der Recherche, Literatursichtung und deren Aufbereitung in Exzerpten bis hin zur Sichtung von Archivdokumenten, der Textentwicklung und der Teilnahme an Sitzungen zur Konzeptualisierung für die anstehende Sonderausstellung „Tatmensch. Albert Ballin“. Die Sonderausstellung stellte 2018 den Höhepunkt des Albert-Ballin-Jahres für das Museums dar. Darüber hinaus galt es die laufende Dauerausstellung zu pflegen, bei der Ahnenforschung zu helfen, eine Lesung mitaufzubauen und den dazugehörigen Autoren zu betreuen sowie die neue Praktikantin einzuarbeiten.

Ebenso durfte ich in die Event-Abteilung der Institution einen Einblick erhalten. In dessen Rahmen habe ich Buchungen und Besucheranfragen bearbeitet, Allgemeine Kommunikationsaufgaben übernommen, Events unterstützt und die Besucherbetreuung im Ausstellungsraum verstärkt.

In diesem Praktikum habe ich gleich zu Beginn eigenverantwortlich Projekte an die Hand bekommen und auch erfolgreich durchgeführt. Ich bin in die wissenschaftliche sowie alltägliche Arbeit von Kuratoren sowie dem allgemeinen Betrieb eines Museums eingeführt worden, dass über die grundsätzlichen Tätigkeiten einer Bildungseinrichtung auch noch eine Location für Veranstaltungen bietet, die in den Alltag eingebunden werden müssen. In diesem Praktikum habe ich vor allem meine Koordinationsfähigkeiten verbessert.

In Hinsicht auf die Zukunft konnte ich hier feststellen, dass die wissenschaftliche Welt mich nicht auf Dauer interessiert, ich aber die Koordinations- und Organisationsaufgaben sehr gerne mochte. Es
gefiel mir viel zu kommunizieren und im Team zu arbeiten und sich aufeinander verlassen zu können. Bei Engpässen halfen alle Mitarbeiter auch in anderen Abteilungen aus. Das Arbeitsklima ist doch besonders relevant für die produktive Arbeit und das eigene Wohlbefinden.

Praktikumsbericht Service Info-Point der EUF

von Rima A.

Vom 01.01.2018 bis 30.10.2020 war ich als studentische wissenschaftliche Hilfskraft im Service Info-Point der Europa-Universität Flensburg tätig. Der zeitliche Aufwand meiner Tätigkeit betrug im Monat 77 Stunden (in der Woche 20 Stunden). Ich habe 3 Tage in der Woche gearbeitet (7 St., 7 St. und 6 St.). Manchmal habe ich 4 Tage in der Woche gearbeitet (7 St., 7 St., 3 St., 3 St.).

Der Service Info-Point der Europa-Universität Flensburg ist die erste zentrale Anlaufstelle für telefonische, schriftliche und persönliche Anfragen von Studierenden, Lehrpersonal und externen Personen. Außerdem ist der Info-Point große Unterstützung für anderen Einrichtungen der Europa-Universität Flensburg, wie Servicezentrum für Prüfungsangelegenheiten, Raumplanung, Studierendensekretariat und International Center.

Unter meinen Aufgaben im Service Info-Point zählten:

  • Persönliche, schriftliche und telefonische Beratung von Studierenden, Lehrpersonal und externen Anfragen (Beratung zu Themen Bewerbung, Zulassung, Studium, BAföG Beantragung, Lehrkräfte Plus, ERASMUS + etc.)
  • Bereitstellung von Informationsmaterial
  • Betreuung der Website
  • Unterstützung des Studierendensekretariats und des SPA (Servicezentrum für
    Prüfungsangelegenheiten) wie An- und Ausgabe von Zertifikaten, Abschlussarbeiten und weiteren Nachweisen, sowie Archivarbeiten.
  • Unterstützung und aktive Mitarbeit bei der Planung und Durchführung von universitären Veranstaltungen wie Jahresempfang der Universität, Informationstag für SchülerInnen und der Informationsveranstaltungen des International Centers.
  • Mitarbeit im Projekt „Fabrica Digitalis“ (Unterstützung der digitalen Lehre der Europa-Universität Flensburg; Erstellung eines E-Learning-Büro; Datensammlung und -bearbeitung; Erstellung der Tutorials; Beratung der Lehrenden zu den Themen der E-Learning, Online-Unterricht)
  • Kooperationsarbeiten mit ProRef – Programm zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten- (Beratung, Mitarbeit bei der Planung und Durchführung der Veranstaltungen).
    Die oben erwähnten Aufgaben habe ich selbstständig und zusammen mit dem Info-Point Team erledigt.

Während der Tätigkeit im Service Info-Point hatte ich die Gelegenheit, die in meinem Studium erworbenen Kenntnisse in der Praktik durchzusetzen und somit praktische Kompetenzen zu entwickeln.

Die Aufgaben, die ich übernommen habe, waren interessant und herausfordernd für mich und ich habe viele Einblicke bekommen. Besonders gut fand ich die Gelegenheit, die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen. Ich bin mit meiner Tätigkeit im Service Info-Point sehr zufrieden.

Praktikumsbericht Theaterwerkstatt Pilkentafel

von Nadja D.

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel ist eines von acht freien Theatern in Schleswig-Holstein, das vom Ministerium für Justiz, Kultur und Europa gefördert wird. Ihr Ensemble zeigt Stücke mit zeitgenössischer darstellender Kunst, die sich hauptsächlich bei den Mitteln des Schauspiels, der Performance, des Objekttheaters und der Neuen Musik bedienen. Als eines der wenigen freien Theater in Schleswig-Holstein engagiert sich die Pilkentafel zudem aktiv für den Ausbau der freien Szene. Auch die Öffnung für den Nachwuchs steht hier an hoher Stelle.

Als Teil eines kleinen und festen Haus-Teams, waren meine Aufgaben stets vielfältig: PR und Öffentlichkeitsarbeit, die Koordinierung des alltäglichen Ablaufs, sowie produktionsbezogene Begleitungen mit diversen kreativen Tätigkeiten waren Teile meiner Arbeiten. Später half ich bei der Planung und Durchführung von Fremdveranstaltungen, dabei Projektanträge zu stellen und Kontakte zu potentiellen Kooperationspartner*innen zu pflegen.

Als Teil eines kleinen und festen Haus-Teams, waren meine Aufgaben stets vielfältig: PR und Öffentlichkeitsarbeit, die Koordinierung des alltäglichen Ablaufs, sowie produktionsbezogene Begleitungen mit diversen kreativen Tätigkeiten waren Teile meiner Arbeiten. Später half ich bei der Planung und Durchführung von Fremdveranstaltungen, dabei Projektanträge zu stellen und Kontakte zu potentiellen Kooperationspartner*innen zu pflegen.