Praktikumsbericht Kulturstiftung Hansestadt Lübeck

von Franziska W.

In den 2 Monaten habe ich in den Lübecker Museen, zu denen 12 Museen gehören, ein Praktikum in der zentralen Leitung der Kulturstiftung gemacht und dabei Einblicke in die Bereiche Museumspädagogik und Marketing bekommen.

Ich habe viele neue Sachen gelernt, was damit anfing, dass ich jedes Museum besuchen durfte, um mir einen Überblick über das vielfältige Angebot der Kulturstiftung verschaffen zu können. Dabei durfte ich auch an Museumsführungen teilnehmen und besonders die Kunstspaziergänge für früh bis mitteldemente Menschen haben mich tief beeindruckt, bei denen ich gerne geholfen habe. Am Anfang sitzen Alle in einem Stuhlkreis und stellen sich mit ihrem Namen und Geburtsort vor, denn das ist etwas, was fast alle dementen Menschen noch wissen. Bei dem Format geht es darum, durch Gespräche über Bilder und Skulpturen verschüttet geglaubtes Potential von Menschen mit Demenz freizulegen. Das konnte ich auch beobachten: Bei dem Vorstellen redeten die Teilnehmer*innen noch sehr wenig, einige erinnerten sich nicht mehr, wo sie geboren wurden, aber bei dem Betrachten eines Gemäldes, auf dem ein Mädchen mit Spielsachen zu erkennen ist, fingen sie plötzlich an, sich Namen für das Mädchen auszudenken, erzählten von ihren Kindheitsspielen und ihren Kindern. Diese Verwandlung zu erleben war ein Highlight während meines Praktikums.

Den Prozess des Aufbaus einer Museumsausstellung zu beobachten und zu sehen, wie viel Arbeit dahintersteckt, die den meisten Besucherinnen der Ausstellung später gar nicht mehr auffällt, war auch sehr interessant: von der Lieferung der Ausstellungsstücke über die Rundgänge aller Mitarbeiter innen während des Aufbaus mit Fehlerkorrekturen bis zur Eröffnung mit Pressekonferenz und der finalen kuratierten Führung.

Ebenfalls sehr spannend in Erinnerung geblieben ist mir der Besuch der Restaurierungsabteilung und des Museumsdepots. Ein wichtiger Arbeitsbereich der Restaurator*innen besteht in der Konservation der Stücke, was neben Schutz vor Licht und dem richtigen Raumklima auch Schädlingsbekämpfung bedeutet. Jeden Tag werden die Aufzeichnungen der Luftfeuchtigkeit und -temperatur überprüft und jede Woche muss ein Rundgang durch die komplette Ausstellung sowie das Depot begangen werden, um die Schädlingsfallen zu überprüfen und auszutauschen. Durch diese Maßnahmen bleibt der Zustand der Museumsobjekte erhalten, sodass weniger tatsächliche Restaurierungen vonnöten sind. Beeindruckend war auch, die Sammlung der Museen in den Depots zu sehen und zu realisieren, welch kleinen Prozentanteil die Ausstellungsstücke im Vergleich zu der kompletten Sammlung ausmachen.

Gleichermaßen interessant fand ich die Planung von museumspädagogischen Projekten zu den Ausstellungen, in der ich zum Beispiel ein Projekt mit Schülerinnen begleiten konnte, die einen Audioguide produzierten, indem sie zu einem von ihnen gewählten Ausstellungsstück die Geschichte in der Perspektive des Objektes erzählten. Dadurch wurden die museumstypischen Ausstellungstexte auch für jüngere Besucherinnen attraktiver gestaltet.

Nicht zu vergessen ist auch der Marketingbereich mit der Erstellung von Newslettern und Pressemitteilungen sowie der Durchführung von Pressekonferenzen, der Zusammenarbeit mit Werbeagenturen zu Erstellungen von Werbeplakaten für Ausstellungen sowie der Webseitenbetreuung. Ich habe in meinem Praktikum viele verschiedenen Bereiche ausprobieren dürfen und viel Neues gelernt. Generell einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können hat mich während meines Praktikums fasziniert.

Praktikumsbericht Auswanderermuseum BallinStadt Hamburg

von Marie K.

Auf das ausgeschriebene Praktikum im Museum bin ich durch Zufall gestoßen, war jedoch gleich angetan von der Möglichkeit dort einmal hineinschnuppern zu können.

Das Auswanderermuseum BallinStadt ist ein privat geleitetes, interaktives Museum in den ehemaligen Auswandererhallen der Metropole Hamburg. Die insgesamt vier Hallen bieten einer Dauer- und Wechselausstellung Platz, ermöglichen eigene sowie unterstützte Ahnenforschung und können als Location für Events gebucht werden. Mit Texten, Filmen, Datenbanken, Ausstellungsgegenständen und spielerischen Elementen wird den Besuchern die Geschichte der Migration aus Hamburg vom 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart erzählt.

Im Rahmen meines Aufgabenbereiches in der wissenschaftlichen Abteilung habe ich vor allem die Kuratorin bei allen anfallenden Aufgaben tatkräftig unterstützt. Diese reichten von der Recherche, Literatursichtung und deren Aufbereitung in Exzerpten bis hin zur Sichtung von Archivdokumenten, der Textentwicklung und der Teilnahme an Sitzungen zur Konzeptualisierung für die anstehende Sonderausstellung „Tatmensch. Albert Ballin“. Die Sonderausstellung stellte 2018 den Höhepunkt des Albert-Ballin-Jahres für das Museums dar. Darüber hinaus galt es die laufende Dauerausstellung zu pflegen, bei der Ahnenforschung zu helfen, eine Lesung mitaufzubauen und den dazugehörigen Autoren zu betreuen sowie die neue Praktikantin einzuarbeiten.

Ebenso durfte ich in die Event-Abteilung der Institution einen Einblick erhalten. In dessen Rahmen habe ich Buchungen und Besucheranfragen bearbeitet, Allgemeine Kommunikationsaufgaben übernommen, Events unterstützt und die Besucherbetreuung im Ausstellungsraum verstärkt.

In diesem Praktikum habe ich gleich zu Beginn eigenverantwortlich Projekte an die Hand bekommen und auch erfolgreich durchgeführt. Ich bin in die wissenschaftliche sowie alltägliche Arbeit von Kuratoren sowie dem allgemeinen Betrieb eines Museums eingeführt worden, dass über die grundsätzlichen Tätigkeiten einer Bildungseinrichtung auch noch eine Location für Veranstaltungen bietet, die in den Alltag eingebunden werden müssen. In diesem Praktikum habe ich vor allem meine Koordinationsfähigkeiten verbessert.

In Hinsicht auf die Zukunft konnte ich hier feststellen, dass die wissenschaftliche Welt mich nicht auf Dauer interessiert, ich aber die Koordinations- und Organisationsaufgaben sehr gerne mochte. Es
gefiel mir viel zu kommunizieren und im Team zu arbeiten und sich aufeinander verlassen zu können. Bei Engpässen halfen alle Mitarbeiter auch in anderen Abteilungen aus. Das Arbeitsklima ist doch besonders relevant für die produktive Arbeit und das eigene Wohlbefinden.

Praktikumsbericht Service Info-Point der EUF

von Rima A.

Vom 01.01.2018 bis 30.10.2020 war ich als studentische wissenschaftliche Hilfskraft im Service Info-Point der Europa-Universität Flensburg tätig. Der zeitliche Aufwand meiner Tätigkeit betrug im Monat 77 Stunden (in der Woche 20 Stunden). Ich habe 3 Tage in der Woche gearbeitet (7 St., 7 St. und 6 St.). Manchmal habe ich 4 Tage in der Woche gearbeitet (7 St., 7 St., 3 St., 3 St.).

Der Service Info-Point der Europa-Universität Flensburg ist die erste zentrale Anlaufstelle für telefonische, schriftliche und persönliche Anfragen von Studierenden, Lehrpersonal und externen Personen. Außerdem ist der Info-Point große Unterstützung für anderen Einrichtungen der Europa-Universität Flensburg, wie Servicezentrum für Prüfungsangelegenheiten, Raumplanung, Studierendensekretariat und International Center.

Unter meinen Aufgaben im Service Info-Point zählten:

  • Persönliche, schriftliche und telefonische Beratung von Studierenden, Lehrpersonal und externen Anfragen (Beratung zu Themen Bewerbung, Zulassung, Studium, BAföG Beantragung, Lehrkräfte Plus, ERASMUS + etc.)
  • Bereitstellung von Informationsmaterial
  • Betreuung der Website
  • Unterstützung des Studierendensekretariats und des SPA (Servicezentrum für
    Prüfungsangelegenheiten) wie An- und Ausgabe von Zertifikaten, Abschlussarbeiten und weiteren Nachweisen, sowie Archivarbeiten.
  • Unterstützung und aktive Mitarbeit bei der Planung und Durchführung von universitären Veranstaltungen wie Jahresempfang der Universität, Informationstag für SchülerInnen und der Informationsveranstaltungen des International Centers.
  • Mitarbeit im Projekt „Fabrica Digitalis“ (Unterstützung der digitalen Lehre der Europa-Universität Flensburg; Erstellung eines E-Learning-Büro; Datensammlung und -bearbeitung; Erstellung der Tutorials; Beratung der Lehrenden zu den Themen der E-Learning, Online-Unterricht)
  • Kooperationsarbeiten mit ProRef – Programm zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten- (Beratung, Mitarbeit bei der Planung und Durchführung der Veranstaltungen).
    Die oben erwähnten Aufgaben habe ich selbstständig und zusammen mit dem Info-Point Team erledigt.

Während der Tätigkeit im Service Info-Point hatte ich die Gelegenheit, die in meinem Studium erworbenen Kenntnisse in der Praktik durchzusetzen und somit praktische Kompetenzen zu entwickeln.

Die Aufgaben, die ich übernommen habe, waren interessant und herausfordernd für mich und ich habe viele Einblicke bekommen. Besonders gut fand ich die Gelegenheit, die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen. Ich bin mit meiner Tätigkeit im Service Info-Point sehr zufrieden.

Praktikumsbericht Theaterwerkstatt Pilkentafel

von Nadja D.

Die Theaterwerkstatt Pilkentafel ist eines von acht freien Theatern in Schleswig-Holstein, das vom Ministerium für Justiz, Kultur und Europa gefördert wird. Ihr Ensemble zeigt Stücke mit zeitgenössischer darstellender Kunst, die sich hauptsächlich bei den Mitteln des Schauspiels, der Performance, des Objekttheaters und der Neuen Musik bedienen. Als eines der wenigen freien Theater in Schleswig-Holstein engagiert sich die Pilkentafel zudem aktiv für den Ausbau der freien Szene. Auch die Öffnung für den Nachwuchs steht hier an hoher Stelle.

Als Teil eines kleinen und festen Haus-Teams, waren meine Aufgaben stets vielfältig: PR und Öffentlichkeitsarbeit, die Koordinierung des alltäglichen Ablaufs, sowie produktionsbezogene Begleitungen mit diversen kreativen Tätigkeiten waren Teile meiner Arbeiten. Später half ich bei der Planung und Durchführung von Fremdveranstaltungen, dabei Projektanträge zu stellen und Kontakte zu potentiellen Kooperationspartner*innen zu pflegen.

Als Teil eines kleinen und festen Haus-Teams, waren meine Aufgaben stets vielfältig: PR und Öffentlichkeitsarbeit, die Koordinierung des alltäglichen Ablaufs, sowie produktionsbezogene Begleitungen mit diversen kreativen Tätigkeiten waren Teile meiner Arbeiten. Später half ich bei der Planung und Durchführung von Fremdveranstaltungen, dabei Projektanträge zu stellen und Kontakte zu potentiellen Kooperationspartner*innen zu pflegen.

Praktikumsbericht Goethe-Institut Berlin

von Marie K.

Vom Bewerbungsgespräch zum ersten Arbeitstag war es nicht weit: nur zwei Wochen trennten die beiden Termine voneinander – so musste alles schnell vorbereitet werden für das Praktikum beim Goethe-Institut Berlin.

Das Goethe-Institut ist ein international agierendes Unternehmen mit insgesamt 159 Instituten in 98 Ländern weltweit. Diese Institute haben es sich zur Aufgabe gemacht die deutsche Sprache und mit ihr auch die deutsche Kultur primär im Ausland, aber auch im Inland zu vermitteln. Den Kursteilnehmenden im Inland sowie Besuchern im Ausland werden Informationen des kulturellen, gesellschaftlichen und politischen Lebens in Deutschland nahe gebracht.

Mein Praktikum absolvierte ich im Bereich Kultur- und Freizeitprogramm für die Sprachkursteilnehmenden in Berlin, wobei ich ein breit gefächertes Aufgabenfeld hatte. Zu Beginn gab es vor allem sehr viele Recherchearbeiten zu erledigen, um ein umfassendes Informationsmaterial zu kulturellen Veranstaltungen und Inhalten für die Kursteilnehmenden zur Verfügung stellen zu können. Diese Ergebnisse wurden unter anderem in Form von Informationsvorträgen an die Teilnehmenden herangetragen, aber auch mittels Handouts und Pinnwänden sowie individueller Ansprachen. Auch war ich für die Betreuung der internationalen Schüler bei Fragen zum Kultur- und Freizeitprogramm sowie zum alltäglichen Leben in Berlin verantwortlich. Ich habe Gruppen zu geführten Spaziergängen begleitet und auch eigene Veranstaltungen, wie zum Beispiel Filmabende übernommen. Darüber hinaus galt es den Sozial-Media-Kanal hinsichtlich kreativer Gestaltung mit Bildern und Texten zu bespielen sowie die Beantwortung von dort auftretenden Fragen zu übernehmen. Neben diesen unmittelbaren Aufgaben des Bereiches, die ich auch allein für mehrere Wochen während einer Urlaubsvertretung innehatte, gehörten jedoch ebenso weitere Tätigkeitsfelder dazu: So die Verantwortung für das Sprachaustauschprogramm „Tandem“, die Mitarbeit in der Instituts-Bibliothek sowie das Aushelfen an der Rezeption. Im Rahmen von Hospitationen konnte ich Einblicke in die Verwaltung, Kundenberatung, Zimmervermittlung und den Unterricht bekommen.

Durch das Praktikum konnte ich mein interkulturelles Wissen anwenden und erweitern, meine bisherigen Fähigkeiten ließen sich erproben und ausbauen. So war ich in kurzer Zeit mit dem Veranstaltungsmanagement des Betriebes vertraut und konnte, wenn nötig, schnell umdisponieren. Jeder Tag brachte neue Aufgaben und die Forderung von Anpassungsfähigkeit sowie Lösungsorientiertes Denken und Handeln mit sich. Dadurch ließ sich nicht nur mein Horizont erweitern, sondern auch mein Selbstbewusstsein stärken.

Ich weiß nun, dass ich gerne einen Beruf hätte, in dem sich die Schreibtischarbeit, der Kontakt mit Menschen (Kunden, Gästen, Kursteilnehmenden etc.) sowie motorische und organisatorische Aufgaben miteinander verbinden lassen. Die Vielfalt diesbezüglich habe ich sehr zu schätzen gelernt. Das Praktikum hat noch einmal verdeutlicht, welche Aufgabenbereiche und Berufsfelder mir liegen und mir so eine Richtung nach der Beendigung des Masters gegeben.

Praktikumsbericht GREENTECH Festival Berlin

von Maike von B.

Beim GREENTECH Festival in Berlin wurde eine Messe zu Grünen Technologien, mit einer Preisverleihung für nachhaltige Errungenschaften, mit Konzerten und einer zweitägigen Konferenz, mit Sprechern zu ökologische Entwicklungen verbunden. In diesem Rahmen fand das GREENTECH FESTIVAL das erste Mal 2019 statt, nachdem es zuvor bereits die GreenTec Awards gegeben hatte. Geschaffen wurde das Festival, um sich ein paar Tage in Berlin auf eine grünere, nachhaltigere und innovative Zukunft zu konzentrieren und ein Umdenken anzustoßen.

Ich kam erst etwas später zu diesem Festival Team dazu. Das bedeutete, dass die Rahmenbedingungen des Festivals (Was?, Wo?, Wann?) zu einem großen Ausmaß schon standen, aber die tatsächliche Organisation in vollem Gang war. Mein Praktikum war im Eventmanagement & Marketing und ich war dem Verantwortlichen für das Festival direkt unterstellt und sollte ihm möglichst viel Arbeit abnehmen. Sehr schnell konnte ich eigenständig Aufgaben übernehmen und hatte mit einer anderen Praktikantin Meetings außerhalb oder auf dem Festivalgelände zu meistern. Meine Aufgaben waren vielfältig. Dazu gehörte unter anderem, dass ich mich auch um ein paar Aussteller kümmerte, Tickets organisierte, das Branding am Veranstaltungsort koordinierte, Texte für die Webseite schieb, mich um die Organisation des Büromaterials an der Veranstaltungslocation kümmerte und überall half und einsprang, wenn Unterstützung in anderen Bereichen nötig war. Es war definitiv anstrengend, was jedoch auch dazu geführt hat, dass ich am Ende stolz sein konnte, viel geschafft und mitgeholfen zu haben. Auch während des Festivals musste viel erledigt werden, ich konnte mir aber auch die Zeit nehmen selbst zu erleben, was das Team auf die Beine gestellt hat. Im Anschluss wurde es dann deutlich ruhiger im Büro. Da konnte ich dann auch dem PR-Team bei dem Erstellen des Medienspiegels helfen.

Bei diesem Praktikum habe ich so unglaublich viel gelernt. Von dem Organisieren eines Events, über die vielen Möglichkeiten, die es in der nachhaltigen Technologie gibt und geben wird, zu den vielen verschiedenen und wunderbaren Menschen, die zusammen einiges auf die Beine stellen können – ich bin froh, dass ich bei dieses großen und schönen Event dabei sein durfte.

Praktikumsbericht Projekt „Alle an Bord!“

von Alexandra E.

Neben dem Masterstudium arbeitete ich für 6 Monate als Beraterin im Netzwerk „Alle an Bord!“. Das Netzwerk unterstützt in Zusammenarbeit mit ihrem Partnernetzwerk „Mehr Land in Sicht!“ Geflüchteten bei der arbeitsmarktlichen Integration in Schleswig-Holstein. Dabei hat das Netzwerk mit seinen Unterstützungs- und Beratungsangeboten seinen Fokus auf Personen mit besonderen strukturellen Zugangsbarrieren, beispielsweise Menschen in Gestattung oder Duldung, geflüchteten Frauen und besonders Schutzbedürftigen. Ich arbeitete in der Beratung und war damit die erste Ansprechpartnerin in allen Fragen und zuständig für die Kreise Schleswig-Flensburg und der kreisfreien Stadt Flensburg. Dabei beriet ich Geflüchtete zu Fragen der Arbeitsaufnahme und stand auch im Falle von asylrechtlichen Fragen zur Verfügung. Ziel meiner Arbeit war, Geflüchtete in den Arbeitsmarkt zu vermitteln bzw. den Weg zu der Aufnahme einer Beschäftigung zu ebnen. Ein herausragendes Merkmal des Angebots ist dabei, dass Beratungen auch in aufsuchender Form angeboten werden, wodurch Zugangsbarrieren abgebaut werden sollen.

Bei Bedarf habe ich Unterstützung bei eine Berufsorientierung angeboten, habe Teilnehmern passende Stellenangebote gesucht und vorgeschlagen und auch Bewerbungsunterlagen-Checks durchgeführt. Dabei erlangte ich weitreichende Kompetenzen in der Gesprächsführung. Da in vielen arbeitsrechtlichen Fragen der Aufenthaltsstatus der Person und weitere asylrechtliche Angelegenheiten eine große Bedeutung haben, erlangte ich Fachwissen in Asyl- und Aufenthaltsrechtlichen Fragen, wodurch ich Geflüchteten noch besser beraten konnte und meine interkulturellen Kompetenzen erweiterte.

In der Beratung ist es zunächst einmal wichtig, mit den Teilnehmern zu reden und herauszufinden, was sie möchten. Dabei lernte ich aufmerksam zuzuhören und mittels gezielter Fragetechniken das Anliegen meines Gegenübers zu ergründen. Erst wenn ich das Gefühl hatte ein umfassendes Verständnis davon zu haben was der Teilnehmer wollte, bin ich aktiv geworden. Dies war jedoch ein Prozess, den ich erst erlernen musste. Zu Beginn habe ich im Übereifer oftmals zu wenig hinterfragt, beziehungsweise mir zu schnell ein Bild gemacht und dadurch die Problematik falsch verstanden. Daraufhin folgte meist ein langwierigerer Prozess des erneuten Kontaktierens und Nachfragens, bis das wahre Anliegen erfasst wurde und die eigentliche Arbeit losging.

Über die Beratungsarbeit der Teilnehmer und Interessenten hinaus, zählte ein enger Austausch und Zusammenarbeit mit Betrieben, Jobcentern, den Agenturen für Arbeit und anderen Akteuren der Integrationsarbeit. Dabei lernte ich zahlreiche Prozesse und Abläufe im Integrationsverfahren kennen und erlangte ein tiefgreifendes Verständnis für die Hindernisse und Hürden, denen Geflüchtete beim Integrationsprozess in Deutschland ausgesetzt sind. Im Zuge meiner Arbeit fiel mir auf, dass es beispielsweise immer wieder zu Missverständnissen zwischen den Teilnehmern und den zuständigen Ansprechpartnern bei den Behörden kam. Dies ließ sich in den meisten Fällen auf mangelnde sprachliche Kenntnisse oder Ungeduld zurückführen. Auch wenn ich als einzige Fremdsprache Englisch beherrsche, konnten sich diese Missverständnisse oftmals im persönlichen Austausch auf Deutsch, auf Englisch oder mit Hilfe von Sprach- und Kulturmittlern klären lassen.

Zur Dokumentation meiner Beratung und für eine statistische Erhebung wurden erfolgte Vermittlungen und weitere nützliche Informationen im netzwerkinterne Dokumentationsprogramm erfasst. Dabei festigte ich meine Kompetenzen in der Arbeit mit EDV-Systemen, wie beispielsweise Microsoft Office, Outlook, Teams und weiteren virtuellen Kommunikationsplattformen, wie jitsi-meets, Zoom und webex.

Die Pflege und der Austausch von Netzwerken, mit beispielsweise weiteren integrationsunterstützenden Organisationen, gehörte darüber hinaus auch zu meinen Aufgaben. Dabei erlangte ich Einblicke in einen professionellen Austausch und Projektarbeit mit Kooperationspartnern. So leitete ich unter anderem ein digitales Netzwerktreffen der Hauptakteure der arbeitsmarktlichen Integrationsarbeit in Flensburg. Normalerweise hätte auch die Ausrichtung von Informationsveranstaltungen und Fortbildungen zu meinen Aufgaben gehört. Leider fielen diese in meiner Zeit im Projekt aufgrund der Kontaktbeschränkungen durch Corona aus. Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir die Arbeit in diesem Projekt sehr viel Spaß bereitet hat und ich das erlangte Wissen und die Erfahrungen, die ich machte, sehr schätze.

Praktikumsbericht Westfalenhallen Dortmund und HLA

von Johanna S.

Westfalenhallen – Marketing und Unternehmenskommunikation

Da mich die Arbeit in der Unternehmenskommunikation sehr interessiert hat, entschied ich mich für ein dreimonatiges Praktikum in der Abteilung Marketing- und Unternehmenskommunikation der Westfalenhallen Dortmund GmbH. Der Unternehmensverband Westfalenhallen Dortmund ist regional und national als Messestandort, Kongresszentrum und Veranstaltungszentrum bekannt.

Durch mein Praktikum erhielt ich Einblick in diverse Bereiche der Unternehmenskommunikation. Meine Tätigkeit bezog sich dabei inhaltlich vor allem auf den Messebereich. Die Messen, die ich mitbetreut habe, waren die BOE( Best of Events), die Jagd&Hund, die Creativa und die Intermodellbau. Im Vorlauf der Messen war ich mit dem Verfassen von Medien-Informationen, Grußworten sowie Artikeln für die Messezeitschriften beauftragt. Darüber hinaus habe ich den Pressespiegel erstellt und Messethemen recherchiert, um möglichst informative Beiträge erstellen zu können. In der Recherchearbeit habe ich mich auch mit Themen auseinandergesetzt, für die ich mich privat nicht interessiere und gelernt in diesen Bereichen Themen zu finden, die sich für einen einladenden Medienbericht eignen. Durch das Schreiben der verschiedenen Textformate habe ich gelernt, welche Aspekte in welchem Zusammenhang zu beachten sind. Während der Messe selbst habe ich die stattfindenden Pressekonferenzen mit vorbereitet und daran teilgenommen. Unter anderem habe ich dabei geholfen Informationsmappen für die Medienvertreterinnen zusammenzustellen. Darüber hinaus habe ich während der Messe mit verschiedenen Ausstellern gesprochen und Statements zu ihren Messeerfahrungen eingeholt, die dann im Abschlussbericht verwendet wurden. Zudem habe ich mich mit verschiedenen Medienvertreterinnen auf Deutsch und Englisch ausgetauscht und meine Kommunikationskompetenz auf professioneller Ebene erweitert.

Neben der Arbeit im Messebereich habe ich während meines Praktikums Newsletter mit Veranstaltungshinweisen der gesamten Unternehmensgruppe verfasst und gestaltet, sowie den Internetauftritt des Unternehmens aktualisiert. Dadurch erhielt ich praktische Erfahrung in entsprechenden Softwareprogrammen.

Insgesamt hat mir das Praktikum viel Spaß gemacht und mir gezeigt, dass ich diesen Tätigkeitsbereich nach wie vor spannend finde.

HLA-Die Flensburger Wirtschaftsschule – Schulbegleitung in Migrationsklassen

Während meines Studiums habe ich zwei Jahre als Schulbegleitung in Migrationsklassen an der HLA-Die Flensburger Wirtschaftsschule gearbeitet. Meine Aufgabe war es, die Fachlehrkräfte im Unterricht von geflüchteten Jugendlichen ab dem 16. Lebensjahr zu unterstützen. Dabei fiel mir weniger die Vermittlung fachlicher Kenntnisse zu, als vielmehr die soziale und kulturelle Unterstützung der Jugendlichen. Die Schülerinnen hatten sehr unterschiedliche kulturelle und soziale Hintergründe, zum Beispiel war einigen der Schulbesuch in ihren Heimatländern zuvor nicht möglich gewesen. Daher lernte ich schnell individuell auf die Bedürfnisse der Jugendlichen einzugehen, um sie zu eigenständiger Bewältigung der Arbeitsaufträge zu motivieren. Für die Schülerinnen war ich zudem oft Ansprechpartner in Fragen rund um das Leben in Deutschland und die deutschen Gewohnheiten. Meine Arbeit umfasste daher auch Bereiche der Kulturvermittlung und Unterstützung bei der Integration von Geflüchteten. In den Sommerferien war ich zudem an der Konzeption und Durchführung des Sommerferienprogramms beteiligt. Dort übernahm ich sowohl organisatorische als auch pädagogische Aufgaben und konzipierte mit anderen Schulbegleitungen Lehreinheiten, die die Schüler*innen auf ihre späteren beruflichen Möglichkeiten vorbereiten sollten.

Ich empfand die Arbeit mit den Jugendlichen stets als bereichernd und sie hat meine Sozialkompetenzen und Teamfähigkeit noch verstärkt.

Praktikumsbericht FUEN

von Mareike J.

Neben meinem Studium bin ich für die Föderalistische Union Europäischer Nationalitäten in ihrem Hauptverwaltungssitz in Flensburg im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit tätig.

Die FUEN ist die zivilgesellschaftliche Vertreterin und die Dachorganisation der autochthonen nationalen Minderheiten und Volksgruppen in Europa. Auf regionaler, nationaler und insbesondere auf europäischer Ebene vertritt sie die Interessen der Minderheiten. Sie setzt sich ein für den Schutz, die Förderung und die Erhaltung der Sprache, Kultur, Identität und Rechte der autochthonen nationalen Minderheiten sowie der Regional- und Minderheitensprachen in Europa.

Neben Übersetzungen und Lektoratstätigkeiten zählt zu meinen Aufgaben u.a. die Mithilfe bei der Planung und Koordination von Zusammentreffen der Minderheitenvertretenden in ganz Europa. Diese Zusammentreffen basieren auf dem Solidaritätsprinzip und damit der Intension, den Dialog und Austausch der Minderheitenvertretenden untereinander sowie mit EntscheidungsträgerInnen aus Politik und Wirtschaft zu fördern. Neben den Herausforderungen, mit denen sie sich konfrontiert sehen, wird in diesem Rahmen der Fokus auch auf bewährte Praktiken gelegt.

Dabei gefällt mir besonders gut, dass ich mit Kulturen in Kontakt komme, von denen ich vorher keine klare Vorstellung und auch manchmal noch nie zuvor gehört hatte. Meine Tätigkeit hat mir somit in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet und mich für die Belange und Herausforderungen von autochthonen Minderheiten und Sprachgemeinschaften sowie den politischen Zusammenhängen innerhalb Europas sensibilisiert.

Darüber hinaus finde ich es äußerst spannend, mich in einem internationalen Team zu bewegen und täglich mit Menschen aus u.a. Rumänien, dem Vereinigten Königreich sowie Belgien zusammenzuarbeiten.  Die Aufgeschlossenheit und Freundlichkeit des Teams zeigen mir immer wieder, dass kulturelle Vielfalt kein Hindernis, sondern vielmehr ein gesellschaftlicher Mehrwert ist.

Praktikumsbericht Flensburger Brauerei

von Frankziska K.

Neben dem Masterstudium „Kultur-Sprache-Medien“, war ich für zwei Jahre in der Flensburger Brauerei als Mini-Jobberin tätig. Beschäftigt war ich in der Zeit bei dem Flensburger Veranstaltungsunternehmen Förde Show Concept GmbH. Von dort aus wurde ich in der Flensburger Brauerei in der Gästebetreuung und bei den Führungen durch und über das Gelände eingesetzt. (Mittlerweile wurde dieser Bereich wieder in die Flensburger Brauerei eingegliedert und wird nicht mehr von Förde Show Concept GmbH organisiert.)

Flensburger wissen und kennen die Brauereiführungen mit großer Wahrscheinlichkeit. Dabei handelt es sich um einen drei-stündigen durchgeführten Aufenthalt in der Brauerei. Wochentags kann dieser drei Mal täglich gebucht werden. Beginnend mit einem amüsanten, circa zehnminütigem Film über die Brauerei, die Herstellung des Biers sowie ein paar
Informationen über die Eigenheiten der Schleswig-Holsteiner. Danach geht es auf eine einstündige Tour durch die im Jahre 1888 gegründete Brauerei. Der Gast erhält jede Menge Wissen über die Geschichte, die Braukunst, Umsatzzahlen und vieles mehr. Das Highlight am Ende ist dabei in der Regel die Abfüllanlage Nummer 4. Diese kann über 40.000 Flaschen pro Stunde befüllen und ist damit die weltweit größte und modernste Bügelverschlussabfüllanlage. Nach dem Rundgang kommt der gemütliche Teil. Für den Rest der drei Stunden kehren die Gäste im Flensburger Salon ein – dieser war in frühen Jahren der Pferdestall und wurde aufwändig und liebevoll in einen gemütlichen Saal verwandelt, in dem bis zu 50 Gäste einkehren können. Nach einem gemeinsamen „Plopp-Konzert“ – dem gemeinsamen Öffnen des ersten Bieres -, wird angestoßen und gemeinsam eine Brotzeit eingenommen. Währenddessen dürfen die Gäste jedes Bier verkosten und es sich gut gehen
lassen.

Für uns Mitarbeiter*innen standen folgende Aufgaben auf dem Programm: Tische eindecken (je nachdem wie viele Personen sich angemeldet haben, sodass Gruppen zusammen sitzen können), Gäste an der Pforte begrüßen und in den Mediaraum begleiten. Nach der Begrüßung und dem Film heißt es dann für die Servicekraft Schinken, Käse, Butter und Heringssalat sowie Brote dekorieren und auf den Tischen verteilen. Kurz vor Rückkehr der Gäste musste zudem auf jedem Platz ein gut gekühltes Bier bereit stehen. Dann werden die Gäste an ihren Plätzen oder am Tresen bedient und mit weiterem Bier versorgt. Später heißt es Tische abdecken, den Abwasch erledigen, Bier auffüllen, Fässer wechseln und alles Säubern für die nächste Führung. Schon nach wenigen Wochen lernte ich das insgesamt 17-seitige Konzept der Brauerei auswendig und informierte mich auch anderweitig über Brauprozesse, Biersorten und jegliche Themen/Fragen, die mir Gäste stellten. Dementsprechend konnte ich bald die Führungen leiten. Dieser Bereich hat mit unglaublich viel Spaß bereitet. Der lockere und freundliche Kontakt mit den Gästen und das freie Sprechen vor großen Gruppen zu einem Thema, dass mich interessiert, hat mich persönlich sowie im Studium weiter gebracht. Ich konnte so für mich feststellen, dass ich diesen Kontakt auch gerne in mein späteres Berufsleben integrieren möchte. Zudem gibt es häufig ausländische Gäste, sodass auch Führungen auf Englisch und Dänisch angeboten und somit die eigenen Sprachkenntnisse trainiert werden.

Zu meinen weiteren Aufgaben gehörte außerdem die Betreuung von Sonderveranstaltungen der Geschäftsleitung der Flensburger Brauerei. Dabei ist der Umgang etwas förmlicher, doch auch dieser Bereich meiner Arbeit hat mich viel Freude bereitet und mir weitere Einblicke in die Arbeitswelt verschafft.


Leider endete mein Job mit Beginn der Corona-Pandemie. Doch ich kann sagen, dass es sich für mich um den perfekten Nebenjob handelte und ich mich immer wieder gerne an diese Zeit zurück erinnern werde, in der ich so viel Freude an meiner Arbeit hatte und gleichzeitig viel über mich und meine Ziele und Wünsche lernen konnte.