Praktikumsbericht Stern VIEW

von Lisa Marie L.

Im Rahmen meines Masterstudiums Kultur – Sprache – Medien absolvierte ein großes Praktikum vom 01. Januar bis zum 31. März 2022 im Medienunternehmen Gruner + Jahr in der Redaktion der Stern VIEW. Das Magazin VIEW erscheint seit 2005 und beschäftigt sich vorwiegend mit Bildern aus aller Welt und deren Geschichten befasst und damit über zumeist aktuelle Geschehnisse aus Kultur, Natur, Unterhaltung, Sport und Politik berichtet.

Gruner + Jahr ist ein deutsches Medienunternehmen mit Sitz in Hamburg und wurde 1965 von Richard Gruner, John Jahr und Gerd Bucerius gegründet. G+J gehört zu Bertelsmann und ist seit Januar 2022 eine Tochtergesellschaft von RTL Deutschland. Neben Stern VIEW verlegt Gruner + Jahr unter anderem die Formate Stern, GEO und Brigitte.

Pandemiebedingt verbrachte ich den Großteil meiner Zeit mit der Arbeit aus dem Home Office, konnte allerdings in den ersten zwei Wochen meines Praktikums trotz dessen Erfahrungen im Büroalltag sammeln und bekam die Möglichkeit, mich vor Ort mit den Abläufen und internen Programmen vertraut zu machen und einige Kolleg*innen persönlich kennenzulernen, die mich in meine Aufgabenbereiche in der Redaktion einführten.

Ein normaler Arbeitstag bei VIEW begann für mich mit einem morgendlichen Meeting, in dem der Stand zu bearbeitender Aufgaben und Themen besprochen wurde. Danach ging es für mich an die Recherche und das Schreiben anstehender Kurztexte für die sogenannten Doppelseiten, bestehend aus Fotografien. Am Nachmittag durfte ich neben meiner Arbeit mit den Textredakteur*innen außerdem am täglich stattfindenden Meeting der Bildredaktion teilnehmen – dort werden tagesaktuell Bilder aus diversen Datenbanken gesichtet und es wird entschieden, welche sich für die unterschiedlichen Rubriken des Magazins eignen. Es stand mir zudem frei, eigenständig Medien- und Kommunikationsplattformen nach Bildern zu durchzusuchen und diese in einem kurzen Redaktions-internen Newsletter als Vorschlag für die aktuelle Ausgabe vorzustellen.

Neben dem Schreiben und Editieren von Kleintexten durfte ich eigenständig Themen für ausgewählte Rubriken suchen, recherchieren und kurze Geschichten in unterschiedlichen Stilformaten verfassen und übernahm gelegentlich die Korrektur von Texten der anderen Redakteur*innen. Außerdem bereitete ich als Praktikantin regelmäßig Interviews vor, übersetzte diese vom Englischen ins Deutsche, und vice versa, und bereitete diese anschließend als Fließtext auf. Während meines Praktikums erhielt ich zudem die Chance, einige größere Textbeiträge für die jeweilige Ausgabe zu verfassen. Auch hier wurde ich am gesamten Entstehungsprozess beteiligt, angefangen von der ersten Idee, über die Auswahl der Fotografien zur Bebilderung der Geschichte in enger Absprache mit der Bildredaktion und dem Layout bis hin zur Recherche und finalen Ausformulierung des Textes.

Abschließend kann ich sagen, dass mir insbesondere die sehr enge und offene Zusammenarbeit der einzelnen Arbeitsbereiche Text, Bild, Layout und Chefredaktion sowie die ständige Kommunikation dieser miteinander positiv aufgefallen ist, die sich für mich von bisherigen Praktika abgehoben hat. Von Beginn an wurde ich als Praktikantin in alle Bereiche und Prozesse miteinbezogen, durfte selbstständig arbeiten, mir Aufgaben suchen und Themen recherchieren und vorschlagen, wie beispielsweise in der monatlichen Themenkonferenz, in der die Inhalte der nächsten Ausgabe gemeinsam besprochen werden.

Studierenden, die Spaß am Schreiben und Texten haben, voller Neugier für das aktuelle Weltgeschehen sind und sich für Geschichten, die das Leben erzählt, begeistern können, all denjenigen kann ich ein Praktikum bei der Stern VIEW ans Herz legen – euch erwartet eine spannende, lehrreiche Zeit und ein absolut tolles Team!

Praktikumsbericht Hamburg 1

von Anneke B.


Im Sommer 2019, bevor ich das KSM Studium begonnen habe, habe ich ein dreimonatiges Redaktionspraktikum bei Hamburgs Lokalsender Hamburg 1 absolviert.
Bei Hamburg 1 war ich in der News-Redaktion als auch beim Frühcafé tätig. Gemeinsam mit den anderen Praktikant:innen und Volontär:innen war ich für Recherche, Interviewführung, Dreh und Schnitt verantwortlich. Der Tag begann immer mit einer Redaktionssitzung um 10 Uhr, bei welcher aktuelle Themen besprochen und auch die Beiträge aufgeteilt wurden. Danach musste man entweder direkt los zum Dreh oder man hatte etwas Wartezeit, in der recherchiert oder sich anderen kleinen Projekten gewidmet wurde, wie z. B. Unterstützung bei Reportagen oder für eine:n Kolleg:in bestimmte Szenen aus dem Material herauszusuchen und herauszuschneiden. Nicht selten kam auch
in dieser Wartezeit (oder während man schon auf einem Dreh war) ein neuer aktueller Auftrag rein. Meistens haben die Festangestellten in der Redaktion Termine vereinbart und auch Fragen vorbereitet, die gestellt werden sollten. Manchmal mussten wir Praktikant:innen aber auch mit der Pressestelle o. Ä. Kontakt aufnehmen, um Termine zu vereinbaren und uns während einer
Pressekonferenz selbst Fragen überlegen. Nach einigen Wochen und einer Kamera- und Schnittschulung (Adobe Premiere) durfte ich auch teilweise allein auf Drehs. Mein erster eigener Dreh (bei dem ich ehrlich gesagt total aufgeregt war) war eine Presseführung durch die Millerntor Gallery im Millerntor Stadion. Hier konnte ich unterschiedliche Kunstwerke für einen kurzen Beitrag
in den News abfilmen. Die Bilder waren teilweise etwas wackelig, aber grundsätzlich waren einige Aufnahmen dabei, die verwendet werden konnten.

Für den Großteil des Praktikums habe ich von 6-9 Uhr auch hinter den Kulissen beim Frühcafé unterstützt. Das Frühcafé ist die morgendliche Sendung zu der regelmäßig Gäste eingeladen wurden. Darunter war auch ein wöchentlicher Besuch der Feuerwehr und des Tierheims. Hauptsächlich war ich für die Schaltung der Kameras bei der Livesendung zuständig. Aber ich habe auch Musik oder Werbung eingespielt und den Moderator über Änderungen und Zeiten informiert. Nach der Sendung bin ich bis frühen Nachmittag wieder in die News-Redaktion gegangen, wo wir auch teilweise MAZen (also längere Beiträge) für die Frühcafé-Sendung produziert haben. Wenn ich mal einen ganzen Tag nur in der Redaktion war und nicht beim Frühcafé geholfen habe, gab es, nachdem das erste Mal die Nachrichten um 17 Uhr ausgestrahlt wurden, eine weitere Sitzung, bei der besonders gute Beiträge oder Aufnahmen gelobt wurden und kleine Fehler besprochen wurden. Diese mussten direkt im
Anschluss der Sitzung behoben werden, bevor die Nachrichten um 18 Uhr wiederholt ausgestrahlt wurden.

Sowohl im Frühcafé als auch in der News-Redaktion habe ich viel technisches Know-How erlernt, welches ich auch noch bei späteren Projekten anwenden konnte. Des Weiteren habe ich einige Hamburger Politiker:innen, Künstler:innen, „Prominente“ und viele andere interessante Menschen
getroffen und interviewt und die Stadt samt Kultur, Sport und Politik noch einmal deutlich besser kennengelernt. Besonders hat mir die Zusammenarbeit und Motivation im Team gefallen. Wir hatten immer sehr viel Spaß zusammen und haben immer gut zusammengearbeitet. Jeder Tag sah anders aus und war kaum planbar, aber genau das hat Abwechslung in das Praktikum gebracht. An folgende Drehs erinnere ich mich besonders gerne:

– der erste Dreh auf einem Schulhof, auf dem es Ziegen gibt (Video)
– ein Dreh auf einem Schlagermove-Anhänger (Video ; Video)
– ein Dreh über Seenotrettungsschiff Sea-Eye (Video)
– ein Dreh über die Walrosstaufe in Hagenbecks Tierpark mit einem Interview mit Hort Lichter (Video)

Das Praktikum war leider unbezahlt. Was ich aber besonders gut fand, war, dass ich mir jeden Abend das Resultat des Tages in den Nachrichten ansehen und von Woche zu Woche sehen konnte, wie ich mich verbessert habe und wie mein Anteil an einem Beitrag gewachsen ist. Es war aber auf jeden Fall eine sehr wertvolle Erfahrung und hat mir gezeigt, dass ich später gerne beruflich audiovisuellen Beiträgen erstellen möchte – ob als Journalistin oder in der Öffentlichkeitsarbeit.

Praktikumsbericht dreistrom.land AG

von Swantje C.

Vom 15.03.2021 bis zum 22.04.2021 absolvierte ich ein Praktikum bei der dreistrom.land AG in Jena. Die dreistrom.land AG ist eine Agentur für digitale Kommunikation mit Standorten in Jena, Weimar, Dresden und Berlin, die vor allem Kunden der öffentlichen Hand betreut. Ich hatte mich im Besonderen deshalb beworben, weil ich meine Masterarbeit im Bereich Marketing zusammen mit einem Unternehmen schreiben möchte. Die Ausschreibung lautete Praktikum/Werkstudent:in/Masterarbeit, also optimal für die letzte Phase meines Studiums.

Nach ein paar Videocalls zum Kennenlernen konnte ich anfangen. Die nächsten viereinhalb Wochen arbeitete ich mit dem internen Marketing-und-Vertriebsteam zusammen. Die abwechslungsreichen Aufgaben und das hohe Maß an Eigenverantwortung sowie das mir entgegengebrachte Vertrauen sind die Hauptfaktoren für die positive Bilanz, die ich nach diesem Praktikum ziehe.

Aufgrund der aktuellen Lage der Welt hatte ich die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten. Um meine Arbeitsausrüstung abzuholen, kam ich jedoch an den Standort in Jena. Es war schön festzustellen, dass die mit im Vorstellungsgespräch erläuterten Unternehmensleitlinien in den Aspekten Nachhaltigkeit, Fairness etc. vor Ort auch von den Mitarbeitern getragen werden und sich durchaus auch in der Ausstattung des Standorts widerspiegeln (Bio-Produkte, Karaffen statt Plastikflaschen). Ein Hauch von Google im Plattenbau-Valley. So entschloss ich mich, für die erste Woche nicht im Homeoffice zu arbeiten; auch um einen besseren Bezug zum Unternehmen und schnelle Hilfe bei technischen Angelegenheiten zu bekommen. Eine gute Entscheidung, denn so konnte ich die anderen Mitarbeiter ein wenig kennen lernen und das positive Betriebsklima erleben.

Das Marketingteam besteht aus drei Personen, dank derer unterschiedlichen Spezialisierungen ich viel dazulernen konnte. So konnte ich mein praktisches Wissen mit CMS und beim Texten vertiefen. Aber ich habe auch gänzlich Neues gelernt, wie z.B. einige Grundlagen des Vergaberechts für Aufträge öffentlicher Unternehmen und die damit verbundenen Konzeptionen von Leistungen oder das Schreiben von Tickets für Softwarentwickler (KanBan). Das Team arbeitet mit Methoden des agilen Projektmanagements, von denen ich im Bachelor bereits gehört hatte. Diese auf das eigene Arbeiten anzuwenden war eine tolle, neue Erfahrung und mittlerweile frage ich mich, wie man anders überhaupt arbeiten kann. Unerwarteterweise konnte ich, durch die Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern der AG, auf Wissen über Management- und Organisationsprozesse zurückgreifen, das mir ebenfalls im Bachelor begegnet ist, von dem ich bis dato aber nicht gedacht hatte, es sei noch präsent.

Aus den sich an das Praktikum anschließenden Überlegungen zur Gestaltung der Werkstudentinnenstelle konnte ich viel für zukünftige Verhandlungen über Arbeitsbedingungen mitnehmen.

Da ich eine wirklich schöne Zeit in dem Unternehmen hatte, freue ich mich, weiterhin als Werkstudentin dabei zu sein.

Praktikumsbericht NORDEN Festival

von Hannah H.

Im Rahmen des Masterstudiengangs Kultur – Sprache – Medien an der Europauniversität Flensburg absolvierte ich vom 02.08.2021 – 30.09.2021 mein Pflichtpraktikum bei der Firma pakusius events in Hamburg und Schleswig. Pakusius events ist eine Veranstaltungsfirma mit Sitz in Hamburg, die neben mehreren Weihnachtsmärkten seit 2018 auch das NORDEN – The Nordic Arts Festival in Schleswig veranstaltet. Das Festival findet jährlich an je drei Wochenenden im Spätsommer statt und zeichnet sich durch das genreübergreifende Kulturprogramm, eine nachhaltige und familienfreundliche Ausrichtung und die liebevolle Gestaltung des Festivalgeländes aus. Das Festival bietet Besucher*innen einen Querschnitt aus aktueller Popmusik, Straßentheater, Literatur, Film, DIY-Kursen und sportlichen Aktivitäten.

2021 fand das Festival vom 26.08.-12.09.2021 statt, weshalb sich das Veranstaltungsteam mit Beginn meines Praktikums Anfang August bereits in der besonders intensiven Vorbereitungsphase befand. Der Ablauf meines Praktikums kann grob in drei Phasen eingeteilt werden: Vorbereitungsphase vor Festivalbeginn, Durchführungsphase während des Festivals und Nachbereitungsphase nach Abschluss des Festivals. In jeder Phase war ich mit unterschiedlichen Aufgabenfeldern konfrontiert, generell übernahm ich die folgenden Tätigkeiten:
– Mitarbeit im PR-Team
– Pflege der Datenbank; Einpflegen von einzelnen Veranstaltungen, Text- und Bildmaterial
– Verfassung und Korrektur von Presse- und Veranstaltungstexten
– Betreuung der Social Media Kanäle
– Produktionsassistenz

Während der ersten zwei Wochen meines Praktikums hatte ich die Gelegenheit mich im Festivalbüro in Hamburg mit dem Team, den Abläufen und den verwendeten Computerprogrammen vertraut zu machen. Anfänglich beschäftigte ich mich insbesondere mit dem Anfertigen von Texten zwecks Presseaussendungen. Ich arbeitete im Administrationsbereich der Festivalwebsite, über das ich das Programm des Festivals erstellte oder ergänzte. Auch das Anfertigen von Newslettern und die Betreuung der Festival Social-Media Accounts gehörten von Anfang an zu meinen Aufgabenbereichen.

Eine Woche vor Beginn des Festivals intensivierte sich die Arbeit auf dem Festivalgelände. Das Festivalbüro zog damit von Hamburg nach Schleswig um und ich half vermehrt bei Aufbauarbeiten auf dem Festivalgelände mit. Gleichzeitig betreute ich weiterhin die Social-Media Accounts und fertige Texte für Presseaussendungen an. Wir erstellten einen Redaktionskalender für die Presseaussendungen und einen Contentplan für Social-Media. Unmittelbar vor, während und nach dem Festival versendeten wir etwa zehn Pressemitteilungen an verschiedenen Redaktionen in Schleswig-Holstein und Hamburg. Auf dem Festival war ich durch meine Aufgabenbereiche auch Teil des Media Teams und arbeitete eng mit Fotograf*innen und Filmemacher*innen zusammen. Zu meinen Aufgaben zählten während des Festivals außerdem die Zusendung der täglichen Festivalprogrammhighlights an die Schleswiger SHZ, die dort am jeweiligen Festivaltag in einem gesonderten Bereich der Zeitung abgedruckt wurden.

Während des Festivals war der Arbeitsaufwand sehr intensiv. Neben der Öffentlichkeits- und Pressearbeit übernahm ich auch weitere Aufgaben im Bereich Organisation, Gastronomie und Logistik. Mit Beendigung des Festivals begann die Nachbereitungsphase. Neben einer weiteren Pressemeldung und einem Newsletter, wertete ich unter anderem das umfangreiche Bildmaterial aus. Der Bereich der Pressearbeit war der wohl wichtigste Bestandteil meines Praktikums. Ich konnte einen Einblick in viele verschiedene Medienformate und Kommunikationsplattformen erlangen, über die das Festival und damit die Veranstaltung an die Öffentlichkeit tritt und Aufmerksamkeit generiert (Website, Newsletter, Social-Media, Presseaussendungen, Plakatwerbung und weitere) und diese auch im hohen Maße mitgestalten.

Durch den hohen Arbeitsaufwand, besonders während der Festivalzeit, habe ich in meinem zweimonatigen Praktikum 360 Arbeitsstunden erreicht und damit die Ansprüche für das große Pflichtpraktikum im Rahmen des KSM – Studiengangs erfüllt. Nach Beendigung meines Praktikums wurde ich bei der Firma pakusius events übernommen und bin dort seither als Werkstudentin im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt.

Praktikumsbericht Partners in Mobility

von Sieke D.

Ich habe eines meiner Praktika im Rahmen eines Nebenjobs als Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Partners in Mobility“ an der EUF gemacht. Das Projekt befasst sich mit der Internationalisierung des Lehramtsstudiums an der EUF und wird vom BMBF und dem DAAD gefördert. Eines der Projektziele ist es zu erkennen, welche Hindernisse Studierende im Lehramt davon abhalten im Rahmen ihres Studiums Auslandserfahrungen zu sammeln und diese Hindernisse zu verringern. Das Besondere an dem Projekt ist, dass die Maßnahmen, die zur Internationalisierung ergriffen werden sollen in direkter Zusammenarbeit mit den Studierenden entstehen sollen, sodass ganz gezielt auf die Bedürfnisse der Studierenden eingegangen werden kann. Neben dem klassischen Auslandssemester sollen auch kurzzeitige Auslandserfahrungen wie Summer Schools oder gemeinsame Seminare mit Partneruniversitäten gefördert werden, um möglichst vielen Studierenden die Möglichkeit zu bieten internationale Erfahrungen zu sammeln, ohne dass der Schritt eines Auslandssemesters gegangen werden muss.

Meine Aufgaben als Wissenschaftliche Hilfskraft lagen vor allem im Bereich des Eventmanagements. Gemeinsam mit einer anderen Hilfskraft war ich dafür verantwortlich Veranstaltungen unterschiedlichster Art zu planen und durchzuführen. Eine besondere Herausforderung haben da die Semester der Online-Lehre gebildet, da wir uns zunächst einmal damit beschäftigen mussten, welche Formate als Events überhaupt noch möglich sind und von den Studierenden angenommen werden.

Da wir ganz unterschiedliche Veranstaltungsformate und Teilprojekte innerhalb des Projektes haben, gab es während meiner Zeit bei „Partners in Mobility“ keine Woche, die gleich aussah. Eine meiner regelmäßigen Aufgaben bestand darin den Newsletter des Projektes zu verfassen und zu versenden. Außerdem war ich grundsätzlich für den Mailverkehr unseres Projektes zuständig. Das bedeutet z. B. auch Werbemails für Veranstaltungen an die Studierenden zu formulieren und zu versenden. Wiederkehrender Teil des Eventmanagements war, dass wir vor Beginn eines neuen Semesters einen Veranstaltungsplan entwerfen und nach und nach in die Tat umsetzen mussten. Zu Beginn des Herbstsemesters kommen außerdem jede Menge Veranstaltungen in der Einführungswoche für die neuen Studierenden hinzu. In diesem Jahr haben wir beispielsweise Internationale Campusspaziergänge für die Studierenden organisiert, bei denen sie nicht nur den Campus kennenlernen sondern auch direkt etwas über mögliche Auslandsaufenthalte erfahren konnten. Dabei hatten die Studierenden z. B. die Möglichkeit über eine kurze Liveschaltung zu unseren Stipendiantinnen nach Finnland und Ungarn mit Studentinnen zu sprechen, die vor wenigen Wochen ins Auslandssemester aufgebrochen sind. Neben diesen vielfältigen Aufgaben im Bereich des Eventmanagements gehörten aber auch die Bearbeitung von Bewerbungen für Mobilitätspauschalen oder das Schreiben von Protokollen in Meetings mit der Projektgruppe oder den Partneruniversitäten zu meinen Aufgaben.

Als ich bei „Partners in Mobility“ angefangen habe, war ich zunächst etwas überwältigt von den Freiräumen, die mir als Wissenschaftliche Hilfskraft gegeben wurden, um meine ganz persönlichen Ideen vorstellen und umsetzen zu können. Mit der Zeit habe ich sehr zu schätzen gelernt, wieviel Erfahrungen ich durch dieses Vertrauen und die Verantwortung, die mir übergeben wurde, sammeln konnte. Obwohl ich auch schon vor diesem Nebenjob Erfahrungen im Bereich des Eventmanagements hatte, konnte ich bei „Partners in Mobility“ noch einiges darüber lernen, was es bedeutet für Veranstaltungen oder Teilprojekte alleine verantwortlich zu sein und dementsprechend auch den Überblick über alle anfallenden Aufgaben und Fristen haben zu müssen. Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit hatte mein Inlandspraktikum mit einem Nebenjob an der Uni zu verbinden und so nicht nur viel über Projektplanung und Eventmanagement lernen konnten, sondern Abläufe im universitären Alltag kennenlernen konnte.

Praktikumsbericht ProRef an der EUF

von Jana R.

Ich habe mein Praktikum in Form eines Nebenjobs als studentische Hilfskraft beim ProRef („Programm zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten“) an der Europa-Universität Flensburg absolviert. Das Programm wird auf der Website der EUF beschrieben: Mit ihm „unterstützt die Europa-Universität Flensburg studieninteressierte Geflüchtete beim Einstieg in ein Studium. Durch Sprach- und Schlüsselkompetenzkurse sowie Studien-, Karriere- und Sozialberatung erleichtert die EUF die Integration in das deutsche Hochschulsystem, den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft.“

Konkret besteht das Programm aus drei Gruppen, von denen zwei Gruppen Deutsch auf unterschiedlichen Niveaus und eine Gruppe Englisch lernt. Die Gruppen werden täglich von mehreren Lehrkräften unterrichtet. Meine Aufgabe als studentische Hilfskraft ist die Unterstützung des Unterrichts durch Korrekturen, die Besprechung von Hausaufgaben und Tests mit den Teilnehmenden des Programms sowie die Pflege von Anwesenheitstabellen und das Erstellen von Teilnahmebescheinigungen. Ich bin für zehn Stunden in der Woche angestellt und kann mir meine Arbeitszeit dabei ziemlich frei einteilen.

Was mir besonders an der Arbeit gefällt ist, Teilnehmende dabei zu unterstützen, wie sie eine Sprache auf einem ziemlich hohen Niveau lernen und sich immer weiter verbessern. Durch die oft hohe Motivation der Teilnehmenden macht die Arbeit sehr viel Spaß. Durch regelmäßige Besprechungen mit den Teilnehmenden (die wir in diesem Zeitraum ausschließlich online gemacht haben) hatte ich regelmäßig Kontakt zu den Teilnehmenden und konnte ihnen in 1-zu-1 Gesprächen Tipps zu ihren geschriebenen Texten geben und Fragen beantworteten. Mir wurde von den Teilnehmenden oft eine große Dankbarkeit für meine Arbeit gezeigt, was mich immer sehr gefreut und motiviert hat. Ich bin froh, dass ich meine Stärken im Bezug auf Rechtschreib- und Grammatik anwenden kann, um anderen damit zu helfen. Gleichzeitig fand ich den Einblick in die Arbeit des Programms super interessant und habe auch viel über das Konzept dieser Art von Studienvorbereitung und über die Arbeit mit Excel gelernt.

Praktikumsbericht Regiocast GmbH & Co. KG

von Sally P.

Die Regiocast GmbH & Co. KG gehört zu Deutschlands führenden Radiounternehmen mit Beteiligungen an verschiedenen Radiosendern, Hörfunkvermarktern und anderen Dienstleistungsunternehmen aus dem Medienbereich. Zu der Niederlassung in Kiel gehören die Radiosender R.SH, delta radio und Radio BOB!, sowie die R.SH-hilft-helfen-Stiftung und
das Medienunternehmen Mach3.

Mein Praktikum habe ich bei der Pressesprecherin der Regiocast absolviert, da diese aber auch sehr eng mit der Live- und Unternehmenskommunikation sowie dem Marketing und den Redaktionen der einzelnen Sender zusammenarbeitet, umfasste mein Arbeitsbereich auch Aufgaben dieser Abteilungen.

Zu meinem alltäglichen Aufgabenbereich gehörten zum Beispiel das tägliche Presseclipping, das Verfassen von Intranetmeldungen, die Erstellung von Pressemeldungen und digitalen Fotos sowie die Pflege der Mediadatenbank. Besonderes viel Spaß hatte ich bei der Vorbereitung verschiedener Events sowie der Betreuung der Journalist:innen und Radiomoderator:innen vor Ort. Außerdem konnte ich bei diversen Veranstaltungen (z.B. Kieler Woche, Wacken-Open Air, Hurricane und Deichbrand-Festival, R.SH Pop am Strand
usw.) einen sehr tiefgreifenden und detaillierten Blick hinter die Kulissen der großen Bühnen und Infrastruktur solcher Veranstaltungen werfen und Mitarbeitende sowie Künstler:innen vor Ort betreuen. Diese Erlebnisse waren einzigartig und für mich eine großartige Möglichkeit, die typischen Abläufe der Pressestelle eines Medienunternehmens kennenzulernen. Besonders der häufige und enge Kontakt zu bekannten Menschen aus Musik, Sport und Politik war sehr aufregend und gleichzeitig fordernd und persönlichkeitsbildend. Neben solchen Aufgaben bei verschiedenen Veranstaltungen, bei denen die Radiosender der Regiocast meist als Medienpartner fungierten, habe ich aber auch bei diversen Programmaktionen viele Kontakte geknüpft und vor allem das Bundesland Schleswig-Holstein nochmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen dürfen. Ein Beispiel hierfür sei die „R.SH-Eisattacke“. Im Rahmen dieser Programmaktion des Radiosenders R.SH hatten Unternehmen und Hörer:innen aus Schleswig-Holstein, die Möglichkeit, sich auf den Besuch des eigens gebrandeten R.SH-Eismobils an ihrem Arbeitsplatz zu bewerben. Diese täglichen Besuche an verschiedenen Orten in ganz Schleswig-Holstein habe ich mehrere Male begleitet und die Organisation sowie Kommunikation vor Ort eigenständig koordiniert.

Insgesamt hat mich das Praktikum bei der Regiocast sehr begeistert und meinen Berufswunsch für die Zukunft, in der Pressestelle eines Unternehmens oder einer kulturellen Einrichtung zu arbeiten, stark geprägt. Ich habe mich in dem Team sofort gut aufgenommen und respektiert gefühlt und habe schon nach kurzer Zeit oft das Vertrauen bekommen, Dinge eigenverantwortlich zu organisieren und umzusetzen. Zwar waren die Arbeitszeiten meist sehr lang, bzw. in den Abendstunden und am Wochenende, aber diese Tatsache hat man von Beginn an mit mir kommuniziert und mir jederzeit die Möglichkeit gegeben, Überstunden durch Freizeitausgleich „abzubummeln“. Ich wurde von allen Mitarbeitenden stets sehr herzlich behandelt, habe im Unternehmen neue Freund:innen gefunden und auch nach dem Praktikum noch einige Male für die Regiocast gearbeitet.

Zudem war das Abschlussgespräch mit dem Leiter der Unternehmenskommunikation sehr perspektivbildendend für meine universitären und beruflichen Zukunftspläne, sodass ich behaupten kann, durch das Praktikum bei der Regiocast meinen Studiengang KSM mit einem besser definiertem Fokus wahrgenommen zu haben. Des Weiteren ist mir durch verschiedene Bewerbungsgespräche früh bewusst geworden, dass die Medienbranche genau solche eine frühe Orientierung fordert und es wichtig ist, sich auch während des Studiums schon um Nebenjobs und Praktika zu bemühen, die auf den gewünschten Arbeitsbereich zielen bzw. mit diesem verwandt sind.

Praktikumsbericht Schleswig-Holstein Musik Festival

von Inga W.

Ich habe in diesem Sommer die Chance bekommen, beim Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) zu arbeiten. Für acht Wochen durfte ich in zwei verschiedenen Abteilungen des Festivals Erfahrungen sammeln und selbstständig Aufgaben übernehmen.

Das SHMF ist ein jährlich stattfindendes zweimonatiges Flächenfestival, dass dieses Jahr über 150 Konzerte an verschiedenen Orten in ganz Schleswig-Holstein, Hamburg sowie in Teilen Niedersachsens und Dänemarks ausrichtet. Durch die Corona-Pandemie fanden dieses Jahr so viele Konzerte wie möglich Open Air statt, was einen neuen Blickwinkel auf die Chancen und Schwierigkeiten von Konzerten unter freiem Himmel bot. Es war sehr interessant zu erleben, dass sich manche Musikrichtungen und Besetzungen sehr dafür eignen, während andere im geschlossenen Raum besser und intimer zur Geltung kommen.

Im Rahmen des Festivals finden außerdem jedes Jahr Masterclasses statt. Diese ermöglichen Musikstudierenden aus aller Welt intensive Unterrichtsstunden mit renommierten, vor allem klassischen Musikerinnen und Musikern zu erleben und Neues zu erarbeiten. Des Weiteren gibt es ein junges internationales Festivalorchester sowie einen Festivalchor.

Meine Aufgaben im diesjährigen Festivalsommer lagen in der Assistenz bei Organisation und Durchführung der Musikfeste auf dem Lande und der Masterclasses in der Musikhochschule Lübeck. 

Zunächst habe ich zwei Wochen vor Festivalbeginn den Arbeitsplatz, das junge und offene Team und den Umgang mit den internen Programmen kennengelernt, die benötigt werden, um ablaufrelevante Daten einzupflegen. Meine Aufgabe bestand unter der Woche darin, die Schedules, also Ablaufpläne, für das jeweils anstehenden Musikfestwochenende zu schreiben.  An einem Musikfest auf dem Lande finden am Samstag und Sonntag insgesamt sieben Konzerte auf einem in S-H gelegenen Gutshof statt. Mir kam die Aufgabe zu, mit allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern Kontakt aufzunehmen, ihre Reisedaten zu erfragen und gegebenenfalls deren Transport zum Konzertort zu organisieren. An den Wochenenden selbst war ich sowohl am Auf- und Abbau sowie der Dekoration des Geländes, als auch als Künstlerbetreuerin, -fahrerin und Ansprechpartnerin vor Ort beteiligt. Ich habe in den ersten sechs Praktikumswochen insbesondere das koordinative Denken geübt und ein Auge dafür bekommen, wie besonders effektiv geplant werden kann, sodass beteiligte Personen wenig Wartezeiten oder doppelte Arbeit haben. Insbesondere nach der langen Zeit ohne Konzerte und gemeinsamen Musizierens habe ich mich gefreut, mit so viel musikbegeistertem Publikum in Kontakt zu kommen und viele wahnsinnig verschiedenen Musikerinnen und Musiker kennenlernen zu dürfen.

Die letzten beiden Wochen meiner Zeit beim SHMF habe ich bei den Masterclasses verbracht. Dafür mussten wir, meine zwei Kolleginnen und ich, zunächst den Umzug unseres Büromaterials von unserem Hauptsitz in Lübeck in die Musikhochschule Lübeck planen und umsetzen. Insgesamt hat innerhalb von 10 Tagen eine Gesangs-, eine Cello- und eine Klaviermasterclass stattgefunden. Außerdem wurden neben der Unterrichte drei Workshops zum Thema Berufsmusikergesundheit für die Teilnehmenden angeboten.

Gemeinsam war es unsere Aufgabe, die jungen Teilnehmenden, die Dozierenden und die Gasthörenden zu betreuen. Die Unterrichte der Masterclasses sind nämlich öffentlich und somit für interessierte Zuhörende mit einem Ticket zugänglich. So fielen der Ticketverkauf, die Verpflegung der Beteiligten, die Vergabe von Überäumen, die Organisation der Unterrichte und schlussendlich die Ausrichtung der insgesamt vier Abschlusskonzerte in unseren Aufgabenbereich. Insbesondere Letzteres war eine große Herausforderung, da bei der Konzertorganisation insbesondere in Pandemiezeiten eine Menge beachtet werden muss. Ich habe gelernt in stressigen Situationen ruhig zu bleiben, mich auf meine Kolleginnen und Kollegen zu verlassen und Kritik sowohl anzunehmen als auch konstruktiv zu äußern. Am Ende sind alle Konzerte erfolgreich ‚über die Bühne gegangen‘.

Die Zeit beim Festival hat mir gezeigt, dass mir die Kombination aus Eventmanagement und Musik großen Spaß macht und für mich Kulturmanagement eine Branche darstellt, in der ich später sehr gerne beruflich tätig sein möchte. Neben stressigen und arbeitsintensiven Phasen war immer noch Zeit für gemeinsame Abendgestaltungen mit den Kolleginnen und Kollegen, sodass eine sehr freundschaftliche Stimmung im Team herrschte. Ich habe mich während des Praktikums jederzeit ernstgenommen gefühlt und mich gefreut, dass mir sehr viel Verantwortung und selbstständige Arbeit zugetraut wurden.

Praktikumsbericht Start Up-Unternehmen Storyfischer

von Tristan D.

Über das Unternehmen: Storyfischer ist ein kleines Start Up-Unternehmen aus Nordfriesland. Das Projekt steht im Einklang mit den Tätigkeiten der Geschäftsführerin in den Bereichen Fotografie und Videografie. Storyfischer ist also ein lokales Unternehmen, dessen Tätigkeit sich auf die Produktion von Inhalten für soziale Netzwerke und deren Verwaltung konzentriert.
Die Kunden sind hauptsächlich Bestandskunden, die über einen bestimmten Zeitraum von mindestens 6 Monaten eine Abonnementsvereinbarung unterzeichnet haben. Das Abonnement besteht aus 4 bis 8 monatlichen Postsendungen, je nach dem gewählten Angebot, der Antwort auf die Kommentare und der allgemeinen Verwaltung der Facebook- und Instagram-Kanäle.
Das Unternehmen verfügt momentan über 15 Bestandskunden, bis Ende 2021 dürfte diese Zahl jedoch steigen. Zusätzlich zu den Bestandskunden führt Storyfischer auch kürzere Kampagnen für andere Kunden durch. Dazu gehören in der Regel die vorübergehende Übernahme der Unternehmensseite, die Aktualisierung des Profils sowie eine bestimmte Anzahl von Posts auf den Social Media-Kanälen des Unternehmens.
Die Kundschaft besteht aus Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Geschäftsfeldern: Landwirtschaft, Viehzucht, Fahrschule, Fahrradgeschäft, Möbelgeschäft, Elektrizität, Straßen- und Tiefbau u.a. Es handelt sich in der Regel um kleine und mittlere Unternehmen, die selten die Marke von 80 Beschäftigten überschreiten.

Tätigkeiten als Praktikant: Die täglichen Aufgaben als Praktikant bei Storyfischer bestehen hauptsächlich aus 3 Kategorien: die Produktion von Inhalten, die Verarbeitung von Inhalten und die interne Organisation.

Vor der Erstellung von Inhalten erhält der Praktikant eine Ausbildung in das Equipment, das für die Aufnahmen verwendet werden. Die Eigenschaften der Kameras sowie die Konfigurationen, die in der jeweiligen Situation üblich sind, werden erläutert. Ich persönlich habe eine sehr umfassende Online-Ausbildung über Videotechniken erhalten.

Während der Drehs haben wir in der Regel eine Checkliste der verschiedenen zu drehenden Szenen und die allgemeine Vorstellung vom Endergebnis, wenn es bereits entschieden ist.
Es kommt jedoch oft vor, dass man mit bestimmten Kunden improvisieren muss, die es vorziehen, zeitnah selbst zu entscheiden, wohin sie uns zum Dreh schicken. Man muss also selbst schnelle Entscheidungen treffen und sich ein Bild von den Inhalten machen, die aus der Situation, in der man sich befindet, produziert werden können.
Die Drehteams bestehen in der Regel aus zwei Personen, aber es ist auch üblich, an einfacheren Drehs alleine zu sein.

Wenn die Dreharbeiten abgeschlossen sind, müssen die Inhalte dann verarbeitet werden. Auch dort werden Schulungen für die von uns eingesetzte Videobearbeitungssoftware (Final Cut Pro X) sowie das Bildbearbeitungsprogramm angeboten.
Bei der Bearbeitung hat man in der Regel einige Freiheiten, und wenn man keine klare Richtlinie für das Endergebnis hat, kann man die Richtung des Videos oder des Fotos ziemlich frei wählen.
Die Inhalte werden dann in einer WhatsApp-Gruppe der Geschäftsführung zur Genehmigung vorgelegt. Jeder kann seine Lösungen anbieten, um die Inhalte bei Bedarf zu verbessern. Nach der Validierung des Inhalts muss ein Begleittext zum Beitrag erstellt werden. Der Text sollte den Inhalt der Videos/Fotos ergänzen und relevante Keywords für SEO enthalten. Es wird auch in einer WhatsApp-Gruppe angeboten und korrigiert.

Wenn der Inhalt und der Text fertig sind, werden sie dann an die Kunden gesendet, die grünes Licht für die Veröffentlichung geben oder die vorzunehmenden Änderungen anzeigen. Danach wird der Content gepostet.

Als Praktikant muss man auch bestimmte Nebentätigkeiten übernehmen, wobei der wichtigste Teil der Arbeitszeit dem Filmen und der Verarbeitung gewidmet ist. Darunter die Übertragung von Drehideen in die Gesamtplanung des Unternehmens, Community-Management-Aktivitäten und Interaktionen mit Abonnenten von Accounts oder Sonderwünsche bestimmter Kunden, für die wir von Zeit zu Zeit Poster, Flyer und mehr erstellen können.

Fazit: Storyfischer ist ein dynamisches Start-up mit hervorragender Arbeitsatmosphäre und sehr interessanten und abwechslungsreichen Tätigkeiten für alle, die sich für Fotografie oder Video interessieren. Die Verankerung in kleinen lokalen Betrieben fördert den Kontakt und die Schaffung eines persönlichen Netzwerks zusätzlich zu den Vorteilen eines kreativen Jobs mit abwechslungsreichen Tätigkeiten.
Am Ende meines Praktikums wurde mir von Storyfischer ein Jobangebot gemacht, das ich gerne angenommen habe

Praktikumsbericht EUF Projekt „Partners in Mobility“

von Anastasiia B.

Seit Juli 2020 arbeite ich als wissenschaftliche Hilfskraft an einem EUF-Projekt „Partners in Mobility“, das von DAAD und BMBF gefördert wird. Das Hauptziel des Projekts ist die Steigerung der Internationalisierung im Lehramtsstudium. Im Unterschied zu anderen Studiengängen, gehen verhältnismäßig wenige Lehramtsstudierende innerhalb ihres Studiums ins Ausland. Im Rahmen des Projekts, untersuchen wir, welche Hindernisse den Lehramt Studierenden, auf dem Weg ins Ausland, im Weg stehen und erarbeiten die Maßnahmen für ihre Überwältigung. Wir haben 4 Partneruniversitäten in Dänemark, Schweden, Finnland und Ungarn, mit denen wir zusammenarbeiten.

Zu meinen allerersten Aufgaben im Projekt gehörten Erstellung von einem kurzen Image-Video über das Projekt, wozu ich kürzlich extra Sony Vegas Pro (ein Videoschnitt Programm) gelernt habe. Gleichzeitig erarbeiteten wir mit anderen Hilfskräften ein Konzept für Videointerviews mit Internationalen BotschafterInnen, das sind (meistens) die Lehramtsstudierenden, die schon während des Studiums im Auslandssemester waren und die mit ihrer Erfahrung andere Studierende inspirieren wollen. Ich bediente die Kamera während der Aufnahme und bearbeitete danach die Interviews mithilfe des Videoschnittprogrammes. Für den HeSe 2020/2021 und SoSe 2021 organisierten wir zusammen mit unseren Partneruniversitäten eine Reihe der online-Veranstaltungen für EUF-Lehramtsstudierende. Es waren eine Winter School 2020, Vorlesungen von Dozierenden der Partneruniversitäten zu den Bildungssystemen in Finnland und Dänemark, Meetings mit DAAD-BotschafterInnen, lunchtime lecture series und vieles mehr. Meine Aufgaben waren es, die Technik Checks mit den Vortragenden im Voraus durchzuführen, die Links für die Meetings zu erstellen und die online-Räume während der Veranstaltungen technisch zu betreuen und in einigen Fällen die Veranstaltungen zu moderieren. Außerdem führte ich die Werbekampagnen durch, wobei ich für die Projektzwecke eine Liste der allen EUF-Fachschaften und InstitutssprecherInnen zusammengestellt habe und diese persönlich wegen unseren Veranstaltungen kontaktiert habe, mit der Bitte um Verbreitung der Informationen. Seit dem SoSe 2021 steht die regelmäßige Kommunikation mit den Internationalen BotschafterInnen und Fachschaften unter meiner Verantwortung.

Parallel zu den Veranstaltungen für Studierende, führen wir im Projekt regelmäßige Treffen mit der Projektgruppe (die Dozierende und Angestellte der EUF) und Partneruniversitäten durch, wobei ich als Betreuerin der Webex-Raum, Unterstützung bei technischen Fragen und Protokollantin (auf Deutsch und Englisch) regelmäßig tätig bin.

Im Frühling 2021, nach ungefähr 8 Monaten Arbeit im Projekt wurde mir die Hauptverantwortung für die Vorbereitung und Durchführung eines Appetizers übergeben. Im Auftrag von International Center der EUF, haben wir eine online Veranstaltung ausgearbeitet und organisiert, die eine Woche im Juni 2021 dauerte und deren Zweck die Werbung von einem Auslandssemester für EUF Studierende war. Der Appetizer verteilte sich in ein online-Quiz und Steckbriefe von Internationalen BotschafterInnen. Für die Teilnahme an dem Quiz konnte man ein Preis bekommen und die Steckbriefe der Internationalen BotschafterInnen und deren Freunde, die im Ausland waren, boten einen Überblick über ihre Auslandsaufenthalt. Die Studierenden hatten auch die Möglichkeit, zu bestimmten Zeiten die BotschafterInnen zu kontaktieren, um denen jegliche Fragen zu stellen. Die Verteilung der Information lief durch die EUF-Uni-Verteiler. Das Konzept dieser Veranstaltung wurde neu von unserem Team ausgearbeitet, da früher die ähnlichen Appetizer nur in Präsenz stattfanden. Die Vorbereitungszeit (Konzepterarbeitung, Informations- und Toolssuche für das Quiz, Kontakte zu IC und BotschafterInnen, Erarbeitung von grafischen Darstellungen, Erstellung von Quiz, Steckbriefen und Werbe-E-Mails) die Durchführung und Nachbereitung (Besorgen, Auslosen und Absenden von Preisen fangen im April an und laufen bis Ende Juli.

Zur Zeit bin ich, zusammen mit unserem Team, in der Erarbeitung von Veranstaltungen für die Einführungswoche für Erstsemesterstudierende 2021 und die EUF-Internationale Woche im Oktober 2021 beschäftigt. Wir hoffen, dass die Veranstaltungen in Präsenz stattfinden können und haben schon das Konzept der Internationalen Campusspaziergänge, voraussichtlich mit dem live-Streaming von der Projekt-Stipendiatinnen aus dem Ausland, ausgearbeitet.

Meine Arbeit im Projekt bringt mir vor Allem organisatorische Erfahrung, und ein Verständnis, wie man die internationalen Veranstaltungen an einer Universität organisieren und betreuen kann, welche Hindernisse und Schwierigkeiten vorkommen können und wie man damit umgehen muss. Ich verbesserte dadurch auch meine Englisch- und Deutschkenntnisse in Wort und Schrift, professionelle kommunikative Fertigkeiten und Fertigkeiten im Dokumentationsverkehr, Timemanagement und Teamarbeit, und ich erwarb interkulturelle Kompetenzen. Das wichtigste für mich ist jedoch, dass ich dank der Arbeit im Projekt mein gewünschtes Berufsumfeld bestimmt habe und bin mir jetzt sicher, dass ich für die Arbeit im Projekt- und Veranstaltungsmanagement brenne. Das Praktikum an dem Projekt kann ich jedem, der eigenständig und kreativ in einem internationalen Umfeld arbeiten will, aus ganzem Herzen empfehlen.