Praktikumsbericht Stern VIEW

von Lisa Marie L.

Im Rahmen meines Masterstudiums Kultur – Sprache – Medien absolvierte ein großes Praktikum vom 01. Januar bis zum 31. März 2022 im Medienunternehmen Gruner + Jahr in der Redaktion der Stern VIEW. Das Magazin VIEW erscheint seit 2005 und beschäftigt sich vorwiegend mit Bildern aus aller Welt und deren Geschichten befasst und damit über zumeist aktuelle Geschehnisse aus Kultur, Natur, Unterhaltung, Sport und Politik berichtet.

Gruner + Jahr ist ein deutsches Medienunternehmen mit Sitz in Hamburg und wurde 1965 von Richard Gruner, John Jahr und Gerd Bucerius gegründet. G+J gehört zu Bertelsmann und ist seit Januar 2022 eine Tochtergesellschaft von RTL Deutschland. Neben Stern VIEW verlegt Gruner + Jahr unter anderem die Formate Stern, GEO und Brigitte.

Pandemiebedingt verbrachte ich den Großteil meiner Zeit mit der Arbeit aus dem Home Office, konnte allerdings in den ersten zwei Wochen meines Praktikums trotz dessen Erfahrungen im Büroalltag sammeln und bekam die Möglichkeit, mich vor Ort mit den Abläufen und internen Programmen vertraut zu machen und einige Kolleg*innen persönlich kennenzulernen, die mich in meine Aufgabenbereiche in der Redaktion einführten.

Ein normaler Arbeitstag bei VIEW begann für mich mit einem morgendlichen Meeting, in dem der Stand zu bearbeitender Aufgaben und Themen besprochen wurde. Danach ging es für mich an die Recherche und das Schreiben anstehender Kurztexte für die sogenannten Doppelseiten, bestehend aus Fotografien. Am Nachmittag durfte ich neben meiner Arbeit mit den Textredakteur*innen außerdem am täglich stattfindenden Meeting der Bildredaktion teilnehmen – dort werden tagesaktuell Bilder aus diversen Datenbanken gesichtet und es wird entschieden, welche sich für die unterschiedlichen Rubriken des Magazins eignen. Es stand mir zudem frei, eigenständig Medien- und Kommunikationsplattformen nach Bildern zu durchzusuchen und diese in einem kurzen Redaktions-internen Newsletter als Vorschlag für die aktuelle Ausgabe vorzustellen.

Neben dem Schreiben und Editieren von Kleintexten durfte ich eigenständig Themen für ausgewählte Rubriken suchen, recherchieren und kurze Geschichten in unterschiedlichen Stilformaten verfassen und übernahm gelegentlich die Korrektur von Texten der anderen Redakteur*innen. Außerdem bereitete ich als Praktikantin regelmäßig Interviews vor, übersetzte diese vom Englischen ins Deutsche, und vice versa, und bereitete diese anschließend als Fließtext auf. Während meines Praktikums erhielt ich zudem die Chance, einige größere Textbeiträge für die jeweilige Ausgabe zu verfassen. Auch hier wurde ich am gesamten Entstehungsprozess beteiligt, angefangen von der ersten Idee, über die Auswahl der Fotografien zur Bebilderung der Geschichte in enger Absprache mit der Bildredaktion und dem Layout bis hin zur Recherche und finalen Ausformulierung des Textes.

Abschließend kann ich sagen, dass mir insbesondere die sehr enge und offene Zusammenarbeit der einzelnen Arbeitsbereiche Text, Bild, Layout und Chefredaktion sowie die ständige Kommunikation dieser miteinander positiv aufgefallen ist, die sich für mich von bisherigen Praktika abgehoben hat. Von Beginn an wurde ich als Praktikantin in alle Bereiche und Prozesse miteinbezogen, durfte selbstständig arbeiten, mir Aufgaben suchen und Themen recherchieren und vorschlagen, wie beispielsweise in der monatlichen Themenkonferenz, in der die Inhalte der nächsten Ausgabe gemeinsam besprochen werden.

Studierenden, die Spaß am Schreiben und Texten haben, voller Neugier für das aktuelle Weltgeschehen sind und sich für Geschichten, die das Leben erzählt, begeistern können, all denjenigen kann ich ein Praktikum bei der Stern VIEW ans Herz legen – euch erwartet eine spannende, lehrreiche Zeit und ein absolut tolles Team!

Praktikumsbericht Hamburg 1

von Anneke B.


Im Sommer 2019, bevor ich das KSM Studium begonnen habe, habe ich ein dreimonatiges Redaktionspraktikum bei Hamburgs Lokalsender Hamburg 1 absolviert.
Bei Hamburg 1 war ich in der News-Redaktion als auch beim Frühcafé tätig. Gemeinsam mit den anderen Praktikant:innen und Volontär:innen war ich für Recherche, Interviewführung, Dreh und Schnitt verantwortlich. Der Tag begann immer mit einer Redaktionssitzung um 10 Uhr, bei welcher aktuelle Themen besprochen und auch die Beiträge aufgeteilt wurden. Danach musste man entweder direkt los zum Dreh oder man hatte etwas Wartezeit, in der recherchiert oder sich anderen kleinen Projekten gewidmet wurde, wie z. B. Unterstützung bei Reportagen oder für eine:n Kolleg:in bestimmte Szenen aus dem Material herauszusuchen und herauszuschneiden. Nicht selten kam auch
in dieser Wartezeit (oder während man schon auf einem Dreh war) ein neuer aktueller Auftrag rein. Meistens haben die Festangestellten in der Redaktion Termine vereinbart und auch Fragen vorbereitet, die gestellt werden sollten. Manchmal mussten wir Praktikant:innen aber auch mit der Pressestelle o. Ä. Kontakt aufnehmen, um Termine zu vereinbaren und uns während einer
Pressekonferenz selbst Fragen überlegen. Nach einigen Wochen und einer Kamera- und Schnittschulung (Adobe Premiere) durfte ich auch teilweise allein auf Drehs. Mein erster eigener Dreh (bei dem ich ehrlich gesagt total aufgeregt war) war eine Presseführung durch die Millerntor Gallery im Millerntor Stadion. Hier konnte ich unterschiedliche Kunstwerke für einen kurzen Beitrag
in den News abfilmen. Die Bilder waren teilweise etwas wackelig, aber grundsätzlich waren einige Aufnahmen dabei, die verwendet werden konnten.

Für den Großteil des Praktikums habe ich von 6-9 Uhr auch hinter den Kulissen beim Frühcafé unterstützt. Das Frühcafé ist die morgendliche Sendung zu der regelmäßig Gäste eingeladen wurden. Darunter war auch ein wöchentlicher Besuch der Feuerwehr und des Tierheims. Hauptsächlich war ich für die Schaltung der Kameras bei der Livesendung zuständig. Aber ich habe auch Musik oder Werbung eingespielt und den Moderator über Änderungen und Zeiten informiert. Nach der Sendung bin ich bis frühen Nachmittag wieder in die News-Redaktion gegangen, wo wir auch teilweise MAZen (also längere Beiträge) für die Frühcafé-Sendung produziert haben. Wenn ich mal einen ganzen Tag nur in der Redaktion war und nicht beim Frühcafé geholfen habe, gab es, nachdem das erste Mal die Nachrichten um 17 Uhr ausgestrahlt wurden, eine weitere Sitzung, bei der besonders gute Beiträge oder Aufnahmen gelobt wurden und kleine Fehler besprochen wurden. Diese mussten direkt im
Anschluss der Sitzung behoben werden, bevor die Nachrichten um 18 Uhr wiederholt ausgestrahlt wurden.

Sowohl im Frühcafé als auch in der News-Redaktion habe ich viel technisches Know-How erlernt, welches ich auch noch bei späteren Projekten anwenden konnte. Des Weiteren habe ich einige Hamburger Politiker:innen, Künstler:innen, „Prominente“ und viele andere interessante Menschen
getroffen und interviewt und die Stadt samt Kultur, Sport und Politik noch einmal deutlich besser kennengelernt. Besonders hat mir die Zusammenarbeit und Motivation im Team gefallen. Wir hatten immer sehr viel Spaß zusammen und haben immer gut zusammengearbeitet. Jeder Tag sah anders aus und war kaum planbar, aber genau das hat Abwechslung in das Praktikum gebracht. An folgende Drehs erinnere ich mich besonders gerne:

– der erste Dreh auf einem Schulhof, auf dem es Ziegen gibt (Video)
– ein Dreh auf einem Schlagermove-Anhänger (Video ; Video)
– ein Dreh über Seenotrettungsschiff Sea-Eye (Video)
– ein Dreh über die Walrosstaufe in Hagenbecks Tierpark mit einem Interview mit Hort Lichter (Video)

Das Praktikum war leider unbezahlt. Was ich aber besonders gut fand, war, dass ich mir jeden Abend das Resultat des Tages in den Nachrichten ansehen und von Woche zu Woche sehen konnte, wie ich mich verbessert habe und wie mein Anteil an einem Beitrag gewachsen ist. Es war aber auf jeden Fall eine sehr wertvolle Erfahrung und hat mir gezeigt, dass ich später gerne beruflich audiovisuellen Beiträgen erstellen möchte – ob als Journalistin oder in der Öffentlichkeitsarbeit.

Praktikumsbericht Goethe-Institut Madrid

von Karina P.

Ich habe mich im Rahmen des Pflichtpraktikums für das große Auslandspraktikum entschieden und habe dieses am Goethe-Institut in Madrid absolviert, wo ich für drei Monate im Kursbüro tätig war.

Das Goethe-Institut ist ein weltweit tätiges Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Im Auftrag des Auswärtigen Amtes fördert es die Kenntnis der deutschen Sprache im Ausland, pflegt die internationale kulturelle Zusammenarbeit und vermittelt ein umfassendes Deutschlandbild durch Information über das kulturelle, gesellschaftliche und politische Leben.

Während meines Praktikums im Kursbüro habe ich die täglichen Aufgaben und die verschiedenen Abläufe während einer Kursphase mitbekommen können. Angefangen habe ich direkt zum Kursbeginn der Herbstkurse 2021, was eine sehr stressige und arbeitsreiche Zeit im ganzen Institut, aber insbesondere im Kursbüro ist.

Zu Beginn bestand meine Aufgabe darin, mir die Arbeit im Kursbüro als Beobachterin anzuschauen, um die Abläufe kennenzulernen und mir Informationen anzueignen. Dazu diente ebenfalls der am ersten Tag ausgehändigte Praktikant*innenleitfaden. Schon am dritten Tag habe ich dann angefangen, erste Anrufe von Kund*innen entgegenzunehmen. Zu Anfang war es etwas schwierig, sich ohne die benötigten Grundinformationen in die Arbeitsprozesse einzufinden und Kund*innen angemessen zu beraten. Mit Hilfe des Leitfadens und der Hilfe meiner Mitpraktikantin wurde der Einstieg etwas erleichtert. Die meisten Kenntnisse habe ich mir aber im Laufe der Zeit angesammelt und nach kurzer Zeit konnte ich die Kund*innen bereits selbstbewusster und souveräner beraten. Anfangs war es ebenfalls noch eine Herausforderung, Kund*innen angemessen auf Spanisch zu beraten. Sobald ich aber die benötigten sprachlichen Bausteine beisammenhatte, ging die Beratung immer flüssiger von der Hand und ich konnte auch spezifischere Anfragen gut beantworten.

Neben der Kund*innenbetreuung habe ich Einblicke in die Organisation und Durchführung von Prozessen zur Kurs- und Prüfungsadministration gewinnen können. Dafür wurde ich in der Benutzung des SAP-Programms OSKA geschult, welches zur Administration von Daten zu Teilnehmer*innen, Kursen und Prüfungen verwendet wird. Neben OSKA war ebenfalls die Arbeit mit verschiedenen Microsoft-Office Programmen und Adobe Acrobat Bestandteil meiner Aufgaben. Ich hatte ebenfalls die Möglichkeit, meinen Mitpraktikant*innen bei der Handhabung der Programme für die Erstellung von Social Media Beiträgen und Inhalten für die Website über die Schulter zu schauen. Außerdem haben wir die Möglichkeit bekommen, während des Praktikums in verschiedenen Deutschkursen zu hospitieren, um einen Eindruck von dem im Goethe-Institut angebotenen Unterricht zu bekommen. Durch den Austausch mit den anderen Praktikant*innen und der Teilnahme an den Jour Fixes der Sprachabteilung konnte ich auch einen kleinen Einblick in die Arbeit außerhalb des Kursbüros bekommen, was das Bild der Arbeit des Goethe-Instituts etwas weiter vervollständigt hat.

Überrascht hat mich zu sehen, welch ein enormer administrativer Arbeitsaufwand hinter den Sprachkursen und Prüfungen steckt. Durch die Masse an verschiedenen Aufgaben war es zu Beginn schwierig zu erkennen, welche Aufgaben das Kursbüro übernimmt. Mit der Zeit wurden die Arbeitsabläufe klarer und gingen aus Besprechungen innerhalb des Büros hervor. Mit der Erstellung einer PowerPoint Präsentation haben wir den Start für neue Praktikant*innen und Mitarbeiter*innen strukturierter und übersichtlicher gestaltet, um einen schnelleren Überblick zu bekommen und zu verstehen, warum und wie bestimmte Aufgaben ausgeführt werden müssen.

Die Arbeit im interkulturellen Umfeld hat mir sehr gefallen und hat meinen Wunsch, auch in Zukunft in einem interkulturellen Umfeld tätig zu sein, weiter bekräftigt. In diesem Zusammenhang war auch die Einführung in die Karriereperspektiven am Goethe-Institut interessant, die alle Praktikant*innen und Freiwilligen von der Leitung der Spracharbeit bekommen haben.

Hervorheben möchte ich das positive Arbeitsumfeld am Goethe-Institut Madrid. Auf den Austausch zwischen Praktikant*innen und Freiwilligen wird Wert gelegt, die Kolleg*innen im ganzen Institut sind offen und herzlich und es besteht von allen Seiten Interesse daran, dass man sich am Institut wohl fühlt und viele Erfahrungen aus seinem Praktikum ziehen kann. Besonders durch den engen Kontakt mit der Leiterin der Spracharbeit, dem Tutor und Beauftragten für die Sprachkursorganisation und der Leiterin des Kursbüros hatte ich immer genügend Ansprechpartner*innen, die sich nach seinem Befinden erkundigt haben. Hierarchien sind im Goethe-Institut Madrid kaum bemerkbar, man wird als Praktikant*in für voll genommen und übernimmt auch wichtige Aufgaben. Das wird auch durch die Tatsache deutlich, dass die eigene Meinung bei verschiedenen Prozessen gefragt ist und Verbesserungsvorschläge durchaus willkommen sind. Hier ist auch das Austauschgespräch der Praktikant*innen mit der Institutsleitung des Goethe-Instituts Madrid zu erwähnen, in dem wir kurz von uns und unseren Aufgaben am Institut erzählen, Fragen stellen aber auch Kritik und Verbesserungsvorschläge äußern konnten.

Ich bin dankbar für die Möglichkeit, mein Praktikum an einem weltweit vertretenen Sprachinstitut absolviert haben zu dürfen und kann ein Praktikum am Goethe-Institut sehr empfehlen.

Praktikumsbericht dreistrom.land AG

von Swantje C.

Vom 15.03.2021 bis zum 22.04.2021 absolvierte ich ein Praktikum bei der dreistrom.land AG in Jena. Die dreistrom.land AG ist eine Agentur für digitale Kommunikation mit Standorten in Jena, Weimar, Dresden und Berlin, die vor allem Kunden der öffentlichen Hand betreut. Ich hatte mich im Besonderen deshalb beworben, weil ich meine Masterarbeit im Bereich Marketing zusammen mit einem Unternehmen schreiben möchte. Die Ausschreibung lautete Praktikum/Werkstudent:in/Masterarbeit, also optimal für die letzte Phase meines Studiums.

Nach ein paar Videocalls zum Kennenlernen konnte ich anfangen. Die nächsten viereinhalb Wochen arbeitete ich mit dem internen Marketing-und-Vertriebsteam zusammen. Die abwechslungsreichen Aufgaben und das hohe Maß an Eigenverantwortung sowie das mir entgegengebrachte Vertrauen sind die Hauptfaktoren für die positive Bilanz, die ich nach diesem Praktikum ziehe.

Aufgrund der aktuellen Lage der Welt hatte ich die Möglichkeit, von zu Hause zu arbeiten. Um meine Arbeitsausrüstung abzuholen, kam ich jedoch an den Standort in Jena. Es war schön festzustellen, dass die mit im Vorstellungsgespräch erläuterten Unternehmensleitlinien in den Aspekten Nachhaltigkeit, Fairness etc. vor Ort auch von den Mitarbeitern getragen werden und sich durchaus auch in der Ausstattung des Standorts widerspiegeln (Bio-Produkte, Karaffen statt Plastikflaschen). Ein Hauch von Google im Plattenbau-Valley. So entschloss ich mich, für die erste Woche nicht im Homeoffice zu arbeiten; auch um einen besseren Bezug zum Unternehmen und schnelle Hilfe bei technischen Angelegenheiten zu bekommen. Eine gute Entscheidung, denn so konnte ich die anderen Mitarbeiter ein wenig kennen lernen und das positive Betriebsklima erleben.

Das Marketingteam besteht aus drei Personen, dank derer unterschiedlichen Spezialisierungen ich viel dazulernen konnte. So konnte ich mein praktisches Wissen mit CMS und beim Texten vertiefen. Aber ich habe auch gänzlich Neues gelernt, wie z.B. einige Grundlagen des Vergaberechts für Aufträge öffentlicher Unternehmen und die damit verbundenen Konzeptionen von Leistungen oder das Schreiben von Tickets für Softwarentwickler (KanBan). Das Team arbeitet mit Methoden des agilen Projektmanagements, von denen ich im Bachelor bereits gehört hatte. Diese auf das eigene Arbeiten anzuwenden war eine tolle, neue Erfahrung und mittlerweile frage ich mich, wie man anders überhaupt arbeiten kann. Unerwarteterweise konnte ich, durch die Zusammenarbeit mit den Vorstandsmitgliedern der AG, auf Wissen über Management- und Organisationsprozesse zurückgreifen, das mir ebenfalls im Bachelor begegnet ist, von dem ich bis dato aber nicht gedacht hatte, es sei noch präsent.

Aus den sich an das Praktikum anschließenden Überlegungen zur Gestaltung der Werkstudentinnenstelle konnte ich viel für zukünftige Verhandlungen über Arbeitsbedingungen mitnehmen.

Da ich eine wirklich schöne Zeit in dem Unternehmen hatte, freue ich mich, weiterhin als Werkstudentin dabei zu sein.

Praktikumsbericht NORDEN Festival

von Hannah H.

Im Rahmen des Masterstudiengangs Kultur – Sprache – Medien an der Europauniversität Flensburg absolvierte ich vom 02.08.2021 – 30.09.2021 mein Pflichtpraktikum bei der Firma pakusius events in Hamburg und Schleswig. Pakusius events ist eine Veranstaltungsfirma mit Sitz in Hamburg, die neben mehreren Weihnachtsmärkten seit 2018 auch das NORDEN – The Nordic Arts Festival in Schleswig veranstaltet. Das Festival findet jährlich an je drei Wochenenden im Spätsommer statt und zeichnet sich durch das genreübergreifende Kulturprogramm, eine nachhaltige und familienfreundliche Ausrichtung und die liebevolle Gestaltung des Festivalgeländes aus. Das Festival bietet Besucher*innen einen Querschnitt aus aktueller Popmusik, Straßentheater, Literatur, Film, DIY-Kursen und sportlichen Aktivitäten.

2021 fand das Festival vom 26.08.-12.09.2021 statt, weshalb sich das Veranstaltungsteam mit Beginn meines Praktikums Anfang August bereits in der besonders intensiven Vorbereitungsphase befand. Der Ablauf meines Praktikums kann grob in drei Phasen eingeteilt werden: Vorbereitungsphase vor Festivalbeginn, Durchführungsphase während des Festivals und Nachbereitungsphase nach Abschluss des Festivals. In jeder Phase war ich mit unterschiedlichen Aufgabenfeldern konfrontiert, generell übernahm ich die folgenden Tätigkeiten:
– Mitarbeit im PR-Team
– Pflege der Datenbank; Einpflegen von einzelnen Veranstaltungen, Text- und Bildmaterial
– Verfassung und Korrektur von Presse- und Veranstaltungstexten
– Betreuung der Social Media Kanäle
– Produktionsassistenz

Während der ersten zwei Wochen meines Praktikums hatte ich die Gelegenheit mich im Festivalbüro in Hamburg mit dem Team, den Abläufen und den verwendeten Computerprogrammen vertraut zu machen. Anfänglich beschäftigte ich mich insbesondere mit dem Anfertigen von Texten zwecks Presseaussendungen. Ich arbeitete im Administrationsbereich der Festivalwebsite, über das ich das Programm des Festivals erstellte oder ergänzte. Auch das Anfertigen von Newslettern und die Betreuung der Festival Social-Media Accounts gehörten von Anfang an zu meinen Aufgabenbereichen.

Eine Woche vor Beginn des Festivals intensivierte sich die Arbeit auf dem Festivalgelände. Das Festivalbüro zog damit von Hamburg nach Schleswig um und ich half vermehrt bei Aufbauarbeiten auf dem Festivalgelände mit. Gleichzeitig betreute ich weiterhin die Social-Media Accounts und fertige Texte für Presseaussendungen an. Wir erstellten einen Redaktionskalender für die Presseaussendungen und einen Contentplan für Social-Media. Unmittelbar vor, während und nach dem Festival versendeten wir etwa zehn Pressemitteilungen an verschiedenen Redaktionen in Schleswig-Holstein und Hamburg. Auf dem Festival war ich durch meine Aufgabenbereiche auch Teil des Media Teams und arbeitete eng mit Fotograf*innen und Filmemacher*innen zusammen. Zu meinen Aufgaben zählten während des Festivals außerdem die Zusendung der täglichen Festivalprogrammhighlights an die Schleswiger SHZ, die dort am jeweiligen Festivaltag in einem gesonderten Bereich der Zeitung abgedruckt wurden.

Während des Festivals war der Arbeitsaufwand sehr intensiv. Neben der Öffentlichkeits- und Pressearbeit übernahm ich auch weitere Aufgaben im Bereich Organisation, Gastronomie und Logistik. Mit Beendigung des Festivals begann die Nachbereitungsphase. Neben einer weiteren Pressemeldung und einem Newsletter, wertete ich unter anderem das umfangreiche Bildmaterial aus. Der Bereich der Pressearbeit war der wohl wichtigste Bestandteil meines Praktikums. Ich konnte einen Einblick in viele verschiedene Medienformate und Kommunikationsplattformen erlangen, über die das Festival und damit die Veranstaltung an die Öffentlichkeit tritt und Aufmerksamkeit generiert (Website, Newsletter, Social-Media, Presseaussendungen, Plakatwerbung und weitere) und diese auch im hohen Maße mitgestalten.

Durch den hohen Arbeitsaufwand, besonders während der Festivalzeit, habe ich in meinem zweimonatigen Praktikum 360 Arbeitsstunden erreicht und damit die Ansprüche für das große Pflichtpraktikum im Rahmen des KSM – Studiengangs erfüllt. Nach Beendigung meines Praktikums wurde ich bei der Firma pakusius events übernommen und bin dort seither als Werkstudentin im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt.

Praktikumsbericht Das Inselradio S.L.

von Nicolas N.

Das Inselradio Mallorca erfüllt seit mittlerweile 25 Jahren eine zentrale kulturelle Vermittlerrolle zwischen deutschen Touristen und mallorquinischen Einheimischen. Urlaubern bringt es die Baleareninsel kulturell näher, Mallorca-Fans in Deutschland fühlen sich in den eigenen vier Wänden durch das Radio auf die Insel versetzt. Für mein Empfinden gelingt das diesem Radiosender außergewöhnlich gut: auf der einen Seite für Deutsche im Urlaub ein Gefühl von Zuhausesein auf Mallorca zu erzeugen, und auf der anderen Seite für Mallorca-Fans in Deutschland das sommerliche Gefühl der Insel nach Hause zu transportieren. Ich selbst kenne das Inselradio schon von früher, weil wir in meiner Familie im Mallorca-Urlaub den Sender oft gehört haben. Auch wegen meines Studiums Kultur-Sprache-Medien war die Entscheidung für diesen Praktikumsplatz total naheliegend.

Ich hatte vorab relativ hohe Erwartungen an das Praktikum. Zum einen habe ich natürlich gehofft, die Insel bei meinem dreimonatigen Auslandsaufenthalt aus einem neuen Blickwinkel zu sehen – um aus der Innensicht heraus ein tieferes Verständnis als vorher von der mallorquinischen Lebensart zu bekommen. Zum anderen wollte ich, da ich schon relativ vertraut mit der Insel war, bei dem Radiosender meinen Teil beitragen und hatte die Hoffnung, in der täglichen redaktionellen Arbeit dem Inselradio eine echte Hilfe zu sein. Rückblickend haben sich diese Erwartungen für mich dann auch absolut erfüllt!

Ich kann nur sagen, dass ich selten in so kurzer Zeit so viel gelernt habe wie in diesem Praktikum. Nachdem ich am ersten Tag noch mit dem Kollegium und dem Programm des Inselradios vertraut gemacht wurde, übernahm ich ab dem zweiten Tag die Recherche von für Urlauber interessanten Events auf der Insel und das Schreiben dieser Freizeittipps für die Sendung des Inselradios. Bereits am dritten Tag kam mit der Einweisung in das Content Management System für die Webseite eine weitere Aufgabe hinzu. Die von mir recherchierten und geschriebenen Freizeittipps für die Sendung durfte ich ab sofort auch online-stellen, also mit allen Infos in den Veranstaltungskalender auf der Webseite einpflegen. Im späteren Verlauf des Praktikums habe ich die Freizeittipps dann sogar im Studio für die Sendung einsprechen dürfen – mehrmals war ich mit den Freizeittipps in der Sendung zu hören.

In den täglichen kurzen 12-Uhr-Besprechungen konnte ich mich regelmäßig einbringen mit allerlei Beobachtungen, die mir als Neuankömmling in der Hauptstadt Palma aufgefallen sind. Und über den gesamten Zeitraum des Praktikums kamen stetig neue spannende Aufgaben hinzu.

Schon in der etwa dritten Woche meines Praktikums habe ich die Arbeit an einem ersten eigenen redaktionellen Beitrag aufgenommen. Ich durfte einen der Beiträge im Rahmen des Themas der Woche für die Sendung selbst komplett produzieren – das heißt schreiben, im Studio einsprechen und nach kurzer Anleitung auch selbst fertig schneiden und mit Musikbetten unterlegen. Dazu habe ich selbstständig zu dem mir vorgegebenen Thema recherchiert und meinen Beitrag fertiggestellt. Im Laufe meines Praktikums durfte ich mehrere dieser Wochenbeiträge erstellen, die dann jeweils dreimal im Lauf einer Woche in der Sendung liefen.

Außerdem durfte ich bei mehreren Gelegenheiten mit einer zweiten Praktikantin mit einem Aufnahmegerät in die Stadt gehen, um Umfragen durchzuführen. Dazu haben wir Passanten angesprochen und interviewt. Die Töne, die wir bei dieser Umfrage für die Sendung gesammelt haben, habe ich dann auch selbst am Computer geschnitten.

Und nicht zuletzt durfte ich an dem Social Media Auftritt des Inselradios bei Instagram mitwirken. So habe ich im Laufe des Praktikums mehrere Instagram-Storys zu teilweise vorgegebenen, teilweise selbst gewählten Themen für den Sender erstellt und bei Instagram gepostet.

Auch über meine Aufgaben in der Arbeit beim Inselradio Mallorca und meinen Lernfortschritt hinaus habe ich im Praktikum dort viel erlebt. Vor allem habe ich schon relativ zu Beginn des Praktikums das Mega-Event der vom Inselradio im Golfclub Alcanada ausgerichteten 28. Golftrophy erleben dürfen. Zahlreiche Amateurgolfer strömten auf den luxuriösen Golfplatz, um sich im Rahmen eines großen Gewinnspiels des Inselradios an einem Hole-in-one zu versuchen und anschließend bei einem ausgefallenen Menü und Livemusik die Feierlichkeiten und abschließende Preisverleihung der Golftrophy zu genießen. Neben meinen Aufgaben bei Aufbau und Vorbereitung, dem Verteilen von Präsentkörben an die Teilnehmer und der Repräsentation des Inselradios auf dem Platz war dieses Event ein einzigartiges Erlebnis für mich.

Nicht zuletzt auch an der kleinen Betriebsfeier zum 25. Geburtstag des Inselradios mit dem ganzen Kollegium durfte ich teilnehmen.

Abschließend möchte ich allen interessierten Studierenden dieses Praktikum ausdrücklich ans Herz legen! Es war eine wirklich fantastische Zeit in der schönen Stadt Palma, beim Inselradio Mallorca. Ich denke, gerade wenn man sich fürs Radio interessiert gibt es nur wenige Praktikumsplätze, wo man sich mehr einbringen kann!

Praktikumsbericht Partners in Mobility

von Sieke D.

Ich habe eines meiner Praktika im Rahmen eines Nebenjobs als Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Partners in Mobility“ an der EUF gemacht. Das Projekt befasst sich mit der Internationalisierung des Lehramtsstudiums an der EUF und wird vom BMBF und dem DAAD gefördert. Eines der Projektziele ist es zu erkennen, welche Hindernisse Studierende im Lehramt davon abhalten im Rahmen ihres Studiums Auslandserfahrungen zu sammeln und diese Hindernisse zu verringern. Das Besondere an dem Projekt ist, dass die Maßnahmen, die zur Internationalisierung ergriffen werden sollen in direkter Zusammenarbeit mit den Studierenden entstehen sollen, sodass ganz gezielt auf die Bedürfnisse der Studierenden eingegangen werden kann. Neben dem klassischen Auslandssemester sollen auch kurzzeitige Auslandserfahrungen wie Summer Schools oder gemeinsame Seminare mit Partneruniversitäten gefördert werden, um möglichst vielen Studierenden die Möglichkeit zu bieten internationale Erfahrungen zu sammeln, ohne dass der Schritt eines Auslandssemesters gegangen werden muss.

Meine Aufgaben als Wissenschaftliche Hilfskraft lagen vor allem im Bereich des Eventmanagements. Gemeinsam mit einer anderen Hilfskraft war ich dafür verantwortlich Veranstaltungen unterschiedlichster Art zu planen und durchzuführen. Eine besondere Herausforderung haben da die Semester der Online-Lehre gebildet, da wir uns zunächst einmal damit beschäftigen mussten, welche Formate als Events überhaupt noch möglich sind und von den Studierenden angenommen werden.

Da wir ganz unterschiedliche Veranstaltungsformate und Teilprojekte innerhalb des Projektes haben, gab es während meiner Zeit bei „Partners in Mobility“ keine Woche, die gleich aussah. Eine meiner regelmäßigen Aufgaben bestand darin den Newsletter des Projektes zu verfassen und zu versenden. Außerdem war ich grundsätzlich für den Mailverkehr unseres Projektes zuständig. Das bedeutet z. B. auch Werbemails für Veranstaltungen an die Studierenden zu formulieren und zu versenden. Wiederkehrender Teil des Eventmanagements war, dass wir vor Beginn eines neuen Semesters einen Veranstaltungsplan entwerfen und nach und nach in die Tat umsetzen mussten. Zu Beginn des Herbstsemesters kommen außerdem jede Menge Veranstaltungen in der Einführungswoche für die neuen Studierenden hinzu. In diesem Jahr haben wir beispielsweise Internationale Campusspaziergänge für die Studierenden organisiert, bei denen sie nicht nur den Campus kennenlernen sondern auch direkt etwas über mögliche Auslandsaufenthalte erfahren konnten. Dabei hatten die Studierenden z. B. die Möglichkeit über eine kurze Liveschaltung zu unseren Stipendiantinnen nach Finnland und Ungarn mit Studentinnen zu sprechen, die vor wenigen Wochen ins Auslandssemester aufgebrochen sind. Neben diesen vielfältigen Aufgaben im Bereich des Eventmanagements gehörten aber auch die Bearbeitung von Bewerbungen für Mobilitätspauschalen oder das Schreiben von Protokollen in Meetings mit der Projektgruppe oder den Partneruniversitäten zu meinen Aufgaben.

Als ich bei „Partners in Mobility“ angefangen habe, war ich zunächst etwas überwältigt von den Freiräumen, die mir als Wissenschaftliche Hilfskraft gegeben wurden, um meine ganz persönlichen Ideen vorstellen und umsetzen zu können. Mit der Zeit habe ich sehr zu schätzen gelernt, wieviel Erfahrungen ich durch dieses Vertrauen und die Verantwortung, die mir übergeben wurde, sammeln konnte. Obwohl ich auch schon vor diesem Nebenjob Erfahrungen im Bereich des Eventmanagements hatte, konnte ich bei „Partners in Mobility“ noch einiges darüber lernen, was es bedeutet für Veranstaltungen oder Teilprojekte alleine verantwortlich zu sein und dementsprechend auch den Überblick über alle anfallenden Aufgaben und Fristen haben zu müssen. Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit hatte mein Inlandspraktikum mit einem Nebenjob an der Uni zu verbinden und so nicht nur viel über Projektplanung und Eventmanagement lernen konnten, sondern Abläufe im universitären Alltag kennenlernen konnte.

Praktikumsbericht Reykjavik International Film Festival

von Patrick A.

Ich habe die Monate Juli, August, September und Oktober damit verbracht, in Island beim Reykjavik Internationalen Film Festival mitzuarbeiten. RIFF ist ein Filmfestival das junge Filmtalente unterstützen möchte, weshalb in der wichtigsten Filmkategorie nur die ersten oder den zweiten Film von Filmemachern erlaubt sind.

In den 14 Wochen wo ich Praktikant war hatte ich eine Reihe von verschiedenen Aufgaben zu bewältigen. Offiziell war mein Titel „Redakteur Assistent“ aber meine Aufgaben spannten sich viel weiter aus. Ich war für alles Textbasierte verantwortlich. Alles von Texten korrigieren, zu übersetzen, zu reduzieren und zu schreiben. Da ich viele verschiedene Aufgaben hatte, will ich mich hier auf die wichtigsten konzentrieren:

Mir wurde aufgetragen die Webseiten anderer Filmfestivals zu analysieren und Vorschläge hervorzubringen, wie die Webseite RIFFs verbessert werden könnte. Ehrlich gesagt habe ich mich geehrt gefühlt diese Aufgabe zu erhalten, da Webpagedesign nicht mein Studienfeld ist und es bezüglich dessen auch qualifiziertere Praktikanten gab. Meine Vorschläge wurden ernst genommen, sowohl von dem Webpageverantwortlichen Praktikanten, als auch von der Leitung.

Meine größte Arbeit fand am Anfang statt, wo ich bei der Ausarbeitung eines Antrages für einen EU-Fond mithalf. Hierbei konnte ich viel Wissen anwenden, welches ich in Verbindung mit der Ausarbeitung von Hausarbeiten, angeeignet hatte. Das Einsammeln von Informationen, korrektes Schreiben und genaues Lesen von den Kriterien. Darüber hinaus arbeitete ich auch an einen anderen Antrag für eine Zusammenarbeit mit einem anderen Filmfestival.

Was die Broschüre für das Festival angeht, war es meine Aufgabe die Resümees der Filme zu kürzen, sodass jeder Film ungefähr gleichviel Text hatte. Ich musste die Seitenanzahl für Fehler überprüfen und die Filme eine Alterseinstufung geben. Dies fand ich besonders interessant, da die meisten Filme keine Alterseinstufung hatten und ich deshalb, ohne die Filme zu sehen, angemessene Alterseinstufungen vergeben musste.

Andere größere Aufgaben waren das Planen, Aufsetzten und Durchführen von zwei Events: Dem Pub Quiz und dem Karaoke Abend. Für den Pub Quiz war ich dafür verantwortlich ein Quiz zu erstellen, der über Filme handelte, sowie die Show zu leiten. Zwar war ich was das Hosting angeht nicht alleine, habe aber 95 % dessen übernommen, wo meine Obergesetzte nur wegen extra Infos sich von Zeit zu Zeit meldete. Die Fragen zu stellen, den Quiz zu leiten und mit den Teilnehmern zu interagieren waren alles meine Aufgaben. Bezüglich des Karaoke war es meine Aufgabe die Sachen abzuholen, sie im Motel aufzusetzen und mit dem Personal alles abzuklären. Und natürlich das Event zu hosten und Stimmung aufzubauen. Muss schon sagen, es hat mir echt viel Spaß gemacht

Während des Festivals hatte ich andere Titel: Putzfrau, Hausmeister und Chauffeur für die Stars. Was das Letztere betrifft hätte auch Chauffeur gereicht, aber so hört es sich um einiges besser an. Meine Hauptaufgaben während des Festivals waren von einem physischen Character. Das Büro ordentlich sauber zu machen, für vorbeikommende Gäste und wichtige Personen, sowohl als auch die Autos auf einen tiptop Stand zu bringen. Hausmeistertätigkeiten bestanden aus dem Transportieren, Abholen und Schleppen von schweren Dingen. Stühle, Kisten, Tische usw. Bevor jetzt jemand sagt: „Manno Meter. Was ist denn das für ein Ding?“ Naja, ehrlich gesagt hatte ich mir das auch so nicht vorgestellt. Aber es waren trotzdem wichtige Aufgaben die erledigt werden mussten. Ich war wie die Säulen, die Venedig vorm versenken schützen: Wichtig, hielt alles über Wasser, während ich von Dreck und Schlamm umgeben war. Das Fahren der Gäste war schon ziemlich interessant, weil ich auch dänischesprechende Gäste hatte, die durch meine Kommunikation mit ihnen entspannter waren und es sehr genossen auf ihrer Muttersprache zu kommunizieren. Und hey, ich kann jetzt sagen ich hätte die Sängerin von Blondie gefahren, wer kann das schon von sich behaupten?

Eine andere wichtige Aufgabe die mir während des Festivals aufgetragen wurde, war zu den Botschaften verschiedener Länder zu fahren und Dank auszurichten, für die Zusammenarbeit mit RIFF.

Übergeordnet würde ich nicht sagen, dass ich viel Neues gelernt habe, aber was ich gelernt habe ist mich selbst besser einzuschätzen. Ich habe lernen können welche Kompetenzen ich einem potenziellen Arbeitsgeber in Zukunft anbieten kann und dafür bin ich mehr als dankbar. Darüber hinaus habe ich Erfahrungen machen können wie ein Filmfestival geplant und durchgeführt wird.

Praktikumsbericht ProRef an der EUF

von Jana R.

Ich habe mein Praktikum in Form eines Nebenjobs als studentische Hilfskraft beim ProRef („Programm zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten“) an der Europa-Universität Flensburg absolviert. Das Programm wird auf der Website der EUF beschrieben: Mit ihm „unterstützt die Europa-Universität Flensburg studieninteressierte Geflüchtete beim Einstieg in ein Studium. Durch Sprach- und Schlüsselkompetenzkurse sowie Studien-, Karriere- und Sozialberatung erleichtert die EUF die Integration in das deutsche Hochschulsystem, den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft.“

Konkret besteht das Programm aus drei Gruppen, von denen zwei Gruppen Deutsch auf unterschiedlichen Niveaus und eine Gruppe Englisch lernt. Die Gruppen werden täglich von mehreren Lehrkräften unterrichtet. Meine Aufgabe als studentische Hilfskraft ist die Unterstützung des Unterrichts durch Korrekturen, die Besprechung von Hausaufgaben und Tests mit den Teilnehmenden des Programms sowie die Pflege von Anwesenheitstabellen und das Erstellen von Teilnahmebescheinigungen. Ich bin für zehn Stunden in der Woche angestellt und kann mir meine Arbeitszeit dabei ziemlich frei einteilen.

Was mir besonders an der Arbeit gefällt ist, Teilnehmende dabei zu unterstützen, wie sie eine Sprache auf einem ziemlich hohen Niveau lernen und sich immer weiter verbessern. Durch die oft hohe Motivation der Teilnehmenden macht die Arbeit sehr viel Spaß. Durch regelmäßige Besprechungen mit den Teilnehmenden (die wir in diesem Zeitraum ausschließlich online gemacht haben) hatte ich regelmäßig Kontakt zu den Teilnehmenden und konnte ihnen in 1-zu-1 Gesprächen Tipps zu ihren geschriebenen Texten geben und Fragen beantworteten. Mir wurde von den Teilnehmenden oft eine große Dankbarkeit für meine Arbeit gezeigt, was mich immer sehr gefreut und motiviert hat. Ich bin froh, dass ich meine Stärken im Bezug auf Rechtschreib- und Grammatik anwenden kann, um anderen damit zu helfen. Gleichzeitig fand ich den Einblick in die Arbeit des Programms super interessant und habe auch viel über das Konzept dieser Art von Studienvorbereitung und über die Arbeit mit Excel gelernt.

Praktikumsbericht Regiocast GmbH & Co. KG

von Sally P.

Die Regiocast GmbH & Co. KG gehört zu Deutschlands führenden Radiounternehmen mit Beteiligungen an verschiedenen Radiosendern, Hörfunkvermarktern und anderen Dienstleistungsunternehmen aus dem Medienbereich. Zu der Niederlassung in Kiel gehören die Radiosender R.SH, delta radio und Radio BOB!, sowie die R.SH-hilft-helfen-Stiftung und
das Medienunternehmen Mach3.

Mein Praktikum habe ich bei der Pressesprecherin der Regiocast absolviert, da diese aber auch sehr eng mit der Live- und Unternehmenskommunikation sowie dem Marketing und den Redaktionen der einzelnen Sender zusammenarbeitet, umfasste mein Arbeitsbereich auch Aufgaben dieser Abteilungen.

Zu meinem alltäglichen Aufgabenbereich gehörten zum Beispiel das tägliche Presseclipping, das Verfassen von Intranetmeldungen, die Erstellung von Pressemeldungen und digitalen Fotos sowie die Pflege der Mediadatenbank. Besonderes viel Spaß hatte ich bei der Vorbereitung verschiedener Events sowie der Betreuung der Journalist:innen und Radiomoderator:innen vor Ort. Außerdem konnte ich bei diversen Veranstaltungen (z.B. Kieler Woche, Wacken-Open Air, Hurricane und Deichbrand-Festival, R.SH Pop am Strand
usw.) einen sehr tiefgreifenden und detaillierten Blick hinter die Kulissen der großen Bühnen und Infrastruktur solcher Veranstaltungen werfen und Mitarbeitende sowie Künstler:innen vor Ort betreuen. Diese Erlebnisse waren einzigartig und für mich eine großartige Möglichkeit, die typischen Abläufe der Pressestelle eines Medienunternehmens kennenzulernen. Besonders der häufige und enge Kontakt zu bekannten Menschen aus Musik, Sport und Politik war sehr aufregend und gleichzeitig fordernd und persönlichkeitsbildend. Neben solchen Aufgaben bei verschiedenen Veranstaltungen, bei denen die Radiosender der Regiocast meist als Medienpartner fungierten, habe ich aber auch bei diversen Programmaktionen viele Kontakte geknüpft und vor allem das Bundesland Schleswig-Holstein nochmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen dürfen. Ein Beispiel hierfür sei die „R.SH-Eisattacke“. Im Rahmen dieser Programmaktion des Radiosenders R.SH hatten Unternehmen und Hörer:innen aus Schleswig-Holstein, die Möglichkeit, sich auf den Besuch des eigens gebrandeten R.SH-Eismobils an ihrem Arbeitsplatz zu bewerben. Diese täglichen Besuche an verschiedenen Orten in ganz Schleswig-Holstein habe ich mehrere Male begleitet und die Organisation sowie Kommunikation vor Ort eigenständig koordiniert.

Insgesamt hat mich das Praktikum bei der Regiocast sehr begeistert und meinen Berufswunsch für die Zukunft, in der Pressestelle eines Unternehmens oder einer kulturellen Einrichtung zu arbeiten, stark geprägt. Ich habe mich in dem Team sofort gut aufgenommen und respektiert gefühlt und habe schon nach kurzer Zeit oft das Vertrauen bekommen, Dinge eigenverantwortlich zu organisieren und umzusetzen. Zwar waren die Arbeitszeiten meist sehr lang, bzw. in den Abendstunden und am Wochenende, aber diese Tatsache hat man von Beginn an mit mir kommuniziert und mir jederzeit die Möglichkeit gegeben, Überstunden durch Freizeitausgleich „abzubummeln“. Ich wurde von allen Mitarbeitenden stets sehr herzlich behandelt, habe im Unternehmen neue Freund:innen gefunden und auch nach dem Praktikum noch einige Male für die Regiocast gearbeitet.

Zudem war das Abschlussgespräch mit dem Leiter der Unternehmenskommunikation sehr perspektivbildendend für meine universitären und beruflichen Zukunftspläne, sodass ich behaupten kann, durch das Praktikum bei der Regiocast meinen Studiengang KSM mit einem besser definiertem Fokus wahrgenommen zu haben. Des Weiteren ist mir durch verschiedene Bewerbungsgespräche früh bewusst geworden, dass die Medienbranche genau solche eine frühe Orientierung fordert und es wichtig ist, sich auch während des Studiums schon um Nebenjobs und Praktika zu bemühen, die auf den gewünschten Arbeitsbereich zielen bzw. mit diesem verwandt sind.