Praktikumsbericht NORDEN Festival

von Hannah H.

Im Rahmen des Masterstudiengangs Kultur – Sprache – Medien an der Europauniversität Flensburg absolvierte ich vom 02.08.2021 – 30.09.2021 mein Pflichtpraktikum bei der Firma pakusius events in Hamburg und Schleswig. Pakusius events ist eine Veranstaltungsfirma mit Sitz in Hamburg, die neben mehreren Weihnachtsmärkten seit 2018 auch das NORDEN – The Nordic Arts Festival in Schleswig veranstaltet. Das Festival findet jährlich an je drei Wochenenden im Spätsommer statt und zeichnet sich durch das genreübergreifende Kulturprogramm, eine nachhaltige und familienfreundliche Ausrichtung und die liebevolle Gestaltung des Festivalgeländes aus. Das Festival bietet Besucher*innen einen Querschnitt aus aktueller Popmusik, Straßentheater, Literatur, Film, DIY-Kursen und sportlichen Aktivitäten.

2021 fand das Festival vom 26.08.-12.09.2021 statt, weshalb sich das Veranstaltungsteam mit Beginn meines Praktikums Anfang August bereits in der besonders intensiven Vorbereitungsphase befand. Der Ablauf meines Praktikums kann grob in drei Phasen eingeteilt werden: Vorbereitungsphase vor Festivalbeginn, Durchführungsphase während des Festivals und Nachbereitungsphase nach Abschluss des Festivals. In jeder Phase war ich mit unterschiedlichen Aufgabenfeldern konfrontiert, generell übernahm ich die folgenden Tätigkeiten:
– Mitarbeit im PR-Team
– Pflege der Datenbank; Einpflegen von einzelnen Veranstaltungen, Text- und Bildmaterial
– Verfassung und Korrektur von Presse- und Veranstaltungstexten
– Betreuung der Social Media Kanäle
– Produktionsassistenz

Während der ersten zwei Wochen meines Praktikums hatte ich die Gelegenheit mich im Festivalbüro in Hamburg mit dem Team, den Abläufen und den verwendeten Computerprogrammen vertraut zu machen. Anfänglich beschäftigte ich mich insbesondere mit dem Anfertigen von Texten zwecks Presseaussendungen. Ich arbeitete im Administrationsbereich der Festivalwebsite, über das ich das Programm des Festivals erstellte oder ergänzte. Auch das Anfertigen von Newslettern und die Betreuung der Festival Social-Media Accounts gehörten von Anfang an zu meinen Aufgabenbereichen.

Eine Woche vor Beginn des Festivals intensivierte sich die Arbeit auf dem Festivalgelände. Das Festivalbüro zog damit von Hamburg nach Schleswig um und ich half vermehrt bei Aufbauarbeiten auf dem Festivalgelände mit. Gleichzeitig betreute ich weiterhin die Social-Media Accounts und fertige Texte für Presseaussendungen an. Wir erstellten einen Redaktionskalender für die Presseaussendungen und einen Contentplan für Social-Media. Unmittelbar vor, während und nach dem Festival versendeten wir etwa zehn Pressemitteilungen an verschiedenen Redaktionen in Schleswig-Holstein und Hamburg. Auf dem Festival war ich durch meine Aufgabenbereiche auch Teil des Media Teams und arbeitete eng mit Fotograf*innen und Filmemacher*innen zusammen. Zu meinen Aufgaben zählten während des Festivals außerdem die Zusendung der täglichen Festivalprogrammhighlights an die Schleswiger SHZ, die dort am jeweiligen Festivaltag in einem gesonderten Bereich der Zeitung abgedruckt wurden.

Während des Festivals war der Arbeitsaufwand sehr intensiv. Neben der Öffentlichkeits- und Pressearbeit übernahm ich auch weitere Aufgaben im Bereich Organisation, Gastronomie und Logistik. Mit Beendigung des Festivals begann die Nachbereitungsphase. Neben einer weiteren Pressemeldung und einem Newsletter, wertete ich unter anderem das umfangreiche Bildmaterial aus. Der Bereich der Pressearbeit war der wohl wichtigste Bestandteil meines Praktikums. Ich konnte einen Einblick in viele verschiedene Medienformate und Kommunikationsplattformen erlangen, über die das Festival und damit die Veranstaltung an die Öffentlichkeit tritt und Aufmerksamkeit generiert (Website, Newsletter, Social-Media, Presseaussendungen, Plakatwerbung und weitere) und diese auch im hohen Maße mitgestalten.

Durch den hohen Arbeitsaufwand, besonders während der Festivalzeit, habe ich in meinem zweimonatigen Praktikum 360 Arbeitsstunden erreicht und damit die Ansprüche für das große Pflichtpraktikum im Rahmen des KSM – Studiengangs erfüllt. Nach Beendigung meines Praktikums wurde ich bei der Firma pakusius events übernommen und bin dort seither als Werkstudentin im Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt.

Praktikumsbericht Das Inselradio S.L.

von Nicolas N.

Das Inselradio Mallorca erfüllt seit mittlerweile 25 Jahren eine zentrale kulturelle Vermittlerrolle zwischen deutschen Touristen und mallorquinischen Einheimischen. Urlaubern bringt es die Baleareninsel kulturell näher, Mallorca-Fans in Deutschland fühlen sich in den eigenen vier Wänden durch das Radio auf die Insel versetzt. Für mein Empfinden gelingt das diesem Radiosender außergewöhnlich gut: auf der einen Seite für Deutsche im Urlaub ein Gefühl von Zuhausesein auf Mallorca zu erzeugen, und auf der anderen Seite für Mallorca-Fans in Deutschland das sommerliche Gefühl der Insel nach Hause zu transportieren. Ich selbst kenne das Inselradio schon von früher, weil wir in meiner Familie im Mallorca-Urlaub den Sender oft gehört haben. Auch wegen meines Studiums Kultur-Sprache-Medien war die Entscheidung für diesen Praktikumsplatz total naheliegend.

Ich hatte vorab relativ hohe Erwartungen an das Praktikum. Zum einen habe ich natürlich gehofft, die Insel bei meinem dreimonatigen Auslandsaufenthalt aus einem neuen Blickwinkel zu sehen – um aus der Innensicht heraus ein tieferes Verständnis als vorher von der mallorquinischen Lebensart zu bekommen. Zum anderen wollte ich, da ich schon relativ vertraut mit der Insel war, bei dem Radiosender meinen Teil beitragen und hatte die Hoffnung, in der täglichen redaktionellen Arbeit dem Inselradio eine echte Hilfe zu sein. Rückblickend haben sich diese Erwartungen für mich dann auch absolut erfüllt!

Ich kann nur sagen, dass ich selten in so kurzer Zeit so viel gelernt habe wie in diesem Praktikum. Nachdem ich am ersten Tag noch mit dem Kollegium und dem Programm des Inselradios vertraut gemacht wurde, übernahm ich ab dem zweiten Tag die Recherche von für Urlauber interessanten Events auf der Insel und das Schreiben dieser Freizeittipps für die Sendung des Inselradios. Bereits am dritten Tag kam mit der Einweisung in das Content Management System für die Webseite eine weitere Aufgabe hinzu. Die von mir recherchierten und geschriebenen Freizeittipps für die Sendung durfte ich ab sofort auch online-stellen, also mit allen Infos in den Veranstaltungskalender auf der Webseite einpflegen. Im späteren Verlauf des Praktikums habe ich die Freizeittipps dann sogar im Studio für die Sendung einsprechen dürfen – mehrmals war ich mit den Freizeittipps in der Sendung zu hören.

In den täglichen kurzen 12-Uhr-Besprechungen konnte ich mich regelmäßig einbringen mit allerlei Beobachtungen, die mir als Neuankömmling in der Hauptstadt Palma aufgefallen sind. Und über den gesamten Zeitraum des Praktikums kamen stetig neue spannende Aufgaben hinzu.

Schon in der etwa dritten Woche meines Praktikums habe ich die Arbeit an einem ersten eigenen redaktionellen Beitrag aufgenommen. Ich durfte einen der Beiträge im Rahmen des Themas der Woche für die Sendung selbst komplett produzieren – das heißt schreiben, im Studio einsprechen und nach kurzer Anleitung auch selbst fertig schneiden und mit Musikbetten unterlegen. Dazu habe ich selbstständig zu dem mir vorgegebenen Thema recherchiert und meinen Beitrag fertiggestellt. Im Laufe meines Praktikums durfte ich mehrere dieser Wochenbeiträge erstellen, die dann jeweils dreimal im Lauf einer Woche in der Sendung liefen.

Außerdem durfte ich bei mehreren Gelegenheiten mit einer zweiten Praktikantin mit einem Aufnahmegerät in die Stadt gehen, um Umfragen durchzuführen. Dazu haben wir Passanten angesprochen und interviewt. Die Töne, die wir bei dieser Umfrage für die Sendung gesammelt haben, habe ich dann auch selbst am Computer geschnitten.

Und nicht zuletzt durfte ich an dem Social Media Auftritt des Inselradios bei Instagram mitwirken. So habe ich im Laufe des Praktikums mehrere Instagram-Storys zu teilweise vorgegebenen, teilweise selbst gewählten Themen für den Sender erstellt und bei Instagram gepostet.

Auch über meine Aufgaben in der Arbeit beim Inselradio Mallorca und meinen Lernfortschritt hinaus habe ich im Praktikum dort viel erlebt. Vor allem habe ich schon relativ zu Beginn des Praktikums das Mega-Event der vom Inselradio im Golfclub Alcanada ausgerichteten 28. Golftrophy erleben dürfen. Zahlreiche Amateurgolfer strömten auf den luxuriösen Golfplatz, um sich im Rahmen eines großen Gewinnspiels des Inselradios an einem Hole-in-one zu versuchen und anschließend bei einem ausgefallenen Menü und Livemusik die Feierlichkeiten und abschließende Preisverleihung der Golftrophy zu genießen. Neben meinen Aufgaben bei Aufbau und Vorbereitung, dem Verteilen von Präsentkörben an die Teilnehmer und der Repräsentation des Inselradios auf dem Platz war dieses Event ein einzigartiges Erlebnis für mich.

Nicht zuletzt auch an der kleinen Betriebsfeier zum 25. Geburtstag des Inselradios mit dem ganzen Kollegium durfte ich teilnehmen.

Abschließend möchte ich allen interessierten Studierenden dieses Praktikum ausdrücklich ans Herz legen! Es war eine wirklich fantastische Zeit in der schönen Stadt Palma, beim Inselradio Mallorca. Ich denke, gerade wenn man sich fürs Radio interessiert gibt es nur wenige Praktikumsplätze, wo man sich mehr einbringen kann!

Praktikumsbericht Partners in Mobility

von Sieke D.

Ich habe eines meiner Praktika im Rahmen eines Nebenjobs als Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Partners in Mobility“ an der EUF gemacht. Das Projekt befasst sich mit der Internationalisierung des Lehramtsstudiums an der EUF und wird vom BMBF und dem DAAD gefördert. Eines der Projektziele ist es zu erkennen, welche Hindernisse Studierende im Lehramt davon abhalten im Rahmen ihres Studiums Auslandserfahrungen zu sammeln und diese Hindernisse zu verringern. Das Besondere an dem Projekt ist, dass die Maßnahmen, die zur Internationalisierung ergriffen werden sollen in direkter Zusammenarbeit mit den Studierenden entstehen sollen, sodass ganz gezielt auf die Bedürfnisse der Studierenden eingegangen werden kann. Neben dem klassischen Auslandssemester sollen auch kurzzeitige Auslandserfahrungen wie Summer Schools oder gemeinsame Seminare mit Partneruniversitäten gefördert werden, um möglichst vielen Studierenden die Möglichkeit zu bieten internationale Erfahrungen zu sammeln, ohne dass der Schritt eines Auslandssemesters gegangen werden muss.

Meine Aufgaben als Wissenschaftliche Hilfskraft lagen vor allem im Bereich des Eventmanagements. Gemeinsam mit einer anderen Hilfskraft war ich dafür verantwortlich Veranstaltungen unterschiedlichster Art zu planen und durchzuführen. Eine besondere Herausforderung haben da die Semester der Online-Lehre gebildet, da wir uns zunächst einmal damit beschäftigen mussten, welche Formate als Events überhaupt noch möglich sind und von den Studierenden angenommen werden.

Da wir ganz unterschiedliche Veranstaltungsformate und Teilprojekte innerhalb des Projektes haben, gab es während meiner Zeit bei „Partners in Mobility“ keine Woche, die gleich aussah. Eine meiner regelmäßigen Aufgaben bestand darin den Newsletter des Projektes zu verfassen und zu versenden. Außerdem war ich grundsätzlich für den Mailverkehr unseres Projektes zuständig. Das bedeutet z. B. auch Werbemails für Veranstaltungen an die Studierenden zu formulieren und zu versenden. Wiederkehrender Teil des Eventmanagements war, dass wir vor Beginn eines neuen Semesters einen Veranstaltungsplan entwerfen und nach und nach in die Tat umsetzen mussten. Zu Beginn des Herbstsemesters kommen außerdem jede Menge Veranstaltungen in der Einführungswoche für die neuen Studierenden hinzu. In diesem Jahr haben wir beispielsweise Internationale Campusspaziergänge für die Studierenden organisiert, bei denen sie nicht nur den Campus kennenlernen sondern auch direkt etwas über mögliche Auslandsaufenthalte erfahren konnten. Dabei hatten die Studierenden z. B. die Möglichkeit über eine kurze Liveschaltung zu unseren Stipendiantinnen nach Finnland und Ungarn mit Studentinnen zu sprechen, die vor wenigen Wochen ins Auslandssemester aufgebrochen sind. Neben diesen vielfältigen Aufgaben im Bereich des Eventmanagements gehörten aber auch die Bearbeitung von Bewerbungen für Mobilitätspauschalen oder das Schreiben von Protokollen in Meetings mit der Projektgruppe oder den Partneruniversitäten zu meinen Aufgaben.

Als ich bei „Partners in Mobility“ angefangen habe, war ich zunächst etwas überwältigt von den Freiräumen, die mir als Wissenschaftliche Hilfskraft gegeben wurden, um meine ganz persönlichen Ideen vorstellen und umsetzen zu können. Mit der Zeit habe ich sehr zu schätzen gelernt, wieviel Erfahrungen ich durch dieses Vertrauen und die Verantwortung, die mir übergeben wurde, sammeln konnte. Obwohl ich auch schon vor diesem Nebenjob Erfahrungen im Bereich des Eventmanagements hatte, konnte ich bei „Partners in Mobility“ noch einiges darüber lernen, was es bedeutet für Veranstaltungen oder Teilprojekte alleine verantwortlich zu sein und dementsprechend auch den Überblick über alle anfallenden Aufgaben und Fristen haben zu müssen. Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit hatte mein Inlandspraktikum mit einem Nebenjob an der Uni zu verbinden und so nicht nur viel über Projektplanung und Eventmanagement lernen konnten, sondern Abläufe im universitären Alltag kennenlernen konnte.

Praktikumsbericht Reykjavik International Film Festival

von Patrick A.

Ich habe die Monate Juli, August, September und Oktober damit verbracht, in Island beim Reykjavik Internationalen Film Festival mitzuarbeiten. RIFF ist ein Filmfestival das junge Filmtalente unterstützen möchte, weshalb in der wichtigsten Filmkategorie nur die ersten oder den zweiten Film von Filmemachern erlaubt sind.

In den 14 Wochen wo ich Praktikant war hatte ich eine Reihe von verschiedenen Aufgaben zu bewältigen. Offiziell war mein Titel „Redakteur Assistent“ aber meine Aufgaben spannten sich viel weiter aus. Ich war für alles Textbasierte verantwortlich. Alles von Texten korrigieren, zu übersetzen, zu reduzieren und zu schreiben. Da ich viele verschiedene Aufgaben hatte, will ich mich hier auf die wichtigsten konzentrieren:

Mir wurde aufgetragen die Webseiten anderer Filmfestivals zu analysieren und Vorschläge hervorzubringen, wie die Webseite RIFFs verbessert werden könnte. Ehrlich gesagt habe ich mich geehrt gefühlt diese Aufgabe zu erhalten, da Webpagedesign nicht mein Studienfeld ist und es bezüglich dessen auch qualifiziertere Praktikanten gab. Meine Vorschläge wurden ernst genommen, sowohl von dem Webpageverantwortlichen Praktikanten, als auch von der Leitung.

Meine größte Arbeit fand am Anfang statt, wo ich bei der Ausarbeitung eines Antrages für einen EU-Fond mithalf. Hierbei konnte ich viel Wissen anwenden, welches ich in Verbindung mit der Ausarbeitung von Hausarbeiten, angeeignet hatte. Das Einsammeln von Informationen, korrektes Schreiben und genaues Lesen von den Kriterien. Darüber hinaus arbeitete ich auch an einen anderen Antrag für eine Zusammenarbeit mit einem anderen Filmfestival.

Was die Broschüre für das Festival angeht, war es meine Aufgabe die Resümees der Filme zu kürzen, sodass jeder Film ungefähr gleichviel Text hatte. Ich musste die Seitenanzahl für Fehler überprüfen und die Filme eine Alterseinstufung geben. Dies fand ich besonders interessant, da die meisten Filme keine Alterseinstufung hatten und ich deshalb, ohne die Filme zu sehen, angemessene Alterseinstufungen vergeben musste.

Andere größere Aufgaben waren das Planen, Aufsetzten und Durchführen von zwei Events: Dem Pub Quiz und dem Karaoke Abend. Für den Pub Quiz war ich dafür verantwortlich ein Quiz zu erstellen, der über Filme handelte, sowie die Show zu leiten. Zwar war ich was das Hosting angeht nicht alleine, habe aber 95 % dessen übernommen, wo meine Obergesetzte nur wegen extra Infos sich von Zeit zu Zeit meldete. Die Fragen zu stellen, den Quiz zu leiten und mit den Teilnehmern zu interagieren waren alles meine Aufgaben. Bezüglich des Karaoke war es meine Aufgabe die Sachen abzuholen, sie im Motel aufzusetzen und mit dem Personal alles abzuklären. Und natürlich das Event zu hosten und Stimmung aufzubauen. Muss schon sagen, es hat mir echt viel Spaß gemacht

Während des Festivals hatte ich andere Titel: Putzfrau, Hausmeister und Chauffeur für die Stars. Was das Letztere betrifft hätte auch Chauffeur gereicht, aber so hört es sich um einiges besser an. Meine Hauptaufgaben während des Festivals waren von einem physischen Character. Das Büro ordentlich sauber zu machen, für vorbeikommende Gäste und wichtige Personen, sowohl als auch die Autos auf einen tiptop Stand zu bringen. Hausmeistertätigkeiten bestanden aus dem Transportieren, Abholen und Schleppen von schweren Dingen. Stühle, Kisten, Tische usw. Bevor jetzt jemand sagt: „Manno Meter. Was ist denn das für ein Ding?“ Naja, ehrlich gesagt hatte ich mir das auch so nicht vorgestellt. Aber es waren trotzdem wichtige Aufgaben die erledigt werden mussten. Ich war wie die Säulen, die Venedig vorm versenken schützen: Wichtig, hielt alles über Wasser, während ich von Dreck und Schlamm umgeben war. Das Fahren der Gäste war schon ziemlich interessant, weil ich auch dänischesprechende Gäste hatte, die durch meine Kommunikation mit ihnen entspannter waren und es sehr genossen auf ihrer Muttersprache zu kommunizieren. Und hey, ich kann jetzt sagen ich hätte die Sängerin von Blondie gefahren, wer kann das schon von sich behaupten?

Eine andere wichtige Aufgabe die mir während des Festivals aufgetragen wurde, war zu den Botschaften verschiedener Länder zu fahren und Dank auszurichten, für die Zusammenarbeit mit RIFF.

Übergeordnet würde ich nicht sagen, dass ich viel Neues gelernt habe, aber was ich gelernt habe ist mich selbst besser einzuschätzen. Ich habe lernen können welche Kompetenzen ich einem potenziellen Arbeitsgeber in Zukunft anbieten kann und dafür bin ich mehr als dankbar. Darüber hinaus habe ich Erfahrungen machen können wie ein Filmfestival geplant und durchgeführt wird.

Praktikumsbericht ProRef an der EUF

von Jana R.

Ich habe mein Praktikum in Form eines Nebenjobs als studentische Hilfskraft beim ProRef („Programm zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten“) an der Europa-Universität Flensburg absolviert. Das Programm wird auf der Website der EUF beschrieben: Mit ihm „unterstützt die Europa-Universität Flensburg studieninteressierte Geflüchtete beim Einstieg in ein Studium. Durch Sprach- und Schlüsselkompetenzkurse sowie Studien-, Karriere- und Sozialberatung erleichtert die EUF die Integration in das deutsche Hochschulsystem, den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft.“

Konkret besteht das Programm aus drei Gruppen, von denen zwei Gruppen Deutsch auf unterschiedlichen Niveaus und eine Gruppe Englisch lernt. Die Gruppen werden täglich von mehreren Lehrkräften unterrichtet. Meine Aufgabe als studentische Hilfskraft ist die Unterstützung des Unterrichts durch Korrekturen, die Besprechung von Hausaufgaben und Tests mit den Teilnehmenden des Programms sowie die Pflege von Anwesenheitstabellen und das Erstellen von Teilnahmebescheinigungen. Ich bin für zehn Stunden in der Woche angestellt und kann mir meine Arbeitszeit dabei ziemlich frei einteilen.

Was mir besonders an der Arbeit gefällt ist, Teilnehmende dabei zu unterstützen, wie sie eine Sprache auf einem ziemlich hohen Niveau lernen und sich immer weiter verbessern. Durch die oft hohe Motivation der Teilnehmenden macht die Arbeit sehr viel Spaß. Durch regelmäßige Besprechungen mit den Teilnehmenden (die wir in diesem Zeitraum ausschließlich online gemacht haben) hatte ich regelmäßig Kontakt zu den Teilnehmenden und konnte ihnen in 1-zu-1 Gesprächen Tipps zu ihren geschriebenen Texten geben und Fragen beantworteten. Mir wurde von den Teilnehmenden oft eine große Dankbarkeit für meine Arbeit gezeigt, was mich immer sehr gefreut und motiviert hat. Ich bin froh, dass ich meine Stärken im Bezug auf Rechtschreib- und Grammatik anwenden kann, um anderen damit zu helfen. Gleichzeitig fand ich den Einblick in die Arbeit des Programms super interessant und habe auch viel über das Konzept dieser Art von Studienvorbereitung und über die Arbeit mit Excel gelernt.

Praktikumsbericht Regiocast GmbH & Co. KG

von Sally P.

Die Regiocast GmbH & Co. KG gehört zu Deutschlands führenden Radiounternehmen mit Beteiligungen an verschiedenen Radiosendern, Hörfunkvermarktern und anderen Dienstleistungsunternehmen aus dem Medienbereich. Zu der Niederlassung in Kiel gehören die Radiosender R.SH, delta radio und Radio BOB!, sowie die R.SH-hilft-helfen-Stiftung und
das Medienunternehmen Mach3.

Mein Praktikum habe ich bei der Pressesprecherin der Regiocast absolviert, da diese aber auch sehr eng mit der Live- und Unternehmenskommunikation sowie dem Marketing und den Redaktionen der einzelnen Sender zusammenarbeitet, umfasste mein Arbeitsbereich auch Aufgaben dieser Abteilungen.

Zu meinem alltäglichen Aufgabenbereich gehörten zum Beispiel das tägliche Presseclipping, das Verfassen von Intranetmeldungen, die Erstellung von Pressemeldungen und digitalen Fotos sowie die Pflege der Mediadatenbank. Besonderes viel Spaß hatte ich bei der Vorbereitung verschiedener Events sowie der Betreuung der Journalist:innen und Radiomoderator:innen vor Ort. Außerdem konnte ich bei diversen Veranstaltungen (z.B. Kieler Woche, Wacken-Open Air, Hurricane und Deichbrand-Festival, R.SH Pop am Strand
usw.) einen sehr tiefgreifenden und detaillierten Blick hinter die Kulissen der großen Bühnen und Infrastruktur solcher Veranstaltungen werfen und Mitarbeitende sowie Künstler:innen vor Ort betreuen. Diese Erlebnisse waren einzigartig und für mich eine großartige Möglichkeit, die typischen Abläufe der Pressestelle eines Medienunternehmens kennenzulernen. Besonders der häufige und enge Kontakt zu bekannten Menschen aus Musik, Sport und Politik war sehr aufregend und gleichzeitig fordernd und persönlichkeitsbildend. Neben solchen Aufgaben bei verschiedenen Veranstaltungen, bei denen die Radiosender der Regiocast meist als Medienpartner fungierten, habe ich aber auch bei diversen Programmaktionen viele Kontakte geknüpft und vor allem das Bundesland Schleswig-Holstein nochmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen dürfen. Ein Beispiel hierfür sei die „R.SH-Eisattacke“. Im Rahmen dieser Programmaktion des Radiosenders R.SH hatten Unternehmen und Hörer:innen aus Schleswig-Holstein, die Möglichkeit, sich auf den Besuch des eigens gebrandeten R.SH-Eismobils an ihrem Arbeitsplatz zu bewerben. Diese täglichen Besuche an verschiedenen Orten in ganz Schleswig-Holstein habe ich mehrere Male begleitet und die Organisation sowie Kommunikation vor Ort eigenständig koordiniert.

Insgesamt hat mich das Praktikum bei der Regiocast sehr begeistert und meinen Berufswunsch für die Zukunft, in der Pressestelle eines Unternehmens oder einer kulturellen Einrichtung zu arbeiten, stark geprägt. Ich habe mich in dem Team sofort gut aufgenommen und respektiert gefühlt und habe schon nach kurzer Zeit oft das Vertrauen bekommen, Dinge eigenverantwortlich zu organisieren und umzusetzen. Zwar waren die Arbeitszeiten meist sehr lang, bzw. in den Abendstunden und am Wochenende, aber diese Tatsache hat man von Beginn an mit mir kommuniziert und mir jederzeit die Möglichkeit gegeben, Überstunden durch Freizeitausgleich „abzubummeln“. Ich wurde von allen Mitarbeitenden stets sehr herzlich behandelt, habe im Unternehmen neue Freund:innen gefunden und auch nach dem Praktikum noch einige Male für die Regiocast gearbeitet.

Zudem war das Abschlussgespräch mit dem Leiter der Unternehmenskommunikation sehr perspektivbildendend für meine universitären und beruflichen Zukunftspläne, sodass ich behaupten kann, durch das Praktikum bei der Regiocast meinen Studiengang KSM mit einem besser definiertem Fokus wahrgenommen zu haben. Des Weiteren ist mir durch verschiedene Bewerbungsgespräche früh bewusst geworden, dass die Medienbranche genau solche eine frühe Orientierung fordert und es wichtig ist, sich auch während des Studiums schon um Nebenjobs und Praktika zu bemühen, die auf den gewünschten Arbeitsbereich zielen bzw. mit diesem verwandt sind.

Praktikumsbericht Schleswig-Holstein Musik Festival

von Inga W.

Ich habe in diesem Sommer die Chance bekommen, beim Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) zu arbeiten. Für acht Wochen durfte ich in zwei verschiedenen Abteilungen des Festivals Erfahrungen sammeln und selbstständig Aufgaben übernehmen.

Das SHMF ist ein jährlich stattfindendes zweimonatiges Flächenfestival, dass dieses Jahr über 150 Konzerte an verschiedenen Orten in ganz Schleswig-Holstein, Hamburg sowie in Teilen Niedersachsens und Dänemarks ausrichtet. Durch die Corona-Pandemie fanden dieses Jahr so viele Konzerte wie möglich Open Air statt, was einen neuen Blickwinkel auf die Chancen und Schwierigkeiten von Konzerten unter freiem Himmel bot. Es war sehr interessant zu erleben, dass sich manche Musikrichtungen und Besetzungen sehr dafür eignen, während andere im geschlossenen Raum besser und intimer zur Geltung kommen.

Im Rahmen des Festivals finden außerdem jedes Jahr Masterclasses statt. Diese ermöglichen Musikstudierenden aus aller Welt intensive Unterrichtsstunden mit renommierten, vor allem klassischen Musikerinnen und Musikern zu erleben und Neues zu erarbeiten. Des Weiteren gibt es ein junges internationales Festivalorchester sowie einen Festivalchor.

Meine Aufgaben im diesjährigen Festivalsommer lagen in der Assistenz bei Organisation und Durchführung der Musikfeste auf dem Lande und der Masterclasses in der Musikhochschule Lübeck. 

Zunächst habe ich zwei Wochen vor Festivalbeginn den Arbeitsplatz, das junge und offene Team und den Umgang mit den internen Programmen kennengelernt, die benötigt werden, um ablaufrelevante Daten einzupflegen. Meine Aufgabe bestand unter der Woche darin, die Schedules, also Ablaufpläne, für das jeweils anstehenden Musikfestwochenende zu schreiben.  An einem Musikfest auf dem Lande finden am Samstag und Sonntag insgesamt sieben Konzerte auf einem in S-H gelegenen Gutshof statt. Mir kam die Aufgabe zu, mit allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern Kontakt aufzunehmen, ihre Reisedaten zu erfragen und gegebenenfalls deren Transport zum Konzertort zu organisieren. An den Wochenenden selbst war ich sowohl am Auf- und Abbau sowie der Dekoration des Geländes, als auch als Künstlerbetreuerin, -fahrerin und Ansprechpartnerin vor Ort beteiligt. Ich habe in den ersten sechs Praktikumswochen insbesondere das koordinative Denken geübt und ein Auge dafür bekommen, wie besonders effektiv geplant werden kann, sodass beteiligte Personen wenig Wartezeiten oder doppelte Arbeit haben. Insbesondere nach der langen Zeit ohne Konzerte und gemeinsamen Musizierens habe ich mich gefreut, mit so viel musikbegeistertem Publikum in Kontakt zu kommen und viele wahnsinnig verschiedenen Musikerinnen und Musiker kennenlernen zu dürfen.

Die letzten beiden Wochen meiner Zeit beim SHMF habe ich bei den Masterclasses verbracht. Dafür mussten wir, meine zwei Kolleginnen und ich, zunächst den Umzug unseres Büromaterials von unserem Hauptsitz in Lübeck in die Musikhochschule Lübeck planen und umsetzen. Insgesamt hat innerhalb von 10 Tagen eine Gesangs-, eine Cello- und eine Klaviermasterclass stattgefunden. Außerdem wurden neben der Unterrichte drei Workshops zum Thema Berufsmusikergesundheit für die Teilnehmenden angeboten.

Gemeinsam war es unsere Aufgabe, die jungen Teilnehmenden, die Dozierenden und die Gasthörenden zu betreuen. Die Unterrichte der Masterclasses sind nämlich öffentlich und somit für interessierte Zuhörende mit einem Ticket zugänglich. So fielen der Ticketverkauf, die Verpflegung der Beteiligten, die Vergabe von Überäumen, die Organisation der Unterrichte und schlussendlich die Ausrichtung der insgesamt vier Abschlusskonzerte in unseren Aufgabenbereich. Insbesondere Letzteres war eine große Herausforderung, da bei der Konzertorganisation insbesondere in Pandemiezeiten eine Menge beachtet werden muss. Ich habe gelernt in stressigen Situationen ruhig zu bleiben, mich auf meine Kolleginnen und Kollegen zu verlassen und Kritik sowohl anzunehmen als auch konstruktiv zu äußern. Am Ende sind alle Konzerte erfolgreich ‚über die Bühne gegangen‘.

Die Zeit beim Festival hat mir gezeigt, dass mir die Kombination aus Eventmanagement und Musik großen Spaß macht und für mich Kulturmanagement eine Branche darstellt, in der ich später sehr gerne beruflich tätig sein möchte. Neben stressigen und arbeitsintensiven Phasen war immer noch Zeit für gemeinsame Abendgestaltungen mit den Kolleginnen und Kollegen, sodass eine sehr freundschaftliche Stimmung im Team herrschte. Ich habe mich während des Praktikums jederzeit ernstgenommen gefühlt und mich gefreut, dass mir sehr viel Verantwortung und selbstständige Arbeit zugetraut wurden.

Praktikumsbericht Start Up-Unternehmen Storyfischer

von Tristan D.

Über das Unternehmen: Storyfischer ist ein kleines Start Up-Unternehmen aus Nordfriesland. Das Projekt steht im Einklang mit den Tätigkeiten der Geschäftsführerin in den Bereichen Fotografie und Videografie. Storyfischer ist also ein lokales Unternehmen, dessen Tätigkeit sich auf die Produktion von Inhalten für soziale Netzwerke und deren Verwaltung konzentriert.
Die Kunden sind hauptsächlich Bestandskunden, die über einen bestimmten Zeitraum von mindestens 6 Monaten eine Abonnementsvereinbarung unterzeichnet haben. Das Abonnement besteht aus 4 bis 8 monatlichen Postsendungen, je nach dem gewählten Angebot, der Antwort auf die Kommentare und der allgemeinen Verwaltung der Facebook- und Instagram-Kanäle.
Das Unternehmen verfügt momentan über 15 Bestandskunden, bis Ende 2021 dürfte diese Zahl jedoch steigen. Zusätzlich zu den Bestandskunden führt Storyfischer auch kürzere Kampagnen für andere Kunden durch. Dazu gehören in der Regel die vorübergehende Übernahme der Unternehmensseite, die Aktualisierung des Profils sowie eine bestimmte Anzahl von Posts auf den Social Media-Kanälen des Unternehmens.
Die Kundschaft besteht aus Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Geschäftsfeldern: Landwirtschaft, Viehzucht, Fahrschule, Fahrradgeschäft, Möbelgeschäft, Elektrizität, Straßen- und Tiefbau u.a. Es handelt sich in der Regel um kleine und mittlere Unternehmen, die selten die Marke von 80 Beschäftigten überschreiten.

Tätigkeiten als Praktikant: Die täglichen Aufgaben als Praktikant bei Storyfischer bestehen hauptsächlich aus 3 Kategorien: die Produktion von Inhalten, die Verarbeitung von Inhalten und die interne Organisation.

Vor der Erstellung von Inhalten erhält der Praktikant eine Ausbildung in das Equipment, das für die Aufnahmen verwendet werden. Die Eigenschaften der Kameras sowie die Konfigurationen, die in der jeweiligen Situation üblich sind, werden erläutert. Ich persönlich habe eine sehr umfassende Online-Ausbildung über Videotechniken erhalten.

Während der Drehs haben wir in der Regel eine Checkliste der verschiedenen zu drehenden Szenen und die allgemeine Vorstellung vom Endergebnis, wenn es bereits entschieden ist.
Es kommt jedoch oft vor, dass man mit bestimmten Kunden improvisieren muss, die es vorziehen, zeitnah selbst zu entscheiden, wohin sie uns zum Dreh schicken. Man muss also selbst schnelle Entscheidungen treffen und sich ein Bild von den Inhalten machen, die aus der Situation, in der man sich befindet, produziert werden können.
Die Drehteams bestehen in der Regel aus zwei Personen, aber es ist auch üblich, an einfacheren Drehs alleine zu sein.

Wenn die Dreharbeiten abgeschlossen sind, müssen die Inhalte dann verarbeitet werden. Auch dort werden Schulungen für die von uns eingesetzte Videobearbeitungssoftware (Final Cut Pro X) sowie das Bildbearbeitungsprogramm angeboten.
Bei der Bearbeitung hat man in der Regel einige Freiheiten, und wenn man keine klare Richtlinie für das Endergebnis hat, kann man die Richtung des Videos oder des Fotos ziemlich frei wählen.
Die Inhalte werden dann in einer WhatsApp-Gruppe der Geschäftsführung zur Genehmigung vorgelegt. Jeder kann seine Lösungen anbieten, um die Inhalte bei Bedarf zu verbessern. Nach der Validierung des Inhalts muss ein Begleittext zum Beitrag erstellt werden. Der Text sollte den Inhalt der Videos/Fotos ergänzen und relevante Keywords für SEO enthalten. Es wird auch in einer WhatsApp-Gruppe angeboten und korrigiert.

Wenn der Inhalt und der Text fertig sind, werden sie dann an die Kunden gesendet, die grünes Licht für die Veröffentlichung geben oder die vorzunehmenden Änderungen anzeigen. Danach wird der Content gepostet.

Als Praktikant muss man auch bestimmte Nebentätigkeiten übernehmen, wobei der wichtigste Teil der Arbeitszeit dem Filmen und der Verarbeitung gewidmet ist. Darunter die Übertragung von Drehideen in die Gesamtplanung des Unternehmens, Community-Management-Aktivitäten und Interaktionen mit Abonnenten von Accounts oder Sonderwünsche bestimmter Kunden, für die wir von Zeit zu Zeit Poster, Flyer und mehr erstellen können.

Fazit: Storyfischer ist ein dynamisches Start-up mit hervorragender Arbeitsatmosphäre und sehr interessanten und abwechslungsreichen Tätigkeiten für alle, die sich für Fotografie oder Video interessieren. Die Verankerung in kleinen lokalen Betrieben fördert den Kontakt und die Schaffung eines persönlichen Netzwerks zusätzlich zu den Vorteilen eines kreativen Jobs mit abwechslungsreichen Tätigkeiten.
Am Ende meines Praktikums wurde mir von Storyfischer ein Jobangebot gemacht, das ich gerne angenommen habe

Praktikumsbericht Regionskontor Sønderjylland-Schleswig

von Bastian M.

Im Herbst 2019 habe ich 12 Wochen mein großes Auslandspraktikum im Regionskontor im dänischen Padborg gemacht. Die Aufgabe des Regionskontors besteht darin, Menschen, Gremien und Kultur von beiden Seiten der deutsch-dänischen Grenze zu fördern, zu koordinieren und in Verbindung zu bringen. Zusätzlich ist der Regionskontor mit seinem Infocenter Ansprechpartner für Grenzpendler bei Fragen und Problemen aller Art und initiiert und begleitet grenzüberschreitende kulturelle Veranstaltungen.

Meine Aufgaben bestanden vorrangig aus der Recherche zu Themen aus der Grenzregion (Der „Wildschweinzaun“ war ein großes Thema), der Aufbereitung von Statistiken und Präsentationen für Sitzungen sowie dem „Reinschnuppern“ in die verschiedenen Abteilungen.

Die Sprache im Regionskontor ist bunt gemischt. Je nach Situation und Kolleg*in wird entweder Deutsch oder Dänisch gesprochen. Für mich war besonders das Dänische eine Herausforderung, allerdings konnte ich in den 12 Wochen mein Dänisch so stark verbessern, dass ich selbst in den wöchentlichen dänischen Teammeetings halbwegs flüssig zu Wort kam.

Auch abseits des Büroalltags war die Zeit sehr abwechslungsreich. So fuhr ich beispielsweise zu einem deutsch-dänischen Schulfilmfestival nach Tønder und besuchte einige deutsch-dänische Kulturveranstaltungen, welche ebenfalls im Regionskontor begleitet und gefördert wurden.

Allgemein wurde ich sehr schnell in das Team integriert und mit offenen Armen aufgenommen. Besonders nett waren die „Spisedager“ und die Weihnachtsfeier. Ich bekam sogar ein großes Weihnachtsgeschenk!

Ich kann ein Praktikum im Regionskontor& Infocenter in Padborg allen empfehlen, welche sich für die Region Flensburg-Sønderjylland einsetzen wollen und Spaß an interkultureller Kommunikation auf Nachbarschaftsebene haben!


Praktikumsbericht Goethe Institut Wellington

von Yona B.

Ich habe mir vom Praktikum erwartet, dass ich Einblicke in die Social Media-Arbeit vom Goethe-Insitut Neusseeland und in die Eventorganisation erhalte. An Neuseeland hatte ich die Erwartung, dass ich Kultur und das alltägliche Leben hier besser kennenlernen werde. Da ich vor einigen Jahren schon in Neuseeland zum Urlaub war, hatte ich eine grobe Idee, was mich erwartet und hatte so nicht zu sehr das Gefühl, ins komplett Unbekannte zu reisen.

Auf das Praktikum habe ich mich vorbereitet, indem ich bei meinem früheren Job als Werkstudentin im Talent Management vermehrt nach Aufgaben im Social Media-Bereich gefragt habe und so dort erste Erfahrungen auf LinkedIn, Facebook und Instagram sammeln konnte.

In meinem Praktikum war ich in der Kulturabteilung tätig. Zu meinen Aufgaben zählten vor allem die Erstellung von Inhalten für Facebook und Instagram. Der Instagram-Account des Goethe-Institut Neuseelands wurde erst während meiner Zeit als Praktikantin erstellt. Während meines Praktikums habe ich zudem eine Goethe-on-Air-Show geplant, aufgenommen, geschnitten und beworben. An der Vorbereitung der Feier am 03.07.2020 zur Übergabe des Order of Merit an Judith Geare und zur Verabschiedung von Institutsleiter Christian Kahnt war ich auch beteiligt. Ich habe einige Artikel für die Website verfasst und diese in CONTENS angelegt. Des Weiteren habe ich den Pressespiegel geführt und beim Verfassen von Newslettern sowie Pressemitteilungen geholfen. Bei zwei Unterrichtseinheiten habe ich zudem hospitiert und konnte so Einblicke in die praktische Spracharbeit des Goethe-Instituts gewinnen. Das wohl größte Ergebnis meines Praktikums liegt in der Implementierung des Instagram-Accounts am Goethe-Institut Neuseeland.

Das Praktikum hat definitiv zu meiner beruflichen und fachlichen Entwicklung beigetragen. Ich habe erste Erfahrungen im Bereich der internationalen Kulturarbeit sammeln können und habe die Arbeit des Goethe-Instituts in Neuseeland und weltweit kennenlernen können. Das sind wichtige Erfahrungen, die mir für die Komplementierung meiner universitären Ausbildung unabdingbar erscheinen.

Ein bedeutender Punkt in meiner persönlichen Entwicklung durch das Praktikum liegt darin, dass ich durch die besonderen Umstände während der Corona-Pandemie selbstständig von zuhause arbeiten durfte. Durch das Praktikum konnte ich so erste Erfahrungen mit der Arbeit im Home Office sammeln und so auch Soft Skills ausgebaut habe wie ein effektives Selbstmanagement, Selbstorganisation und eigenverantwortliches Arbeiten.

Die Social Media-Profile des Goethe-Institut Neuseelands werden auf englisch geführt. Durch diese Tatsache konnte ich meinen Gebrauch von der englischen Sprache im professionellen Kontext verbessern.

Durch die Aufnahme und das Schneiden der Goethe-on-Air-Radioshow konnte ich erste Kenntnisse der Medienbearbeitung vertiefen und mein Interesse an kreativen Aufgaben wie diesen steigern. Durch Seminare zu Film/gefilmten Gesprächen und Interviews an der Europa-Universität Flensburg hatte ich hier bereits ein erstes Basiswissen, wie Schnittprogramme funktionieren, das mir einen leichteren Zugang zur Studionutzung ermöglicht hat.

Die sehr besondere Bedingung meines Praktikums liegt darin, dass mein Praktikum normalerweise in Vollzeit-Präsenzzeit stattgefunden hätte. Durch die Corona-Pandemie hatte ich aber einen hohen Anteil von Home Office-Arbeitszeit. Außerdem sind dadurch einige Events ausgefallen, sodass ich nur kleine Einblicke ins Eventmanagement haben konnte.

Ich war sehr zufrieden mit meinem Praktikum. Die Zusammenarbeit hat Spaß gemacht. Das ganze Team war sehr offen auf sowohl persönlicher als auch professioneller Ebene und man hatte für alle Probleme privater wie auch beruflicher Art immer ein offenes Ohr. Dementsprechend würde ich zukünftigen Praktikanten vor allem viel Spaß und Erfolg wünschen!

Auch mit dem Gestaltungsablauf war ich sehr zufrieden. Ich denke, den Umständen entsprechend lief das Praktikum so gut, wie es nur laufen konnte. Eine einzige Anmerkung: Eine Präsentation über die Organisationsstruktur des Goethe-Instituts wäre zu Anfang sehr hilfreich gewesen. Ich habe aber zugegebenerweise auch nicht aktiv danach gefragt. Solch Hintergrundwissen ist jedoch bei jedem Praktikum/bei jeder neuen Position immer sehr interessant.