Praktikumsbericht Flensburger Seitanisten

von Kevin M.

Das Frühjahr 2021 war mit der andauernden Pandemie nicht gerade der beste Zeitpunkt sich nach einem Praktikum im Ausland umzuschauen. Die Möglichkeit es im Inland zu absolvieren (und angerechnet zu bekommen) war also eine willkommene Abwechslung. Nach einigem hin- und her gemischt mit Unsicherheiten, konnte ich einen Platz bei den „Flensburger Seitanisten“, einer kleinen Vegan-Manufaktur in Flensburg ausmachen. Das kleine Team der Flensburger Seitanisten hat sich auf die Produktion von Lebensmitteln aus Seitan in Handarbeit und Bio-Qualität spezialisiert. Diese werden direkt an den Einzelhandel, Biomärkte oder Unverpacktläden in Norddeutschland vertrieben. Bei diesen Lebensmitteln handelt es sich unter anderem um Würstchen, Aufschnitte, „Geschnetz“ oder saisonal auch Braten. Der Start gestaltete sich teilweise holprig, da dies die Zeit der ersten Testzentren war und man des Öfteren Minimum eine Stunde einplanen musste, um getestet zu werden (wenn sie nicht spontan geschlossen waren). Im Laden angekommen, ergab sich der Rest der Tagesplanung meist leichter: Produktion, Verpackung und Vorbereitung für den Versand, Lieferung, Büroarbeiten, Reinigung. Was sich wohl trocken liest, wurde durch die lockere Atmosphäre bei Podcast, Solimate- und Cola oder Klönschnack durchaus angenehm.

Wenn es nicht darum ging neue Ware zu produzieren (wobei die Nerven von Inhaber Christian Tietz von mir und meinem handwerklichen Ungeschick, das ein oder andere Mal auf die Probe gestellt wurden), standen unter anderem neue Designs für Verpackungen, Etiketten, Ideen für die Vermarktung auf unterschiedlichen Plattformen, Ausprobieren von Rezepten oder auch ganz klassisch Buchhaltung auf dem Plan. Oft ergab sich dieser aber auch spontan oder je nach Auftragslage, wodurch kein Tag wie der andere war und Raum für Dinge ließ, die sonst vielleicht auf der Strecke bleiben würden. Das Praktikum verging am Ende schneller als gedacht, ich fühlte mich ab dem ersten Tag als Teil des Teams und bekam die Möglichkeit mich auch innerhalb des laufenden Betriebes auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen. Es war erfrischend einmal hinter die Kulissen eines kleinen, lokalen Betriebs zu schauen und zu erfahren, was denn alles dazugehört, um eine Idee umzusetzen und zu sehen, wie sie Form annimmt aber dabei nicht auf Spaß bei der Arbeit verzichten zu müssen.

Praktikumsbericht Literaturhaus Hamburg e.V.

von Ilona K.

Um 9.30 Uhr öffnete das Literaturhaus-Gebäude seine Türen und der Anstieg in den vierten Stock stand bevor: in die Büroräume des Literaturhaus e.V. Hamburg. Hier habe ich vom 1.12.2021 bis zum 28.02.2022 mein Praktikum in den Bereichen Presse & Öffentlichkeitsarbeit sowie Veranstaltungen absolviert. Nach einer Durchsicht der aktuellen Tageszeitungen, dem Erstellen von Clippings und dem Pressespiegel zu den verschiedenen Veranstaltungen, die jeden Morgen erfolgten, standen für mich ganz unterschiedliche Arbeiten an. So war ich involviert in administrative Tätigkeiten wie der Vorbereitung von Dokumenten, Rechnungen, der Bestellung von Leseexemplaren bei unterschiedlichen Verlagen, der Dokumentation dieser Leseexemplare oder dem Ticketing. Außerdem konnte ich im Pressebereich des Literaturhauses lernen, die Webseite und verschiedene Verteiler zu pflegen, Programmtexte zu schreiben sowie zu korrigieren und Newsletter und Pressemitteilungen zu verfassen. Insgesamt beinhaltete die Arbeit auch viel Korrespondenz mit verschiedenen Akteuren, Verlagen, der Presse sowie den Kund*innen, wodurch ich einen sehr breiten Überblick über die Buchbranche und verschiedene (Kultur-) Institutionen erhielt, vor allem innerhalb Hamburgs.

Da das Literaturhaus-Team aus wenigen festen Mitarbeiter*innen besteht, konnte ich viele Einblicke in deren unterschiedliche Arbeitsbereiche erlangen. Im Bereich der Veranstaltungsplanung hatte ich zuvor keine Erfahrungen, konnte die Planung und Abläufe aber schnell kennenlernen. Zwar war die Pandemie-Situation so, dass nicht jede*r jeden Tag ins Büro kam, aber grundsätzlich hatte ich bei einer 30-Stunden Woche einen Tag Homeoffice, drei Tage im Büro und einen freien Freitag. Neben den regelmäßigen Abenddiensten, bei denen ich den Einlass mit der Ticketkontrolle durchgeführt habe, gab es einige Veranstaltungs-Highlights während meines Praktikums: Das größte war die festliche Verleihung des Mara-Cassens-Preises an die Autorin Stefanie vor Schulte. Jedes Jahr wird ein Debüt-Roman von einer unabhängigen Leser*innen-Jury ausgewählt und mit dem Preis der Mara-Cassens-Stiftung ausgezeichnet. Zu dieser Verleihung im Januar waren geladene Gäste vor Ort und der ganze, grundsätzlich festliche Saal war mit Tischkerzen und Blumengedecken geschmückt. Da ich im Vorfeld dieser Preisverleihung in viele Arbeitsschritte eingeweiht war, stellt der Abend einen meiner Höhepunkte im Praktikum dar.

Aber nicht nur für Erwachsene, sondern auch für die ganz jungen Leser*innen hat das – in dem Fall „Junge Literaturhaus“ – spannende Aktionen im Angebot: So war ich beispielsweise in die Planung und Durchführung einer Veranstaltung für Grundschulkinder involviert, mit denen die preisgekrönte Kinderbuchautorin und -Illustratorin Franziska Biermann eine Lesung inklusive Zeichenkurs anbot. Außerdem habe ich eine Exkursion der Gruppe „Comixx mit Klasse“ in die Hamburger Buchhandlung „Stories!“ sowie in ein nebenliegendes Künstler*innenatelier begleiten dürfen. Man kann also, wenn man mag, auch Einblicke in die kulturelle Arbeit mit Kindern und Jugendlichen gewinnen.

Insgesamt kann ich das Praktikum, das im Literaturhaus e.V. Hamburg laufend ausgeschrieben wird, allen, die Interesse haben an einem ersten Einblick und Einstieg in die Literaturbranche, wärmstens empfehlen. Neben der Übersicht über verschiedene Verlage, Autor*innen, die Abläufe der Pressearbeit und grundsätzlich in einem Literaturhaus, lernt man auch viel über die genutzten Computerprogramme, die Abläufe hinter den Kulissen und die Kooperationen verschiedener Institutionen. Mir hat das Praktikum insgesamt nicht nur inhaltlich, sondern auch durch die freundliche Atmosphäre im gesamten Haus sehr viel Freude bereitet.

Praktikumsbericht Europäische Akademie für Musik und Darstellende Kunst Palazzo Ricci in Montepulciano

von Verena T.

Vom 10. Juli 2022 an habe ich für drei Monate ein Praktikum im Bereich Kulturmanagement in der Europäischen Akademie für Musik und Darstellende Kunst Palazzo Ricci in Montepulciano in der Toskana gemacht.

Grundsätzlich waren wir Praktikanten dafür zuständig die Kurse und Projekte zu betreuen, die während der Saison, meist für die Dauer von einer Woche in den Palazzo Ricci kamen. Wir waren also Anlaufstelle für die Teilnehmer*innen für jegliche Belange. Daneben hatte jeder einen gesonderten Aufgabenbereich, für den er oder sie zuständig war, wobei dies nicht immer eindeutig aufgeteilt werden konnte, da sich oftmals alle vier Praktikanten um alles kümmerten.

Zu unseren Aufgaben zählten die Betreuung von Social Media, also das Aufnehmen der Bilder und Vorbereiten des Texts für Instagram und Facebook. Für die Öffentlichkeitsarbeit verschickten wir außerdem wöchentlich den Newsletter und die Pressemitteilungen, deren Text uns bereitgestellt wurde. Mit der Konzertvorbereitung war es unsere Aufgabe das Programmheft anzulegen und dieses zu drucken. Jede Meisterklasse bekam vor dem Konzert ein Konzertbriefing, welches wir organisierten und abhielten, bei dem wir die Teilnehmer über die wichtigsten Infos zum Konzertablauf informierten. Außerdem betreuten wir die Konzerte, was bedeutete den Einlass zu machen, während des Konzertes anwesend sein, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Die Wohnung wurde vom Palazzo Ricci mit einer Eigenbeteiligung gestellt und lag fußläufig drei Minuten vom Palazzo entfernt.  Ich kann meinen Kommiliton*innen dahingehend das Praktikum empfehlen, dass es nicht viel organisatorischen Aufwand bedarf, da die Wohnung gestellt wird und ein Kurzstipendium vom DAAD grundsätzlich gewährt wird. Außerdem lernt man sehr breit gefächert, wie eine Kulturinstitution funktioniert, da man einen guten Überblick über alle Aufgaben erhält.

Praktikumsbericht Regionskontor Padborg

von Nele P.

Ich durfte mein Auslandspraktikum vom 03.02.2020 bis zum 24.04.2020 beim Regionskontor für die Region Sønderjylland–Schleswig in Padborg absolvieren. Im Großen und Ganzen befasst sich das Regionskontor mit Pendlerfragen, die in Flensburg durch die Nähe zu Dänemark immer wieder aufkommen, wenn jemand in einem der Länder lebt, aber im anderen Land arbeitet. So ist das Büro die Anlaufstelle für Fragen zu Krankengeld, Steuern oder Rentenzahlungen, die Mitarbeiter*innen kümmern sich aber auch um den interkulturellen Austausch über die Grenze hinweg und kümmern sich darum, dass die Kommunikation in der Grenzregion bestmöglich funktioniert. Mein Praktikum bestand zum einen Teil aus Aufgaben, die jeden Tag erledigt werden mussten, wie die Auswertung von dänisch- und deutschsprachigen Zeitungen oder der Recherche zu vielerlei Themen. Gleichzeitig haben meine Mitpraktikantin und ich an Sitzungen mit Politiker*innen aus der Region teilnehmen dürfen (und diese Sitzungen auch vor- und nachbereitet). Ein großes Projekt, an dem wir stark beteiligt waren, war die Jahressitzung der Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen (AGEG), die 2020 sogar in Flensburg stattfand. Bei diesem mehrtägigen Treffen kamen Vertreter*innen aller großen Grenzregionen in Europa – Vom Dreiländereck, der deutsch niederländischen Grenze oder auch der deutsch- polnischen Grenze – und tauschten sich über Probleme oder Entwicklungen aus, die ihnen in der jeweiligen Region begegnen. Dieser Verband berät sich bei solchen Treffen aber auch zu Strategien, um ihre Anliegen bei der Europäischen Union sichtbarer zu machen, mit der eine enge Zusammenarbeit besteht. Bei dieser Jahressitzung hatte ich die Möglichkeit, an mehreren Workshops teilzunehmen und mich mit den Vertreter*innen über die verschiedenen Regionen auszutauschen. Das Regionskontor gibt jeder Praktikantin und jedem Praktikanten eine „große“ Aufgabe über den Verlauf des Praktikums, ich habe mit meiner Mitpraktikantin die Texte zu einer Broschüre verfasst, die so etwas wie das 1×1 für den Einstieg zum Grenzpendeln sein sollte. In den Texten ging es um formelle Aspekte wie Steuern, vor allem aber um kulturelle Unterschiede zwischen den Ländern. Auch wenn die Länder so nah beieinander liegen, gibt es im Arbeitsleben große Unterschiede in der Ansprache untereinander, den Hierarchien, aber auch im privaten Umgang den Kolleg*innen und Ziel der Broschüre war es, diese Unterschiede gut verständlich zu vermitteln.
Ein Aspekt, der mir am Praktikum besonders gefallen hat, war der Austausch innerhalb des Teams; es gab jede zweite Woche ein gemeinsames Frühstück im Büro, bei dem alle an einem Tisch saßen und sich über die aktuellen Projekte informiert hat und im Wechsel mit dem Frühstück ein wöchentliches Meeting, sodass es einen sehr regelmäßigen Austausch untereinander gab und man wenigstens ungefähr wusste, was sonst so im Büro passiert. Ein Problem, mit dem niemand wirklich umzugehen wusste, war die Corona-Pandemie, die mitten in unserem Praktikum begann. Innerhalb von zwei Tagen waren wir im Homeoffice und haben in virtuellen Meetings das Praktikum beendet und uns dabei mit Themen befasst, die erst durch die Grenzschließung aufgekommen waren und bei denen niemand, auch der Chef des Kontors, so richtig weiterwusste. So haben wir uns zum Beispielmit Menschen beschäftigt, die auf der anderen Seite der Grenze ihr Pferd stehen hatten, und keine Möglichkeit, sich darum zu kümmern oder die Pendler*innen, die zu dem Zeitpunkt bestimmte Papierebrauchten, um überhaupt zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen, wenn dieser nicht im Homeoffice möglich war. Das Ende des Praktikums war aufregender, als erwartet, das ganze Praktikum hat mich aber in vielen Bereichen weitergebracht. Ich konnte in verschiedene Aufgabenbereiche hineinblicken und neues Wissen zu Flensburg und der Region sammeln, zu dem ich sonst keinen Zugang gehabt hätte. Vor allem der Alltag in einem dänischen Büro hat mir gut gefallen, es gab eine sehr gute Kommunikation untereinander und den typisch dänischen Spaziergang nach dem Mittagessen habe ich jetzt noch in meinen Arbeitsalltag integriert

Praktikumsbericht 2 Seas Agency

von Anna B.

I spent six months as a foreign rights and literary agency intern at 2 Seas Literary Agency. A foreign rights agency acts as an intermediary between publishers from different countries. Our clients publish mainly in French, English, and Dutch. 2 Seas sells translation rights worldwide, but in some territories they work exclusively with a co-agent, so our co-agent specializing in Eastern European markets would promote our titles there and handle any interest from those markets. I started the internship with updating the website and online catalogue, as well as managing our various social media accounts where we share news of recent rights deals, publications of foreign editions we sold and relevant articles or awards. After learning more about the field through weekly meetings with my mentors and reading the agents’ correspondence, I started writing newsletters to let editors know about new titles from our clients, participating in our monthly book review discussion, and researching to expand our network (for example with German queer(-friendly) publishers).

With the Frankfurt Book Fair approaching, I proofread our catalogues and handled the preparation for the agents’ meetings by confirming the dates and sending out individualized materials. That way I experienced the long process leading up to and following the most important industry fair. I also used new software that has prepared me for any future publishing office set-up: a customer relationship management and a project management software, an email-newsletter programme, using csv-files for audience lists, and a rights management database. A sizeable part of my work was behind the scenes or social-media-related, but I also got to prepare meeting follow-up emails, draft simple contracts, write to our clients to ask for title or cover approval of foreign editions and relay their approval or feedback to the foreign publishers.

And: all of this happened online. The agency has been working remotely since 2011, with colleagues in different European and American time zones and interns from all around the world. I had weekly meetings with my advisor to ask any questions about my tasks or the industry and there was always someone working at the same time to ask for help in between those meetings, as well as detailed guides on how to use the different programmes. It might not be everyone’s cup of tea, but this system worked really well for me and I am grateful that I got to work with such an international team and international clients, in English, French and German. This internship was a phenomenal preparation for entering the publishing industry after graduating. I have gained intricate knowledge of the processes involved in selling foreign rights, am comfortable with using publishing software and communicating with editors. The internship was also a good networking opportunity. It is an excellent opportunity for Master students, as you can take on many responsibilities beyond usual internship tasks if you are genuinely interested in the field, able to take initiative, and have good attention to detail.

5 Fragen an Dr. Jutta Zaremba

Fachschaft und Studiengangleitung haben sich gemeinsam fünf Fragen an Dozierende des Studiengangs überlegt, die Studierenden die Gelegenheit geben sollen die Dozent*innen ein wenig besser kennenzulernen.

Dr.in Jutta Zaremba – Webseite der EUF

1. Wie sind Sie zu Ihrem Forschungsschwerpunkt gekommen?

Ich habe mehrere Forschungsschwerpukte:

Global Art: Dazu bin ich anlässlich der Ausstellung “The Global Contemporary. Kunstwelten nach 1989” vor einigen Jahren im Zentrum für Kunst und Medien Karlsruhe (ZKM) gekommen. Zusammen mit einer Kollegin hatten wir eine Begleitveranstaltung vor Ort realisieren können, somit habe ich zahlreiche intensive Einblicke in wichtige Diskurse und künstlerische Sichtweisen bekommen und seitdem interessiere mich sehr für Global Art Kontexte.

Medienkunst: Dazu bin ich vor Jahrzehnten im Laufe meiner beiden Studienrichtungen (Medienwissenschaft in Bochum und Kunstpädagogik in Essen) gekommen. Durch eigene Videokunstarbeiten nahm ich an Festivals teil, wo ich wiederum von der Fülle an Medienkunst-Formen und -themen fasziniert war (z.B. Ars Electronica Linz, Europäisches Medienkunstfestival Osnabrück, ZKM Karlsruhe). Hinzu kam später die wissenschaftliche Beschäftigung mit Medienkunst, die zu meiner Doktorarbeit (New York und Tokyo in der Medienkunst. Urbane Inszenierungen zwischen Musealisierung und Meditisierung) führte.

Jugendkulturen/FanArt: In meiner 12jährigen Beschäftigung als Mitarbeiterin an der Goethe Universität Frankfurt im Bereich Neue Medien hatten wir Forschungsprojekte, vor allem zu Jugendkulturen (der Fokus meiner Chefin damaligen Chefin Prof. Dr. Birgit Richard). Ich konnte an Forschungs- und Ausstellungsprojekten mitwirken und bin durch ein Forschungsprojekt zu Heldinnenfiguren in Games u.a. auf die vielfältige FanArt Szene gestoßen, die ich hinsichtlich unterschiedlicher Aspekte im Bereich von Kunst & Medien & Fandom untersucht habe und weiterhin spannend finde.

2. Welches war ihr bestes KSM-Seminarthema bisher, und was wäre ein Wunschthema für die Zukunft?

Das beste Seminar fand ich mein allererstes 2011 zu jugendkulturellen Inszenierungsformen: Da wurde nicht nur sehr engagiert und unter großen Meinungsverschiedenheiten diskutiert, sondern zudem verschränkten sich fachliche Reflexionen mit sehr gelungenen und durchaus aufwändigen Gestaltungen der Studierenden (Fotoserien, Videos, Ausstellungen zu Jugendszenen) – die damalige Modulprüfung von KSM1 bot dafür ausreichend Gestaltungsspielraum.

Ich habe kein generelles Wunschthema: Mitunter gruppieren sich Seminare recht spontan rund um aktuelle Ausstellungen mit zentralen Kunstthemen (wie z.B. “Schönheit” oder “Manifeste”). Ein anderes Mal gibt es ein Oberthema (wie Global Art), in der das Interessante u.a. darin liegt, wo Studierende eigenständig ihre favorisierten Orientierungen einbringen und ungewohnte Perspektiven entwickeln. Und wieder ein anderes Mal geht es weniger um ein Thema als um einen Kunstbereich (wie Medienkunst), zu dem man sich entlang der großen Kategorien von Raum und Zeit nach Wunsch in Inszenierungsparameter vertiefen kann.

3. Welches Buch hat Sie besonders beeinflusst, bzw. sollte man unbedingt gelesen haben?

Asterix hat mich auf jeden Fall sehr geprägt, insbesondere die frühen Jahrgänge! Am lang anhaltendsten ist mein Interesse am siebenbändigen Lexikon “Ästhetische Grundbegriffe” von Karlheinz Barck mit zahllosen anspruchsvollen und dabei inspirierenden Artikeln zu zentralen ästhetischen Begrifflichkeiten von A-Z (in der ZHB vorhanden!) Und vom Konzept her mag ich sehr die infocomics-Reihe, wo gute Erklärungen mit Humor kombiniert sind, z.B. “Kapitalismus. Ein Sachcomic” (https://www.tibiapress.de/kategorie/infocomics/)

4. Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Übergelaufen!

5. Welchen Rat würden Sie, rückblickend aus eigener Erfahrung, Ihrem Studierenden-Ich geben?

Rausfinden, was der persönliche Luxus am Studium ist – und den ausgiebig zelebrieren…

Praktikumsbericht Deutsches Museum und Deutsches Archiv Nordschleswig, Sonderburg

von Ilka T.


Ein Auslandspraktikum zu machen, war im Frühjahr 2021 gar nicht so einfach – die Corona-Pandemie hatte die Möglichkeiten stark eingeschränkt. Doch „Dänemark gilt auch als Ausland“ hatte Frau Machat einmal augenzwinkernd gesagt, und dahin ließ es sich mit etwas Aufwand (tägliche Tests durch anerkanntes dänisches Medizinpersonal und Kontrollen an der Grenze mit dem Nachweis, dass ich zum Arbeiten einreise) jedenfalls reisen.
Der Direktor des Deutschen Museums Nordschleswig in Sonderburg, Hauke Grella, sah kein Problem darin, eine Praktikantin aus Deutschland willkommen zu heißen, obwohl das Museum noch für das Publikum geschlossen war. So konnte ich von Anfang März bis Ende Mai in Sonderburg im Deutschen Museum und Archiv mitarbeiten. Das Museum hatte gerade erst (August 2020) seinen Erweiterungsbau mit der neugestalteten Ausstellung zur Geschichte, Kultur und Identität der deutschen Minderheit in Nordschleswig einweihen können, gleichzeitig hat auch das Archiv der deutschen Minderheit nun in dem Neubau einen Platz gefunden. Der Umzug der Ausstellungsstücke sowie der Archivalien war noch nicht abgeschlossen, und da der bisherige Archivleiter in den Ruhestand gegangen war und viele ehrenamtliche Mitarbeiter wegen der Pandemie lieber zu Hause blieben, gab es viel zu tun. Nach der Hälfte meiner Praktikumszeit durfte das Museum wieder öffnen, und die neue Archivleiterin, Nina Jebsen, trat ihre Stelle an. Neben Arbeiten im Archiv, habe ich mich hauptsächlich mit der Recherche zu einem historischen Thema beschäftigt. Es war eine Sonderausstellung zur Geschichte des Landwirtschaftlichen Hauptvereins geplant, die das von nationalen Konflikten bestimmte Ringen um Landbesitz in Nordschleswig zu Beginn des 20. Jahrhunderts zum Thema haben sollte. In diesem so genannten Bodenkampf wurden reichsdänische Bauern von dänischer Seite großzügig bei einer Ansiedlung in Nordschleswig unterstützt, während von deutscher Seite günstige Kredite an deutsch gesinnte Bauern gegeben wurden, um sie in einer Zeit der Landwirtschaftskrise auf ihren Höfen zu halten. Dahinter stand die politische Zielsetzung der deutschen Minderheit nach 1920, eine Revision der Grenze zu erwirken, und der Umfang des Landbesitzes deutsch gesinnter Bauern war dabei ein gewichtiges Argument. Neben der wissenschaftlichen Arbeit an dem Thema habe ich mich mit der Frage auseinandergesetzt, wie ein solches wirtschaftliches Thema anschaulich darzustellen ist. Welche Artefakte gibt es? Welche Möglichkeiten bildhafter oder grafischer Darstellung? Dabei habe ich die Idee entwickelt, einzelne Höfe zu porträtieren und ihre Entwicklung, abhängig von den verschiedenen Besitzverhältnissen nachzuzeichnen. Außerdem fand sich im Archiv das Manuskript einer unveröffentlichten Erzählung (Schmidt-Gorsblock, Hans: Höfe an der Au), die die Ereignisse dieser bewegten Zeit fiktional behandelt. Diese könnte, kritisch editiert, das Thema illustrieren.

Die Zeit in Sonderburg hat mir sehr gut gefallen. Ich konnte viele im Studium gewonnene Kompetenzen einbringen. Mir wurde großes Vertrauen entgegengebracht, und ich durfte frei und selbstständig arbeiten. Der Museumsleiter Hauke und die anderen Mitarbeiter*innen waren sehr hilfsbereit und zugewandt. Das Arbeiten in Dänemark habe ich als sehr viel
entspannter als in Deutschland erlebt. Alle setzen sich regelmäßig für einen Schnack bei Kaffee und Kuchen zusammen, die Arbeitszeiten sind sehr flexibel, die Türen zu den Büros sind offen, es wird sich selbstverständlich geduzt… Gelernt habe ich auch: Die Umgangssprache der deutschen Minderheit in Dänemark ist Sønderjysk, ein plattdänischer Dialekt. Nicht nur deswegen hätte ich mir gewünscht, dass mein Dänisch schon besser gewesen wäre. Mit Hochdeutsch kam ich zwar gut bei der Arbeit zurecht, doch bei Telefonaten, im Kontakt mit Besucher*innen oder auch nur dem Postboten konnte ich aber leider wenig hilfreich sein.

Praktikumsbericht Eventmanagement bei Hapag-Lloyd Cruises

von Antonia-Marie G.

Vom 14.08 bis 13.11.2017 habe ich ein Praktikum bei Hapag-Lloyd Cruises in der Abteilung Vertrieb im Bereich Kooperationen und Events gemacht. Meine Hauptaufgabe war es unter anderem Anmeldedaten, von Kunden der einzelnen Events neben und auf den Kreuzfahrtschiffen, in das interne Buchungssystem DaVinci einzupflegen. Des Weiteren habe ich Anschreiben, Einladungen, sowie Rechnungen geschrieben, Teilnehmer*innen- und Transferlisten erstellt und gepflegt, sowie das Travelmanagement für Events- und Seminarreisen übernommen. Beim letzteren habe ich die Reiserouten mit erstellt, mögliche Flugangebote eingeholt, sowie die Anfahrtshäfen ausgewählt und eine Übersicht für die hauptverantwortliche Kollegin erstellt.

Zuletzt durfte ich neben der Teilnahme an Schiffsbesichtigungen für Interessierte auch bei der operativen Umsetzung des Sommer-Events 2017
(2-tägiges Vertriebsevent für Reisebüros) assistieren. Dabei wurde zunächst der Check-In im East Hotel in Hamburg übernommen und Unterlagen an die eintreffenden Gäste ausgeteilt. Bei der anstehenden Schiffsbesichtigung in der Werft habe ich die Leitung und Informationsweitergabe in einem der Transferbusse übernommen. Nebenbei wurde natürlich auch die Kundenbetreuung, durch persönliche Gespräche sowohl beim Dinner als auch während den Programmpunkten mit den Referent*innen und Gästen der Reisebüros, gepflegt.

5 Fragen an: Judith Kunze

Name: Judith Kunze

Arbeitgeber und Ort: Vater Unternehmensgruppe in Kiel

Jobbezeichnung: Leitung Marketing und Unternehmenskommunikation

KSM-Abschluss: 2011

1.  Möchtest du ein wenig über deine Zeit in Flensburg und im Masterstudiengang KSM erzählen?

Für meinen KSM-Jahrgang war es damals eine besondere Situation, denn wir waren der allererste Jahrgang des KSM-Studiengangs. Manchmal hat es daher ein wenig geruckelt, da noch nicht alle Strukturen feststanden, gleichzeitig hatten wir dadurch die Möglichkeit den Studiengang in gewissen Punkten mitzugestalten. Es hatte also alles seine Vor- und Nachteile. Generell wurden wir von den Dozierenden sehr gut betreut, was ich besonders zu schätzen wusste, da ich beruflich ab und an ins Ausland musste und das dennoch mit dem Studium gut vereinbar war bzw. ich dafür die benötigten Freiräume erhielt. Für mich war es die perfekte Studienzeit mit familiärem Feeling und ich denke sehr gerne an die Zeit in Flensburg zurück. Auch der Campus und die Zusammensetzung der Studierenden im Studiengang waren schön, denn bei uns stand die deutsch-dänische Zusammenarbeit mit den Studierenden aus Sønderborg noch sehr im Fokus.

2. Was machst du zurzeit beruflich? Was ist dein beruflicher Werdegang?

Mein Bachelorstudium habe ich in Siegen absolviert und habe Literary, Cultural & Media Studies studiert. Dort habe ich neben meinem Studium bei der Krombacher Brauerei im Eventbereich gearbeitet und konnte so bereits gute Praxiseinblicke erhalten. Neben Messen war mein Aufgabengebiet vor allem die Betreuung von Kundenveranstaltungen beim Porsche Carrera Cup Deutschland. Dort habe ich dann gemerkt, dass mir die Automobilbranche sehr zusagte. Meine Bachelorarbeit habe ich dann in München bei der BMW Group ebenfalls im Eventbereich geschrieben und hatte das Glück nach meinem Abschluss als externe Mitarbeiterin übernommen zu werden und durfte bei den Presseneuvorstellungen der X-Modelle in den USA die Eventplanung unterstützen. Parallel hatte ich mein KSM-Studium in Flensburg begonnen und glücklicherweise  passten die Eventzeiträume meist perfekt in die vorlesungsfreien Zeiten. Meine KSM-Semesterferien habe ich deshalb größtenteils in den USA auf den Events verbracht. So ließen sich Praxis und Studium perfekt vereinen.

Nach dem Masterstudium in Flensburg zog ich wieder zurück nach München und arbeitete weiter für BMW. Vom internationalen Markt wechselte ich nun zur BMW AG in die Marketingkommunikation.  Product-Placement, Verkaufsliteratur und Sonderveröffentlichungen waren dort meine Aufgabenbereiche. Diese Zeit war sehr spannend, da man neue Produkte schon vor Markteintritt kannte und begleiten durfte.

So sehr ich München und meinen dortigen Job liebte, so zog es mich irgendwann dennoch zurück in den Norden, genauer gesagt nach Kiel. Dort fing ich bei der freenet Group im Neu- und Bestandskundenmarketing an. Knapp drei Jahre beschäftigte ich mich mit einem bunten Blumenstrauß aus deutschlandweiten Promotionaktionen, POS-Kampagnen, POS-Werbematerialien und dem Thema Launchkommunikation.

Um mich beruflich weiterzuentwickeln und andere Einblicke zu erhalten, wechselte ich nach drei Jahren in den öffentlichen Dienst zur WTSH GmbH (Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH) in den Bereich Standortmarketing und Öffentlichkeitsarbeit.  Neben der Standortmarketingkampagne habe ich dort das Business Netzwerk „Partnerprogramm Schleswig-Holstein. Der echte Norden“ aufgebaut mit dem Ziel, den Standort SH als attraktiven Arbeitsstandort zu bewerben. Dabei arbeitete ich mit vielen unterschiedlichen Unternehmen aus ganz  Schleswig-Holstein zusammen und durfte so die Wirtschaft Schleswig-Holsteins kennenlernen und mitgestalten. Über ehemalige berufliche Kontakte wurde ich anschließend mit der Vater Unternehmensgruppe zusammengebracht, bei der ich heute noch tätig bin.

Angefangen als Marketingreferentin leite ich hier bei Vater mittlerweile seit zwei Jahren den Bereich Marketing und Unternehmenskommunikation, den ich komplett neu aufgebaut habe. Mit meinem kleinen aber feinen Team betreuen wir insgesamt 7 Tochterunternehmen in einer Holdingstruktur und sind Ansprechpartner für über 500 Mitarbeiter:innen unserer drei Kernsegmente Vater IT, Vater Elektro und Vater Personal. Neben dem On- und Offline Marketing sind wir zuständig für alle Sponsoringaktivitäten, das Personalmarketing, die Unternehmenskommunikation und ich selbst sitze zusätzlich in vielen Strategierunden der Geschäftsführung und darf hier wirklich mitgestalten.

3. Wie sieht dein beruflicher Alltag aus?

Mein beruflicher Alltag ist vor allem „flexibel“. Auch wenn ich stets versuche meinen Arbeitstag zu planen, kommt es nämlich meist doch etwas anders als gedacht. Bei 7 Gesellschaften und über 500 Kolleg:innen ist immer irgendwas 😉. Grundlegend sitze ich in vielen Meetings sowohl mit meinem Team als auch mit anderen Fachbereichen und der Geschäftsführung, bereite Kommunikationen vor, erarbeite gemeinsam mit der Geschäftsführung neue Prozesse und Kommunikationsgrundlagen, arbeite mit meinem Team im Tagesgeschäft und bin sehr viel in strategischen Themen der Gruppe involviert. Auch der Eventbereich liegt komplett auf meinem Tisch. So plane ich eigentlich immer nebenher irgendeine Veranstaltung – ob Sommerfest, Kieler Woche oder Weihnachtsfeier. Zudem bin ich viel an unseren anderen Standorten unterwegs und bin eigentlich immer dort, wo ich gerade gebraucht werde.

Meine Arbeitszeit und auch den Arbeitsort kann ich mir komplett frei einteilen. Wir pflegen hier bei Vater eine wirklich tolle Kultur mit vielen Freiräumen, viel Vertrauen und jeder Menge Humor. Meine Chefs supporten mich, wann immer es nötig ist, lassen mich aber auch komplett „freilaufen“ und vertrauen mir. Wir sind hier wirklich eher sowas wie ein großer familiärer Freundeskreis.

4. Kannst du deinen beruflichen Werdegang mit dem Master KSM verbinden?

Die VWL- und Marketingkurse waren definitiv eine hilfreiche Basis, ich hätte mir in diesem Bereich aber noch vertiefende Seminare gewünscht. Auch ergänzende BWL-Kurse wären für einen Beruf in der Wirtschaft hilfreich gewesen. Die meisten Qualitäten, die mir in meinem jetzigen Beruf weiterhelfen, habe ich mir in der Praxis angeeignet. Hilfreich war es für mich, dass ich schon eine gezielte Richtung hatte, in die ich mich beruflich entwickeln wollte und so konnte ich bewusst Kurse auf Englisch belegen und eine Auswahl treffen, die mich am meisten nach vorne brachte.

5. Hast du Tipps und Tricks für aktuelle KSM-Studierende?

Sobald ihr einen Bereich findet, der euch beruflich besonders interessiert oder der euch gut liegt, hilft es euch am meisten, wenn ihr in diesem Bereich möglichst schnell Praxiserfahrung sammelt. Man sollte über den eigenen Schatten springen und Eigeninitiative ergreifen. Praktika oder Jobs als Werkstudent:in helfen sehr. Die Kontakte, die man während des Studiums mit Unternehmen knüpft, sind oft die wertvollsten. Rückblickend hätte ich auch gerne freiwillig Kurse aus anderen Studiengängen belegt, die KSM noch ergänzt hätten. Mir haben bei KSM zum Beispiel vertiefende Seminare im Bereich Marketing gefehlt, welche ich als Gasthörerin in anderen Studiengängen hätte belegen können.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Judith Kunze für das tolle Interview!

von Lisa Weldishofer

Praktikumsbericht ABOUT YOU GmbH

von Kimberly K.

Meine beiden Pflichtpraktika habe ich bei der ABOUT YOU GmbH sowohl im Inland als auch im Ausland absolviert. ABOUT YOU ist eines der am schnellsten wachsenden E-Commerce Unternehmen Europas und wurde in 2018 zu Hamburgs erstem Unicorn. Als ein Fashion- und Technologie-Unternehmen ist es das Ziel, den klassischen Einkaufsbummel zu digitalisieren, indem ein inspirierendes und personalisiertes Einkaufserlebnis auf dem Smartphone geschaffen wird. Die Kunden können Mode aus einem Sortiment von mehr
als 3.500 Brands entdecken. Durch die konsequente Fokussierung auf Personalisierung, Inspiration und Mobile Shopping erwirtschaftete ABOUT YOU einen Umsatz von 1,73 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2021/22 und zählt damit heute zu den größten Online-Modehändlern in Deutschland.
Während meiner Zeit im Unternehmen habe ich spannende Einblicke in zwei wesentliche Bereiche der Content-Abteilung gewinnen können.

Bereich Social Media Management: In diesem Bereich lag der Fokus auf der
redaktionellen Planung und Content-Erstellung für die Social Media Kanäle Facebook, Instagram und Pinterest, sowie dessen Pflege. Dazu gehörte im Detail das Management der Online-Community (also die Beantwortung von Anfragen zu Produkten) sowie die Produktion von Bild- und Videoinhalten. Mir persönlich hat vor allem die Shooting- Konzeption für Inhalte, die auf dem Instagram-Account ausgespielt werden sollten, besonders viel Spaß gemacht, da sowohl bei Presse-Events als auch bei Idol-Shootings für die Website immer behind the scenes mitgefilmt und fotografiert wurde. In dem Social Media Team konnte ich somit bei vielen großen Veranstaltungen des Unternehmens dabei
sein, um hautnah Einblicke in die Modewelt zu gewinnen und an der Gestaltung und Erstellung von Fashion-Content mitwirken zu können. Da das Praktikum sehr vielfältig ausgelegt war, war es möglich, eigene Schwerpunkte zu setzen, sodass ich auch häufig als Shooting-Assistenz bei Fotoproduktionen dabei sein durfte. Hieraus entwickelte sich ein Interessenfeld, welches ich in meinem darauffolgenden Praktikum noch näher vertiefen konnte.

Bereich Influencer Marketing: Bei diesem zweiten Praktikum in einem weiteren Bereich der Content-Abteilung desselben Unternehmens, stand vor allem die Vor- und Nachbereitung sowie die Assistenz bei der Durchführung von Fotoshootings im eigenen Studio und an externen Locations im Ausland im Vordergrund. Hierzu zählte die Organisation von Brand-Kooperationen innerhalb der Shootings sowie essentielle Aufgaben im Vorbereitungsprozess (Reiseplanung, Absprache mit Stylisten, Kurieren, der Musterfläche, etc.). Auch die Kommunikation mit externen Agenturen und Managements im In- und Ausland bezüglich interner Projekte, stellte hierbei eine wesentliche Aufgabe
dar. Neben all den zuvor erwähnten Vorbereitungen für die aufwendigen Fotoproduktionen insbesondere im Ausland (u.a. in Marrakech, Amsterdam, Antwerpen) gehörte neben dem Organisatorischen vor allem der On-set Kontakt mit den für die Produktion gebuchten Influencern bzw. Talents sowie deren Betreuung zu meinen Aufgaben.
Rückblickend kann ich wirklich sagen, dass einem ein Praktikum bei ABOUT YOU (ganz egal in welchem Bereich) unglaublich tolle Möglichkeiten bietet, um sich selbst auszuprobieren und Verantwortung zu übernehmen. Von Tag 1 an wird man quasi ins kalte Wasser geschmissen und darf eigenverantwortlich an tollen Projekten mitwirken. Als schnell wachsendes Unternehmen im E-Commerce Bereich erfordert der Job allerdings eine gute Portion Eigeninitiative, hohe Flexibilität und Einsatz, was ich aus meiner Erfahrung heraus als unglaublich positiv wahrgenommen habe – nicht zuletzt, weil ich mit wahnsinnig tollen und ambitionierten Menschen zusammen arbeiten dufte! Ein Praktikum bei der ABOUT YOU GmbH kann ich deshalb jedem nur wärmstens empfehlen!