5 Fragen an: Dorothee Marx

Name: Dorothee Marx

Arbeitgeber und Ort: PR und Public Affairs Agentur in Köln

Jobbezeichnung: Junior Beraterin

KSM-Abschluss im Jahr: 2019

1. Möchtest du uns ein wenig über deine Zeit an der EUF erzählen?

Ich habe 2016 das Studium in Flensburg begonnen. Ich habe nach meinem Bachelor in mehrsprachiger Kommunikation in Köln nach Studiengängen gesucht die darauf aufbauen und bin durch Zufall auf diesen Studiengang gekommen. Dann ging das los 2016 und für mich war das erste Semester ziemlich neu, denn ziemlich viel Theorie wurde aufgearbeitet. Ich fand  das aber gut, denn ich habe vorher  an einer technischen Hochschule  studiert und das Studium dort war sehr praktisch ausgelegt. Deswegen war es für mich sehr gut, mit den Theorieseminaren einzusteigen.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht in Flensburg zu studieren. Ich habe da echt viel mitgenommen, gerade die praktischen Dinge die wir in Seminaren hatten, haben mir Spaß gemacht. Wir haben zum Beispiel ein Kunstgespräch organisiert und einen  Dokumentarfilm gedreht.

2. Was machst du gerade beruflich?

Ich bin jetzt gerade in einer kleinen PR und Public Affairs Agentur in Köln und wir haben verschiedene Kunden und beraten sie strategisch. Das mache ich seit November 2019, da bin ich seit 1,5 Jahren. Das ist mein Einstieg in die PR und Public Affairs Branche.

Bei unseren  Public Affairs-Projekten sind wir  die Schnittstelle zwischen Unternehmen und Politik. Wir betreuen ganz vielseitige Projekte, zum Beispiel zum Thema Klimaschutz, oder Tierwohl und vertreten die Interessen der Kunden gegenüber politischen Vertretern.  Das macht echt viel Spaß. Was wir viel machen ist Strategien und Konzepte entwickeln, aber auch klassische Pressearbeit, wie z. B. Pressemitteilungen schreiben, gehört dazu. Also, es ist ganz vielseitig was wir dann angehen.

3. Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Erstmal gibt es Kaffee, dann tauschen wir uns kurz mit den Kollegen aus. Dann ist es ganz unterschiedlich, wir haben feste Termine und stimmen uns wöchentlich auch mit den Kunden ab was ansteht, was gerade bearbeitet werden muss. Ich arbeite dann häufig an Texten, zum Beispiel für politische Newsletter. Die Abstimmung mit dem Kunden und weiteren Dienstleistern und  die Koordination der Projekte  gehören ebenfalls zu meinen Aufgaben.

Was im Berufsalltag noch wichtig ist, ist immer auf dem Laufenden zu bleiben, was politische und gesellschaftliche Entwicklungen angeht. Zum Beispiel waren die Bundestagswahlen im September für uns sehr spannend. Wir haben die Wahlprogramme der Parteien analysiert, für  unsere Kunden bewertet und dann u a. Positionspapiere geschrieben.

4. Hast du das Gefühl schon im Studium gehabt, dass du in die Öffentlichkeitsarbeit möchtest und möchtest du in der Zukunft auch in diesem Bereich bleiben?

Ja, ich glaube schon. Was mir schon im Bachelor  am meisten Spaß gemacht hat, war das Schreiben und Seminare zum Thema Kommunikation.  Deshalb hatte ich am Anfang meines Masters schon die Idee später in der  Öffentlichkeitsarbeit zu arbeiten.

Für die Zukunft kann ich mir vieles vorstellen, z.B. weiterhin für eine Agentur zu arbeiten. Weil ich aktuell für eine kleinere Agentur arbeite, vielleicht als nächstes dann in einer größeren. Gerade als Berufseinsteigerin lernt man im Agenturgeschäft unheimlich viel in kurzer Zeit, denn man hat verschiedene Kunden und beschäftigt sich mit einer Vielzahl an Themen. Das macht das Agenturleben sehr abwechslungsreich, weshalb ich mir gut vorstellen kann,  in dem Bereich weiter zu arbeiten.

Ich kann mir aber auch vorstellen, in einem Unternehmen oder etwas Projektbezogenes in der Kommunikation oder Öffentlichkeitsarbeit zu arbeiten. Aber  Öffentlichkeitsarbeit ist schon das wo ich bleiben will.

5. Hast du Tipps & Tricks an KSM Studis?

Viele haben ja Angst dass sie mit dem Studiengang später nicht wissen wohin. Ich habe immer versucht, das nicht aus so einer Perspektive zu sehen. Klar, wir studieren nichts, was uns auf einen festes Berufsbild ausbildet, aber ich fand das eher reizvoll an unserem Studiengang, dass man nicht so eingeschränkt ist und alles mögliche machen kann. Also vielleicht der Tipp, weniger zu gucken, welches Seminar tut sich gut in meinem Lebenslauf, und mehr darauf achten, was interessiert mich jetzt gerade und worauf habe ich Lust. Der Rest ergibt sich dann. Was immer hilfreich ist, ist außerdem, neben dem Studium schonmal viel praktische Erfahrungen zu sammeln . Ich fand das in Flensburg und an der EUF immer sehr einfach, sich einzubringen, sei es nun ein Nebenjob oder das Campus Magazin Zeile 9 oder die Flensburger Kurzfilmtage. Ich kann jeder Person empfehlen sich einfach auszuprobieren und praktische Dinge neben dem Studium zu machen.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Dorothee Marx für das schöne Gespräch!

Praktikumsbericht Partners in Mobility

von Sieke D.

Ich habe eines meiner Praktika im Rahmen eines Nebenjobs als Wissenschaftliche Hilfskraft im Projekt „Partners in Mobility“ an der EUF gemacht. Das Projekt befasst sich mit der Internationalisierung des Lehramtsstudiums an der EUF und wird vom BMBF und dem DAAD gefördert. Eines der Projektziele ist es zu erkennen, welche Hindernisse Studierende im Lehramt davon abhalten im Rahmen ihres Studiums Auslandserfahrungen zu sammeln und diese Hindernisse zu verringern. Das Besondere an dem Projekt ist, dass die Maßnahmen, die zur Internationalisierung ergriffen werden sollen in direkter Zusammenarbeit mit den Studierenden entstehen sollen, sodass ganz gezielt auf die Bedürfnisse der Studierenden eingegangen werden kann. Neben dem klassischen Auslandssemester sollen auch kurzzeitige Auslandserfahrungen wie Summer Schools oder gemeinsame Seminare mit Partneruniversitäten gefördert werden, um möglichst vielen Studierenden die Möglichkeit zu bieten internationale Erfahrungen zu sammeln, ohne dass der Schritt eines Auslandssemesters gegangen werden muss.

Meine Aufgaben als Wissenschaftliche Hilfskraft lagen vor allem im Bereich des Eventmanagements. Gemeinsam mit einer anderen Hilfskraft war ich dafür verantwortlich Veranstaltungen unterschiedlichster Art zu planen und durchzuführen. Eine besondere Herausforderung haben da die Semester der Online-Lehre gebildet, da wir uns zunächst einmal damit beschäftigen mussten, welche Formate als Events überhaupt noch möglich sind und von den Studierenden angenommen werden.

Da wir ganz unterschiedliche Veranstaltungsformate und Teilprojekte innerhalb des Projektes haben, gab es während meiner Zeit bei „Partners in Mobility“ keine Woche, die gleich aussah. Eine meiner regelmäßigen Aufgaben bestand darin den Newsletter des Projektes zu verfassen und zu versenden. Außerdem war ich grundsätzlich für den Mailverkehr unseres Projektes zuständig. Das bedeutet z. B. auch Werbemails für Veranstaltungen an die Studierenden zu formulieren und zu versenden. Wiederkehrender Teil des Eventmanagements war, dass wir vor Beginn eines neuen Semesters einen Veranstaltungsplan entwerfen und nach und nach in die Tat umsetzen mussten. Zu Beginn des Herbstsemesters kommen außerdem jede Menge Veranstaltungen in der Einführungswoche für die neuen Studierenden hinzu. In diesem Jahr haben wir beispielsweise Internationale Campusspaziergänge für die Studierenden organisiert, bei denen sie nicht nur den Campus kennenlernen sondern auch direkt etwas über mögliche Auslandsaufenthalte erfahren konnten. Dabei hatten die Studierenden z. B. die Möglichkeit über eine kurze Liveschaltung zu unseren Stipendiantinnen nach Finnland und Ungarn mit Studentinnen zu sprechen, die vor wenigen Wochen ins Auslandssemester aufgebrochen sind. Neben diesen vielfältigen Aufgaben im Bereich des Eventmanagements gehörten aber auch die Bearbeitung von Bewerbungen für Mobilitätspauschalen oder das Schreiben von Protokollen in Meetings mit der Projektgruppe oder den Partneruniversitäten zu meinen Aufgaben.

Als ich bei „Partners in Mobility“ angefangen habe, war ich zunächst etwas überwältigt von den Freiräumen, die mir als Wissenschaftliche Hilfskraft gegeben wurden, um meine ganz persönlichen Ideen vorstellen und umsetzen zu können. Mit der Zeit habe ich sehr zu schätzen gelernt, wieviel Erfahrungen ich durch dieses Vertrauen und die Verantwortung, die mir übergeben wurde, sammeln konnte. Obwohl ich auch schon vor diesem Nebenjob Erfahrungen im Bereich des Eventmanagements hatte, konnte ich bei „Partners in Mobility“ noch einiges darüber lernen, was es bedeutet für Veranstaltungen oder Teilprojekte alleine verantwortlich zu sein und dementsprechend auch den Überblick über alle anfallenden Aufgaben und Fristen haben zu müssen. Ich bin sehr froh, dass ich die Möglichkeit hatte mein Inlandspraktikum mit einem Nebenjob an der Uni zu verbinden und so nicht nur viel über Projektplanung und Eventmanagement lernen konnten, sondern Abläufe im universitären Alltag kennenlernen konnte.

5 Fragen an: Kathrin Wild

Name: Kathrin Wild

Arbeitgeber und Ort: Europa-Universität Flensburg

Jobbezeichnung: Wissenschaftliche Projektkoordinatorin für das Projekt „Partners in Mobility“

KSM-Abschluss im Jahr: 2004

1. Möchtest du uns ein wenig über deine Zeit an der EUF erzählen?

Gerne. Ich habe mein Studium an der EUF als sehr international empfunden. Es fing schon damit an, dass ich zwar an der EUF eingeschrieben war, aber die ersten drei Jahre nicht in Flensburg studiert habe, sondern in Sønderborg. Am Anfang des Studiums hatten wir direkt ein Treffen in Flensburg. Das war schon etwas komisch, einerseits läuft das Studium in Dänemark ab, andererseits hat man die Infoveranstaltung in Flensburg gehabt. Das war ein bisschen wie zwischen zwei Welten gehen, aber das hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Nach dem Bachelor in Sønderborg habe ich mich entschieden, den Konsekutivstudiengang zu belegen und war an beiden Universität eingeschrieben. Örtlich war ich nun in Flensburg, aber das internationale Gefühl hat sich nicht verändert. Ich habe es sehr genossen, nicht monolingual zu studieren und mit verschiedenen Sprachen zu hantieren.

2. Was machst du denn zurzeit beruflich und wie sieht ein typischer Arbeitstag von dir aus?

Zurzeit bin ich wissenschaftliche Projektkoordinatorin für das Projekt „Partners in Mobility“ aus der Lehramt.International-Linie des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Das ist ein Projekt, indem die Internationalisierung des Lehramtstudiums gefördert werden soll. Wir arbeiten mit vier ausländischen Universitäten und Hochschulen zusammen. Das sind das University College Syddanmark in Dänemark, die Linköpings Universitet in Schweden, die Jyväskylän yliopisto in Finnland und die Eötvös Loránd Tudományegyetem in Ungarn, also ganz international.

Mein Arbeitsalltag besteht aus koordinierenden und organisierenden Aufgaben. Ich schreibe z.T. regelmäßig Tagesordnungen und korrigiere Protokolle, mache das Finetuning. Ich habe viele Videokonferenzen mit unseren Partnern. Ich tausche mich regelmäßig mit anderen Personen aus internationalen Projekten aus. Es ist viel Recherchearbeit und viel Arbeit auf Englisch dabei und ich merke, dass die Partner in Dänemark und Schweden es gut finden, dass ich auf Dänisch mit ihnen kommunizieren kann. Also die interskandinavische Kommunikation funktioniert. Ich würde sagen, das ist schon vielschichtig, aber vornehmlich eine koordinierende Tätigkeit. Dazu kommt ein Forschungsanteil, da wir eine Langzeitstudie zu den Hindernissen für studentische Auslandsmobilitäten durchführen.

3. Und denkst du, KSM hatte etwas mit deinem beruflichen Werdegang zu tun? Kannst du dein Studium damit verbinden?

Ja, alles hat sich gut ineinandergefügt. Ich habe mich durch mein Studium gut gerüstet gefühlt für die Aufgaben, die ich übernommen habe. Ich hatte in allem sehr gute Grundkenntnisse, zum Teil auch fortgeschrittene Kenntnisse erworben. Ich konnte mich in bestimmte Themen vertiefen und der Betreuer meiner Diplomarbeit hat mir eine Promotion im Anschluss angeboten. Das hat sich für mich sinnvoll gefügt. Ich würde sagen, das, was ich jetzt mache, ist ein typisches Betätigungsfeld für KSM-Absolventen, denn wir sind alle begeistert von Internationalisierung und Auslandserfahrungen. Man hat viele Möglichkeiten mit KSM. Ich glaube, jede Person muss sich ihre Nische suchen.

Zum Beispiel bin ich nach dem Studium ins Ausland gegangen für mehrere Jahre und habe da hauptsächlich Deutsch als Fremdsprache (DaF) und zum Teil Englisch unterrichtet. Aber auch dafür hat mich mein Studium gut vorbereitet. Wir sind auf Sprachen lehren sehr gut vorbereitet worden und ich hatte ebenfalls Übersetzung im Studium.

4. Möchtest du mehr über deine Auslandserfahrungen sprechen? Wo genau hast du nach dem Studium gelebt und was hast du dort gemacht?

Ich war nach dem Studium mit dem pädagogischen Austauschdienst in Slowenien und war für sieben Monate an der größten Sprachschule des Landes nahe der österreichischen Grenze tätig. Dann war ich ein knappes Jahr Sprachassistentin über den DAAD in der Germanistikabteilung an der Universität in Aarhus. Danach war ich 2 Jahre DAAD-Lektorin in der Germanistikabeteilung an der Uni Exeter in Südwestengland.

Eigentlich wollte ich anfangs in ein anderes skandinavisches Land gehen, aber mir wurde ein Platz in Mittelosteuropa angeboten und verschiedene Länder vorgeschlagen. Ich fand das sehr spannend und dachte, dass ich es mit Slowenien ausprobiere. Manchmal muss man ins kalte Wasser springen und obwohl es keine einfache Zeit war, war es toll und sehr lehrreich in Slowenien. Ich habe viel mitgenommen und als ich dann in Dänemark war, war es wie nach Hause kommen, denn ich kannte das System und die Sprache.

In England habe ich viel über die britische Kultur gelernt und das war ein Kulturschock, weil ich es so nicht erwartet habe. Das Bildungssystem ist ganz anders und als Hochschule funktioniert man ganz anders. Das war sehr spannend.

5. Hast du Tipps an KSMler*innen?

Sprachen lernen und mal andere als die gängigen Sprachen, mal eine Sprache lernen mit einem komplett anderem Alphabet. Also immer dabei bleiben weiter zu lernen, sich weiterzuentwickeln. Sprachen und Kulturen entdecken, ganz viel privat reisen aber auch beruflich ins Ausland gehen. Neue und verschiedene Dinge ausprobieren, und schauen, wo es einen hinzieht. Man hat viele Möglichkeiten mit dem Studiengang, und da muss jeder seinen Bereich finden und verschiedene Dinge vorher ausprobieren.

Am besten schon während des Studiums, denn ich glaube, wer KSM studiert, ist von Haus aus schon breit interessiert. Ich empfehle es jeder Person, die Praxiserfahrung schon im Studium zu machen, um herauszufinden, wo soll es eigentlich mit mir hingehen soll, was mir liegt und was mir Spaß macht.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Kathrin Wild für das schöne Gespräch!

Praktikumsbericht Reykjavik International Film Festival

von Patrick A.

Ich habe die Monate Juli, August, September und Oktober damit verbracht, in Island beim Reykjavik Internationalen Film Festival mitzuarbeiten. RIFF ist ein Filmfestival das junge Filmtalente unterstützen möchte, weshalb in der wichtigsten Filmkategorie nur die ersten oder den zweiten Film von Filmemachern erlaubt sind.

In den 14 Wochen wo ich Praktikant war hatte ich eine Reihe von verschiedenen Aufgaben zu bewältigen. Offiziell war mein Titel „Redakteur Assistent“ aber meine Aufgaben spannten sich viel weiter aus. Ich war für alles Textbasierte verantwortlich. Alles von Texten korrigieren, zu übersetzen, zu reduzieren und zu schreiben. Da ich viele verschiedene Aufgaben hatte, will ich mich hier auf die wichtigsten konzentrieren:

Mir wurde aufgetragen die Webseiten anderer Filmfestivals zu analysieren und Vorschläge hervorzubringen, wie die Webseite RIFFs verbessert werden könnte. Ehrlich gesagt habe ich mich geehrt gefühlt diese Aufgabe zu erhalten, da Webpagedesign nicht mein Studienfeld ist und es bezüglich dessen auch qualifiziertere Praktikanten gab. Meine Vorschläge wurden ernst genommen, sowohl von dem Webpageverantwortlichen Praktikanten, als auch von der Leitung.

Meine größte Arbeit fand am Anfang statt, wo ich bei der Ausarbeitung eines Antrages für einen EU-Fond mithalf. Hierbei konnte ich viel Wissen anwenden, welches ich in Verbindung mit der Ausarbeitung von Hausarbeiten, angeeignet hatte. Das Einsammeln von Informationen, korrektes Schreiben und genaues Lesen von den Kriterien. Darüber hinaus arbeitete ich auch an einen anderen Antrag für eine Zusammenarbeit mit einem anderen Filmfestival.

Was die Broschüre für das Festival angeht, war es meine Aufgabe die Resümees der Filme zu kürzen, sodass jeder Film ungefähr gleichviel Text hatte. Ich musste die Seitenanzahl für Fehler überprüfen und die Filme eine Alterseinstufung geben. Dies fand ich besonders interessant, da die meisten Filme keine Alterseinstufung hatten und ich deshalb, ohne die Filme zu sehen, angemessene Alterseinstufungen vergeben musste.

Andere größere Aufgaben waren das Planen, Aufsetzten und Durchführen von zwei Events: Dem Pub Quiz und dem Karaoke Abend. Für den Pub Quiz war ich dafür verantwortlich ein Quiz zu erstellen, der über Filme handelte, sowie die Show zu leiten. Zwar war ich was das Hosting angeht nicht alleine, habe aber 95 % dessen übernommen, wo meine Obergesetzte nur wegen extra Infos sich von Zeit zu Zeit meldete. Die Fragen zu stellen, den Quiz zu leiten und mit den Teilnehmern zu interagieren waren alles meine Aufgaben. Bezüglich des Karaoke war es meine Aufgabe die Sachen abzuholen, sie im Motel aufzusetzen und mit dem Personal alles abzuklären. Und natürlich das Event zu hosten und Stimmung aufzubauen. Muss schon sagen, es hat mir echt viel Spaß gemacht

Während des Festivals hatte ich andere Titel: Putzfrau, Hausmeister und Chauffeur für die Stars. Was das Letztere betrifft hätte auch Chauffeur gereicht, aber so hört es sich um einiges besser an. Meine Hauptaufgaben während des Festivals waren von einem physischen Character. Das Büro ordentlich sauber zu machen, für vorbeikommende Gäste und wichtige Personen, sowohl als auch die Autos auf einen tiptop Stand zu bringen. Hausmeistertätigkeiten bestanden aus dem Transportieren, Abholen und Schleppen von schweren Dingen. Stühle, Kisten, Tische usw. Bevor jetzt jemand sagt: „Manno Meter. Was ist denn das für ein Ding?“ Naja, ehrlich gesagt hatte ich mir das auch so nicht vorgestellt. Aber es waren trotzdem wichtige Aufgaben die erledigt werden mussten. Ich war wie die Säulen, die Venedig vorm versenken schützen: Wichtig, hielt alles über Wasser, während ich von Dreck und Schlamm umgeben war. Das Fahren der Gäste war schon ziemlich interessant, weil ich auch dänischesprechende Gäste hatte, die durch meine Kommunikation mit ihnen entspannter waren und es sehr genossen auf ihrer Muttersprache zu kommunizieren. Und hey, ich kann jetzt sagen ich hätte die Sängerin von Blondie gefahren, wer kann das schon von sich behaupten?

Eine andere wichtige Aufgabe die mir während des Festivals aufgetragen wurde, war zu den Botschaften verschiedener Länder zu fahren und Dank auszurichten, für die Zusammenarbeit mit RIFF.

Übergeordnet würde ich nicht sagen, dass ich viel Neues gelernt habe, aber was ich gelernt habe ist mich selbst besser einzuschätzen. Ich habe lernen können welche Kompetenzen ich einem potenziellen Arbeitsgeber in Zukunft anbieten kann und dafür bin ich mehr als dankbar. Darüber hinaus habe ich Erfahrungen machen können wie ein Filmfestival geplant und durchgeführt wird.

5 Fragen an: David Greenaway

Name: David Greenaway

Arbeitgeber und Ort: Secondary School in London

Jobbezeichnung: Deutsch- und Englischlehrer

KSM Abschluss im Jahr: 2017

1. Möchtest du uns ein wenig über deine Zeit in Flensburg erzählen?

Ich habe viele schöne Erinnerungen an meine Zeit in Flensburg und KSM. Am Anfang war ich ein wenig skeptisch, denn meine Entscheidung nach Flensburg zu kommen war ziemlich spontan und ich wusste nicht was ich erwarten sollte. Ich habe Germanistik in Bristol studiert und wusste nicht was ich danach machen sollte. Ein Dozent hat mir, er ist jetzt Dozent in Flensburg hat aber früher in Bristol unterrichtet, mir diesen Studiengang gezeigt und vorgeschlagen. Und ich dachte; Warum nicht? Ich habe vorher ein wenig über Flensburg und die Kurse gelesen, aber nicht zu viel. Das war eine Überraschung als ich in Flensburg angekommen bin. Bis dahin hatte ich nur Kurse über Linguistik, Deutsch und Geschichte. Und plötzlich hatte ich Kunst und Mode und BWL Kurse. Ich dachte es gibt zu viel Vielfalt aber am Ende habe ich es ein bisschen mehr verstanden. Ich hatte viele Freiheiten, ich konnte für mich selbst entscheiden in welche Richtung ich gehen möchte. Und das war sehr gut. Die Uni war fantastisch und auch sehr von der Region geprägt. Und ich habe mich sehr für diese Grenzregion interessiert und das historische Verhältnis zwischen Deutschland und Dänemark, das war sehr interessant für mich.   

2. Was machst du im Moment beruflich?

Ich bin jetzt Lehrer bei einer Secondary School in England. Ich lehre Deutsch und Englisch momentan und meine Schüler und Schülerinnen sind 11 bis 16 Jahre alt, also Teenager. Die Schule liegt an der Grenze zwischen London und Essex, das ist ein wenig außerhalb von London. Ich habe meine Ausbildung vor 2 Jahren gemacht. Das ist ein wenig anders in England als in Deutschland, denn man studiert nicht auf Lehramt. Man studiert in England zum Beispiel Deutsch und Geschichte und macht eine Art von Ausbildung zum Lehrersein danach in einer Schule. Ich arbeite an der Schule wo ich meine Ausbildung gemacht habe. Der Job gefällt mir obwohl es nicht immer einfach ist die deutsche Sprache beizubringen. Viele englische Kinder legen nicht so viel Wert auf Fremdsprachen, aber so ist der Job. Aber es gefällt mir die Sprache beizubringen. Außerdem kommt ja auch die deutsche Kultur dazu, zum Beispiel reden wir auch über deutsche Filme und Musik.  

3. Und wie sieht dein typischer Alltag in der Schule aus?

Ich stehe normalerweise so um 7 Uhr auf und fahre zur Schule. Ich muss meine Schulstunden vorbereiten und trinke erstmal viel Kaffee. Es kommt immer auf den Tag und die Klassen an. Wir haben verschiedene Themen, die wir im Unterricht besprechen. Vor allem die jüngeren Schüler und Schülerinnen lernen anfangs viel über deutsches Essen, Urlaub, Familie und Berufe. So lernen sie verbunden mit diesen Themen einfache Sätze zu bilden. Wenn sie dann etwas älter sind lernen wir die schöne deutsche Grammatik zusammen.

In England muss man eine Sprache lernen bis Year 9, die Schüler sind dann ungefähr 13-14. Danach hat man die Möglichkeit die Fremdsprachen abzuwählen. Die meisten wählen leider dann die Fremdsprachen ab, aber es gibt auch viele Schüler und Schülerinnen, die die Fremdsprachen lieben. Dann ist dieser Job wunderbar und der beste Job dieser Welt, denn man hat 15 Schüler und Schülerinnen und sie wollen alles über Deutschland wissen. Sie wollten die Sprache lernen und nach Deutschland fahren und echte Deutsche kennenlernen. Und das ist wirklich eine schöne Erfahrung. Es gibt gute und schlechte Tage, aber so ist es glaube ich, wenn man Lehrer ist.

4. Hast du denn das Gefühl, dass du deinen Master mit deinem Beruf als Lehrer verbinden kannst?

Ich habe insgesamt 4-5 Jahre in Deutschland verbracht, davon 2,5 Jahre in Flensburg und ich bin ein ziemlich guter Kenner von Deutschland. Ich lese gerne Bücher auf Deutsch und schaue mir deutsche Serien an. Kulturelle Dinge die man normalerweise als Schüler und Schülerin nicht weiß, die kann ich vermitteln. Und wenn ich über KSM spreche, würde ich sagen; Ich musste lernen anpassungsfähiger zu sein, weil ich mit Sachen konfrontiert wurde die ich normalerweise nicht sehen oder machen würde, ich habe zum Beispiel ein Referat über Punk-Mode auf Deutsch gehalten. Wenn ich das machen kann, dann kann ich alles schaffen. Wenn man Lehrer ist muss man ein wenig anpassungsfähig sein, denn man weiß nicht was kommt und jeder Tag ist anders. Ich habe viel über Vielfalt und wie man sich gut anpassen kann gelernt. Und natürlich habe ich auch mein Deutsch verbessert.

5. Hast du irgendwelche Tipps für KSM Studis?

Sei nicht zu skeptisch, einfach reinspringen. Man hat immer das Gefühl man muss darüber nachdenken in welche Richtung man geht, zum Beispiel habe ich mich für Linguistik, Geschichte und Literatur interessiert, und ich dachte BWL und Kunst ist nicht mein Ding. Aber man kann noch viel lernen und positives mitnehmen. Ich würde sagen man soll die Gelegenheit nutzen was neues auszuprobieren und KSM gibt uns die Möglichkeit viele verschiedene Dinge auszuprobieren, die man normalerweise nicht tun könnte. Ich habe meine Zeit in Flensburg sehr genossen. Es war eine spontane Entscheidung, aber auf jeden Fall eine gute Entscheidung. Und man sollte nicht vergessen, ab und zu auch mal ein Flens zu ploppen!

Ich bedanke mich ganz herzlich bei David Greenaway für das schöne Gespräch!

Praktikumsbericht ProRef an der EUF

von Jana R.

Ich habe mein Praktikum in Form eines Nebenjobs als studentische Hilfskraft beim ProRef („Programm zur Studienvorbereitung und -integration von Geflüchteten“) an der Europa-Universität Flensburg absolviert. Das Programm wird auf der Website der EUF beschrieben: Mit ihm „unterstützt die Europa-Universität Flensburg studieninteressierte Geflüchtete beim Einstieg in ein Studium. Durch Sprach- und Schlüsselkompetenzkurse sowie Studien-, Karriere- und Sozialberatung erleichtert die EUF die Integration in das deutsche Hochschulsystem, den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft.“

Konkret besteht das Programm aus drei Gruppen, von denen zwei Gruppen Deutsch auf unterschiedlichen Niveaus und eine Gruppe Englisch lernt. Die Gruppen werden täglich von mehreren Lehrkräften unterrichtet. Meine Aufgabe als studentische Hilfskraft ist die Unterstützung des Unterrichts durch Korrekturen, die Besprechung von Hausaufgaben und Tests mit den Teilnehmenden des Programms sowie die Pflege von Anwesenheitstabellen und das Erstellen von Teilnahmebescheinigungen. Ich bin für zehn Stunden in der Woche angestellt und kann mir meine Arbeitszeit dabei ziemlich frei einteilen.

Was mir besonders an der Arbeit gefällt ist, Teilnehmende dabei zu unterstützen, wie sie eine Sprache auf einem ziemlich hohen Niveau lernen und sich immer weiter verbessern. Durch die oft hohe Motivation der Teilnehmenden macht die Arbeit sehr viel Spaß. Durch regelmäßige Besprechungen mit den Teilnehmenden (die wir in diesem Zeitraum ausschließlich online gemacht haben) hatte ich regelmäßig Kontakt zu den Teilnehmenden und konnte ihnen in 1-zu-1 Gesprächen Tipps zu ihren geschriebenen Texten geben und Fragen beantworteten. Mir wurde von den Teilnehmenden oft eine große Dankbarkeit für meine Arbeit gezeigt, was mich immer sehr gefreut und motiviert hat. Ich bin froh, dass ich meine Stärken im Bezug auf Rechtschreib- und Grammatik anwenden kann, um anderen damit zu helfen. Gleichzeitig fand ich den Einblick in die Arbeit des Programms super interessant und habe auch viel über das Konzept dieser Art von Studienvorbereitung und über die Arbeit mit Excel gelernt.

Praktikumsbericht Regiocast GmbH & Co. KG

von Sally P.

Die Regiocast GmbH & Co. KG gehört zu Deutschlands führenden Radiounternehmen mit Beteiligungen an verschiedenen Radiosendern, Hörfunkvermarktern und anderen Dienstleistungsunternehmen aus dem Medienbereich. Zu der Niederlassung in Kiel gehören die Radiosender R.SH, delta radio und Radio BOB!, sowie die R.SH-hilft-helfen-Stiftung und
das Medienunternehmen Mach3.

Mein Praktikum habe ich bei der Pressesprecherin der Regiocast absolviert, da diese aber auch sehr eng mit der Live- und Unternehmenskommunikation sowie dem Marketing und den Redaktionen der einzelnen Sender zusammenarbeitet, umfasste mein Arbeitsbereich auch Aufgaben dieser Abteilungen.

Zu meinem alltäglichen Aufgabenbereich gehörten zum Beispiel das tägliche Presseclipping, das Verfassen von Intranetmeldungen, die Erstellung von Pressemeldungen und digitalen Fotos sowie die Pflege der Mediadatenbank. Besonderes viel Spaß hatte ich bei der Vorbereitung verschiedener Events sowie der Betreuung der Journalist:innen und Radiomoderator:innen vor Ort. Außerdem konnte ich bei diversen Veranstaltungen (z.B. Kieler Woche, Wacken-Open Air, Hurricane und Deichbrand-Festival, R.SH Pop am Strand
usw.) einen sehr tiefgreifenden und detaillierten Blick hinter die Kulissen der großen Bühnen und Infrastruktur solcher Veranstaltungen werfen und Mitarbeitende sowie Künstler:innen vor Ort betreuen. Diese Erlebnisse waren einzigartig und für mich eine großartige Möglichkeit, die typischen Abläufe der Pressestelle eines Medienunternehmens kennenzulernen. Besonders der häufige und enge Kontakt zu bekannten Menschen aus Musik, Sport und Politik war sehr aufregend und gleichzeitig fordernd und persönlichkeitsbildend. Neben solchen Aufgaben bei verschiedenen Veranstaltungen, bei denen die Radiosender der Regiocast meist als Medienpartner fungierten, habe ich aber auch bei diversen Programmaktionen viele Kontakte geknüpft und vor allem das Bundesland Schleswig-Holstein nochmal von einer ganz anderen Seite kennenlernen dürfen. Ein Beispiel hierfür sei die „R.SH-Eisattacke“. Im Rahmen dieser Programmaktion des Radiosenders R.SH hatten Unternehmen und Hörer:innen aus Schleswig-Holstein, die Möglichkeit, sich auf den Besuch des eigens gebrandeten R.SH-Eismobils an ihrem Arbeitsplatz zu bewerben. Diese täglichen Besuche an verschiedenen Orten in ganz Schleswig-Holstein habe ich mehrere Male begleitet und die Organisation sowie Kommunikation vor Ort eigenständig koordiniert.

Insgesamt hat mich das Praktikum bei der Regiocast sehr begeistert und meinen Berufswunsch für die Zukunft, in der Pressestelle eines Unternehmens oder einer kulturellen Einrichtung zu arbeiten, stark geprägt. Ich habe mich in dem Team sofort gut aufgenommen und respektiert gefühlt und habe schon nach kurzer Zeit oft das Vertrauen bekommen, Dinge eigenverantwortlich zu organisieren und umzusetzen. Zwar waren die Arbeitszeiten meist sehr lang, bzw. in den Abendstunden und am Wochenende, aber diese Tatsache hat man von Beginn an mit mir kommuniziert und mir jederzeit die Möglichkeit gegeben, Überstunden durch Freizeitausgleich „abzubummeln“. Ich wurde von allen Mitarbeitenden stets sehr herzlich behandelt, habe im Unternehmen neue Freund:innen gefunden und auch nach dem Praktikum noch einige Male für die Regiocast gearbeitet.

Zudem war das Abschlussgespräch mit dem Leiter der Unternehmenskommunikation sehr perspektivbildendend für meine universitären und beruflichen Zukunftspläne, sodass ich behaupten kann, durch das Praktikum bei der Regiocast meinen Studiengang KSM mit einem besser definiertem Fokus wahrgenommen zu haben. Des Weiteren ist mir durch verschiedene Bewerbungsgespräche früh bewusst geworden, dass die Medienbranche genau solche eine frühe Orientierung fordert und es wichtig ist, sich auch während des Studiums schon um Nebenjobs und Praktika zu bemühen, die auf den gewünschten Arbeitsbereich zielen bzw. mit diesem verwandt sind.

Praktikumsbericht Schleswig-Holstein Musik Festival

von Inga W.

Ich habe in diesem Sommer die Chance bekommen, beim Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) zu arbeiten. Für acht Wochen durfte ich in zwei verschiedenen Abteilungen des Festivals Erfahrungen sammeln und selbstständig Aufgaben übernehmen.

Das SHMF ist ein jährlich stattfindendes zweimonatiges Flächenfestival, dass dieses Jahr über 150 Konzerte an verschiedenen Orten in ganz Schleswig-Holstein, Hamburg sowie in Teilen Niedersachsens und Dänemarks ausrichtet. Durch die Corona-Pandemie fanden dieses Jahr so viele Konzerte wie möglich Open Air statt, was einen neuen Blickwinkel auf die Chancen und Schwierigkeiten von Konzerten unter freiem Himmel bot. Es war sehr interessant zu erleben, dass sich manche Musikrichtungen und Besetzungen sehr dafür eignen, während andere im geschlossenen Raum besser und intimer zur Geltung kommen.

Im Rahmen des Festivals finden außerdem jedes Jahr Masterclasses statt. Diese ermöglichen Musikstudierenden aus aller Welt intensive Unterrichtsstunden mit renommierten, vor allem klassischen Musikerinnen und Musikern zu erleben und Neues zu erarbeiten. Des Weiteren gibt es ein junges internationales Festivalorchester sowie einen Festivalchor.

Meine Aufgaben im diesjährigen Festivalsommer lagen in der Assistenz bei Organisation und Durchführung der Musikfeste auf dem Lande und der Masterclasses in der Musikhochschule Lübeck. 

Zunächst habe ich zwei Wochen vor Festivalbeginn den Arbeitsplatz, das junge und offene Team und den Umgang mit den internen Programmen kennengelernt, die benötigt werden, um ablaufrelevante Daten einzupflegen. Meine Aufgabe bestand unter der Woche darin, die Schedules, also Ablaufpläne, für das jeweils anstehenden Musikfestwochenende zu schreiben.  An einem Musikfest auf dem Lande finden am Samstag und Sonntag insgesamt sieben Konzerte auf einem in S-H gelegenen Gutshof statt. Mir kam die Aufgabe zu, mit allen beteiligten Künstlerinnen und Künstlern Kontakt aufzunehmen, ihre Reisedaten zu erfragen und gegebenenfalls deren Transport zum Konzertort zu organisieren. An den Wochenenden selbst war ich sowohl am Auf- und Abbau sowie der Dekoration des Geländes, als auch als Künstlerbetreuerin, -fahrerin und Ansprechpartnerin vor Ort beteiligt. Ich habe in den ersten sechs Praktikumswochen insbesondere das koordinative Denken geübt und ein Auge dafür bekommen, wie besonders effektiv geplant werden kann, sodass beteiligte Personen wenig Wartezeiten oder doppelte Arbeit haben. Insbesondere nach der langen Zeit ohne Konzerte und gemeinsamen Musizierens habe ich mich gefreut, mit so viel musikbegeistertem Publikum in Kontakt zu kommen und viele wahnsinnig verschiedenen Musikerinnen und Musiker kennenlernen zu dürfen.

Die letzten beiden Wochen meiner Zeit beim SHMF habe ich bei den Masterclasses verbracht. Dafür mussten wir, meine zwei Kolleginnen und ich, zunächst den Umzug unseres Büromaterials von unserem Hauptsitz in Lübeck in die Musikhochschule Lübeck planen und umsetzen. Insgesamt hat innerhalb von 10 Tagen eine Gesangs-, eine Cello- und eine Klaviermasterclass stattgefunden. Außerdem wurden neben der Unterrichte drei Workshops zum Thema Berufsmusikergesundheit für die Teilnehmenden angeboten.

Gemeinsam war es unsere Aufgabe, die jungen Teilnehmenden, die Dozierenden und die Gasthörenden zu betreuen. Die Unterrichte der Masterclasses sind nämlich öffentlich und somit für interessierte Zuhörende mit einem Ticket zugänglich. So fielen der Ticketverkauf, die Verpflegung der Beteiligten, die Vergabe von Überäumen, die Organisation der Unterrichte und schlussendlich die Ausrichtung der insgesamt vier Abschlusskonzerte in unseren Aufgabenbereich. Insbesondere Letzteres war eine große Herausforderung, da bei der Konzertorganisation insbesondere in Pandemiezeiten eine Menge beachtet werden muss. Ich habe gelernt in stressigen Situationen ruhig zu bleiben, mich auf meine Kolleginnen und Kollegen zu verlassen und Kritik sowohl anzunehmen als auch konstruktiv zu äußern. Am Ende sind alle Konzerte erfolgreich ‚über die Bühne gegangen‘.

Die Zeit beim Festival hat mir gezeigt, dass mir die Kombination aus Eventmanagement und Musik großen Spaß macht und für mich Kulturmanagement eine Branche darstellt, in der ich später sehr gerne beruflich tätig sein möchte. Neben stressigen und arbeitsintensiven Phasen war immer noch Zeit für gemeinsame Abendgestaltungen mit den Kolleginnen und Kollegen, sodass eine sehr freundschaftliche Stimmung im Team herrschte. Ich habe mich während des Praktikums jederzeit ernstgenommen gefühlt und mich gefreut, dass mir sehr viel Verantwortung und selbstständige Arbeit zugetraut wurden.

Praktikumsbericht Start Up-Unternehmen Storyfischer

von Tristan D.

Über das Unternehmen: Storyfischer ist ein kleines Start Up-Unternehmen aus Nordfriesland. Das Projekt steht im Einklang mit den Tätigkeiten der Geschäftsführerin in den Bereichen Fotografie und Videografie. Storyfischer ist also ein lokales Unternehmen, dessen Tätigkeit sich auf die Produktion von Inhalten für soziale Netzwerke und deren Verwaltung konzentriert.
Die Kunden sind hauptsächlich Bestandskunden, die über einen bestimmten Zeitraum von mindestens 6 Monaten eine Abonnementsvereinbarung unterzeichnet haben. Das Abonnement besteht aus 4 bis 8 monatlichen Postsendungen, je nach dem gewählten Angebot, der Antwort auf die Kommentare und der allgemeinen Verwaltung der Facebook- und Instagram-Kanäle.
Das Unternehmen verfügt momentan über 15 Bestandskunden, bis Ende 2021 dürfte diese Zahl jedoch steigen. Zusätzlich zu den Bestandskunden führt Storyfischer auch kürzere Kampagnen für andere Kunden durch. Dazu gehören in der Regel die vorübergehende Übernahme der Unternehmensseite, die Aktualisierung des Profils sowie eine bestimmte Anzahl von Posts auf den Social Media-Kanälen des Unternehmens.
Die Kundschaft besteht aus Unternehmen mit sehr unterschiedlichen Geschäftsfeldern: Landwirtschaft, Viehzucht, Fahrschule, Fahrradgeschäft, Möbelgeschäft, Elektrizität, Straßen- und Tiefbau u.a. Es handelt sich in der Regel um kleine und mittlere Unternehmen, die selten die Marke von 80 Beschäftigten überschreiten.

Tätigkeiten als Praktikant: Die täglichen Aufgaben als Praktikant bei Storyfischer bestehen hauptsächlich aus 3 Kategorien: die Produktion von Inhalten, die Verarbeitung von Inhalten und die interne Organisation.

Vor der Erstellung von Inhalten erhält der Praktikant eine Ausbildung in das Equipment, das für die Aufnahmen verwendet werden. Die Eigenschaften der Kameras sowie die Konfigurationen, die in der jeweiligen Situation üblich sind, werden erläutert. Ich persönlich habe eine sehr umfassende Online-Ausbildung über Videotechniken erhalten.

Während der Drehs haben wir in der Regel eine Checkliste der verschiedenen zu drehenden Szenen und die allgemeine Vorstellung vom Endergebnis, wenn es bereits entschieden ist.
Es kommt jedoch oft vor, dass man mit bestimmten Kunden improvisieren muss, die es vorziehen, zeitnah selbst zu entscheiden, wohin sie uns zum Dreh schicken. Man muss also selbst schnelle Entscheidungen treffen und sich ein Bild von den Inhalten machen, die aus der Situation, in der man sich befindet, produziert werden können.
Die Drehteams bestehen in der Regel aus zwei Personen, aber es ist auch üblich, an einfacheren Drehs alleine zu sein.

Wenn die Dreharbeiten abgeschlossen sind, müssen die Inhalte dann verarbeitet werden. Auch dort werden Schulungen für die von uns eingesetzte Videobearbeitungssoftware (Final Cut Pro X) sowie das Bildbearbeitungsprogramm angeboten.
Bei der Bearbeitung hat man in der Regel einige Freiheiten, und wenn man keine klare Richtlinie für das Endergebnis hat, kann man die Richtung des Videos oder des Fotos ziemlich frei wählen.
Die Inhalte werden dann in einer WhatsApp-Gruppe der Geschäftsführung zur Genehmigung vorgelegt. Jeder kann seine Lösungen anbieten, um die Inhalte bei Bedarf zu verbessern. Nach der Validierung des Inhalts muss ein Begleittext zum Beitrag erstellt werden. Der Text sollte den Inhalt der Videos/Fotos ergänzen und relevante Keywords für SEO enthalten. Es wird auch in einer WhatsApp-Gruppe angeboten und korrigiert.

Wenn der Inhalt und der Text fertig sind, werden sie dann an die Kunden gesendet, die grünes Licht für die Veröffentlichung geben oder die vorzunehmenden Änderungen anzeigen. Danach wird der Content gepostet.

Als Praktikant muss man auch bestimmte Nebentätigkeiten übernehmen, wobei der wichtigste Teil der Arbeitszeit dem Filmen und der Verarbeitung gewidmet ist. Darunter die Übertragung von Drehideen in die Gesamtplanung des Unternehmens, Community-Management-Aktivitäten und Interaktionen mit Abonnenten von Accounts oder Sonderwünsche bestimmter Kunden, für die wir von Zeit zu Zeit Poster, Flyer und mehr erstellen können.

Fazit: Storyfischer ist ein dynamisches Start-up mit hervorragender Arbeitsatmosphäre und sehr interessanten und abwechslungsreichen Tätigkeiten für alle, die sich für Fotografie oder Video interessieren. Die Verankerung in kleinen lokalen Betrieben fördert den Kontakt und die Schaffung eines persönlichen Netzwerks zusätzlich zu den Vorteilen eines kreativen Jobs mit abwechslungsreichen Tätigkeiten.
Am Ende meines Praktikums wurde mir von Storyfischer ein Jobangebot gemacht, das ich gerne angenommen habe

Einführungswoche Flyer – Introductory Week Flyer

Liebe Erstsemesterstudierende,

hier findet ihr das KSM-Programm der Einführungswoche. Bitte denkt an die GGG-Nachweisplicht und eine medizinische Maske!

Wann?Wo?UhrzeitWas?
Dienstag, 21.09HEL16609 UhrBegrüßungsveranstaltung Erstsemestler
danach: Campusführung
10.30 UhrBegrüßungsveranstaltung Drittsemestler
danach: Campusführung
ab 11.30 UhrGet-Together
Mittwoch, 22.09Online: https://uni-flensburg.de/meet/sibylle.machat 17.30 Uhr – 18.30 UhrInformationen zum Double Degree mit der PSU Pensa
18.30 Uhr – 19.30 Uhr Lesung Lena Berson (russ.-israel. Dichterin)
Donnerstag, 23.09Südermarkt 19 UhrStadtrallye
Freitag, 24.09Südermarkt ab 12.30 UhrKlimastreik am Rathaus (ab 13 Uhr)