Programm für die Einführungswoche der Erstsemesterstudierenden KSM

Herzlich Willkommen an der EUF!

Damit ihr den Campus, die Stadt und eure Kommiliton*innen möglichst bald kennen lernen könnt, haben wir uns ein kleines Programm für euch überlegt:

12.09., Mo: 11:15 Uhr Campusführung (Treffpunkt Mensa)

13.09., Di: 16 Uhr KSM-Jahrgangsübergreifendes Picknick (Treffpunkt Unigarten vor Oslo; bei schlechtem Wetter HEL 063)
Geschirr, Getränke und einen Snackbeitrag zum Picknick bringt jeder selber mit.

14.09., Mi: 18 Uhr Stadtrallye (Treffpunkt Südermarkt)

16.09., Fr: 12 Uhr Begrüßung durch Studiengangleitung (HEL 063)
16:30 Uhr Graduierungsfeier außerschulischer Studiengänge +
Empfang/Meet&Greet (neuer Ort: TAL 1)

Praktikumsbericht Influencer-Marketing bei ooia

Von Helen H.

Vom 1. Februar bis zum 31. Mai 2021 habe ich mein Pflichtpraktikum im Influencer Marketing bei dem Start-Up ooia absolviert. Meine Hauptaufgabe war dabei, Kooperationen zwischen der Firma ooia und Influencer*innen auf Instagram zu planen und zu betreuen – und das von der Recherche bis hin zur Ausarbeitung und Analyse der Zusammenarbeit.

Die Recherche erfolgte vor allem manuell über die App Instagram. Im wöchentlichen Meeting wurde dann besprochen, welche der Influencer*innen für ooia passen könnten. Die Personen, bei denen wir ein gutes Gefühl hatten, wurden von mir kontaktiert. Im Austausch mit ihnen oder ihrem Management wurden zunächst die Insights, die Likes pro Instagram-Beitrag und die Views pro Story erfragt. Diese Zahlen wurden von mir mit der Follower*innen-Anzahl verglichen, um zu erfahren, wie hoch die Engagement Rate ist. Diese beschreibt eine Kennzahl aus den sozialen Netzwerken, welche die Intensität der Nutzer*innen von Social-Media-Plattformen mit einem veröffentlich Inhalt misst. Erschien uns die Engagement Rate positiv, so haben wir ein Angebot berechnet – dabei waren die internen Key Performance Indicators immer im Blick. Bei positiver Verhandlung wurde dann von mir ein Paket mit Produkten zusammengestellt und an die jeweilige Influencer*in versendet. Außerdem wurde die Kommunikation der Kampagne geplant, bei der ein Media Kit, welches ich erstellt habe, als Hilfe diente. Die Influencer*innen, welche mit ooia zusammenarbeiten, erhalten von der Firma einen Rabattcode, welchen sie mit ihren Follower*innen teilen, wenn sie die Produkte in ihrer Instagram-Story vorstellen. Nach der Kooperation wurden die Zahlen mit unseren vorherigen Berechnungen von mir analysiert, verglichen und es wurde Feedback gegeben. Bei einem positiven Kooperations-Abschluss wurden den Influencer*innen eine weitere Kampagne, teilweise mit mehreren Terminen für die folgenden Monate, angeboten. Alles erfolgte in enger Absprache mit meiner Praktikumsbetreuerin.

Ein weiterer Teil meiner Verantwortlichkeiten im Praktikum bestand in der kreativen Ausarbeitung für die Produktlaunches. Zu jedem Produkt, welches auf den Markt gebracht wird, sammelt das Marketing-Team Ideen zur Präsentation. Dazu gehört es auch personalisierte Pakete für Influencer*innen zu planen: Welchen Text schreiben wir in die Briefe? Welches Seidenpapier verwenden wir? Brauchen wir weitere Accessoires für das Paket, die zum Produkt passen? Bei all diesen Fragen durfte ich kreativ mitmischen. So haben wir beispielsweise für den Slip Hugs, einem Periodenslip, welcher ein integriertes Wärmepad enthält und gegen Periodenschmerzen hilft, ein Paket erstellt, bei dem wir mit anderen Firmen kooperiert haben. Es entstand ein Päckchen aus Periodenslip, schmerzlindener Creme, nachhaltiger Schokolade und Menstruationstee – liebevoll und personalisiert verpackt für Influencer*innen und Freunde der Firma. Bei einem anderen Produktlaunch designte ich eine Karte, welche ebenfalls an Influencer*innen verschickt worden ist.

Ich habe zu einer aufregenden Zeit mein Praktikum absolviert, denn während des Pinky-Gloves-Skandals konnte ooia stark wachsen: innerhalb von einer Woche wurde die Follower*innenzahl von ca. 37.000 auf circa 75.000 fast verdoppelt. Viele weitere Aufgaben haben das Praktikum zu einer unvergesslichen Zeit gemacht, welche ich sehr genossen habe. Besonders großartig war es, wie viel Vertrauen mir geschenkt worden ist. Natürlich wurde jede Entscheidung im Team besprochen, doch ich hatte nie das Gefühl, „nur“ eine Praktikantin zu sein. Unsere Dozent*innen sagen immer „KSM ist das, was man daraus macht“ – mit meiner Praktikumserfahrung kann ich dies bestätigen, denn ich habe meine Berufung gefunden und kann nun nach meinem Studium Vollzeit im Influencer Marketing bei ooia arbeiten.

Praktikumsbericht Webmarketing bei AddBike

von Elisa N.

Im Rahmen des Pflichtpraktikums habe ich mich für das große Praktikum im Ausland entschieden. Das Praktikum habe ich direkt im Anschluss meines Auslandssemesters in Lyon begonnen. So konnte ich meinen Auslandsaufenthalt verlängern und organisatorische Dinge wie Wohnung, Versicherung etc. waren bereits geklärt.
Das Praktikum habe ich bei einem Startup namens AddBike im Bereich Webmarketing absolviert. AddBike ist in der Fahrradwelt zu Hause und stellt Lastenfahrräder her, wobei sie sich besonders durch 2 Produkte auszeichnen: Auf der einen Seite haben sie das U-Cargo, ein elektrisches Longtail-Rad für den Kindertransport, entwickelt. Auf der anderen Seite ist AddBike bekannt für sein Zubehör, was ein herkömmliches Fahrrad in ein Lastenfahrrad verwandelt. Das Zubehör unterscheidet sich je nachdem welchen Zweck es erfüllen soll. Somit ist dies angepasst für den Kinder-, Hunde- oder Lastentransport erhältlich.

Meine Aufgaben während des Praktikums würde ich als sehr vielfältig beschreiben. Im Großen und Ganzen bestanden diese aus folgenden Tätigkeiten:

  • Korrektur der Website
  • Verfassen von Artikeln für den Blog
  • Verfassen des Newsletters (+ Themenrecherche)
  • Kundenbetreuung und Kontaktpflege von Partnern
  • Identifizierung neuer Partner in Deutschland
  • Recherche nach Online-Marktplätzen
  • Übersetzungen

Dadurch, dass ich die einzige im Team war, dessen Muttersprache deutsch war, habe ich so ziemlich alle Aufgaben erledigt, die Kenntnisse der deutschen Sprache verlangten. So hatte ich stets auch sehr viel Verantwortung, und generell viel Vertrauen im Erledigen meiner Aufgaben von meiner Managerin erhalten.
Hauptsächlich waren meine Aufgaben im Webmarketing-Bereich (SEO & SEA) angesiedelt. Dazu gehörten beispielsweise das Verfassen von Artikeln und Newslettern. Während des Praktikums konnte ich mich also ziemlich gut auf das Erweitern meiner redaktionellen Fähigkeiten konzentrieren. Dabei hatte ich besonders viel Freiheit und das Vergnügen meine Kreativität ohne Grenzen ausleben zu können. Der Prozess des Verfassens eines Newsletters oder Artikels beinhaltete vor ab eine Themenrecherche sowie abschließend das Auswählen und Platzieren von Bildern.
Anschließend war ich für französisch-deutsche Übersetzungen verantwortlich, was auch sehr viele spontane Übersetzungen „zwischendurch“ von z.B. Mails beinhaltete. Schnell konnte ich meine eigene Strategie entwickeln, die es mir ermöglichte schnelle, gute und authentische Übersetzungen zu verfassen. Im Bereich SEA haben wir mit einer Agentur aus Deutschland zusammengearbeitet, die uns bei einigen Kampagnen unterstützte. Dies fand ich besonders spannend und war dankbar, bei allen Meetings dabei gewesen sein zu können.
Anders als geplant, habe ich nach der Hälfte zudem Aufgaben des Vertriebs-Teams übernommen. So habe ich zum Beispiel den Kontakt zu Kunden gepflegt, Fragen beantwortet (per Mail als auch über Telefon) und unsere Partnerhändler_innen in Deutschland kontaktiert, um zu fragen, wie es mit unseren Produkten läuft. So stand ich ein wenig zwischen dem Kommunikationsteam sowie den Vertriebler_innen. Ich fand dies unglaublich spannend und auch wichtig, da ich durch den Kontakt mit den Kunden/Partnerhändlern das Produkt nochmal aus anderen Augen kennenlernen konnte. Diese andere Perspektive hat mir persönlich sehr in meinem Aufgabenbereich der Kommunikation geholfen. Ich verstand so, was den Kund_innen wirklich an unserem Produkt begeisterte und wo es aber z.B. auch seine Schwächen hat.

Während meines kompletten Praktikums hat mir das Arbeiten im Kontext eines Startups unglaublich viel Spaß gemacht hat. Es war stets ein angenehmes Arbeiten mit vielen soirées sowie apéros nach erledigter Arbeit. Darüber hinaus hatte ich unglaublich viel Glück mit dem Team, was neben französischen Kollegen und Kolleginnen,  auch aus vielen internationalen Mitarbeiter_innen bestand. Habe ich schon vorher interkulturelle Begegnungen sehr zu schätzen gewusst, weiß ich dank des Praktikums nun, dass ich diese auch in der Arbeitswelt nicht missen möchte! Darüber hinaus hat das Teilen eines gemeinsames Ziel, nämlich das Startup weiter voranzutreiben, mich sehr inspiriert und mir viel Energie bei der Bearbeitung meiner Aufgaben gegeben!

5 Fragen an Prof.in Dr.in Hedwig Wagner

Fachschaft und Studiengangleitung haben sich gemeinsam fünf Fragen an Dozierende des Studiengangs überlegt, die Studierenden die Gelegenheit geben sollen die Dozent*innen ein wenig besser kennenzulernen.

Prof.in Dr.in Hedwig Wagner – Webseite der EUF

1. Wie sind Sie zu Ihrem Forschungsschwerpunkt gekommen?

Als ich wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bauhaus-Universität Weimar (BUW) war, gab es einen deutsch-französischen Doppelstudiengang Europäische Medienkultur (EMK) bzw. licence information-communication (info-comm) zwischen der Fakultät Medien der BUW und der Université Lyon 2, für den ich sehr gerne den deutsch-französischen Lektürekurs gab, später Seminare, auf Deutsch und auf Französisch. Mich hat es gereizt, die poststrukturalistischen Klassiker auf Französisch zu lesen, mit den deutschen und französischen Studierenden über Medien, Filme, Artefakte zu reden, später dann auch intellektuelles Neuland zu betreten, das zu lesen, was in der info-comm unterrichtet wurde. Dass Medienwissenshaft von einem Land zum anderen so anders sein kann, ganz andere Theoriereferenzen, andere Annahmen und Argumentationsweisen, das hat mich sehr gefordert und seitdem hat mich dieses Thema nicht mehr losgelassen. Ich war dann auch mehrmals zu Lehraufenthalten in Lyon gewesen, sah, wie andere in Europa über Europa und den Nexus von Europa und Medien denken. 

2. Welches war ihr bestes KSM-Seminarthema bisher, und was wäre ein Wunschthema für die Zukunft?

WS 2016/17: MyFacebook, MyYoutube: Medien im Selfie-Modus? (auch nochmals FrSe 2019) und im HeSe 2017: Das Internet der Dinge

In Zukunft: um die Thematik des (kulturpessimistischen, z.t, dystopischen) Anwurfs des ‚Technologischen Totalitarismus‘ (Frank Schirrmacher), der Herrschaft der Algokratie

3. Welches(-r) Buch/Film hat Sie besonders beeinflusst, bzw. sollte man unbedingt gelesen oder gesehen haben?

Die Filme, die mich als Studentin am meisten beeinflusst haben, waren die von Pier Paolo Pasolini: Accattone, La Ricotta, Mamma Roma und Il vangelo secondo Matteo, später die von Guy Maddin Archangel, Tales from the Glimi Hospital und vor allen Dingen Theo Angelopoulos Der Blick des Odysseus, Die Ewigkeit und ein Tag und auch die von Chantal Akerman.

4. Ist das Glas halb voll oder halb leer?

Es ist mehr als halb voll!

5. Welchen Rat würden Sie, rückblickend aus eigener Erfahrung, Ihrem Studierenden-Ich geben?

Mehr Systematik! Immer Exzerpieren, niemals lesen, ohne darüber nicht wenigstens ein paar Zeilen zu schreiben, dann sinnvoll und wiederauffindbar abspeichern, professionell das 10-Finger-Schreiben erlernen, im Studium mindestens ein Jahr in einem englischsprachigen Land studieren, auch wenn die erste Fremdsprache eine andere ist (die beiden letzten Punkte bringen auf die Lebenszeit gesehen eine ungeheure Zeitersparnis!)

Praktikumsbericht Projektmanagement KERN AG

von Sophie U.

Mein zweites kleines Inlandspraktikum habe ich bei der KERN AG Sprachendienste in Braunschweig absolviert. Die KERN AG ist ein Unternehmen mit mehreren Filialen im In-und Ausland und bietet Sprachdienstleistungen wie Übersetzungen, Dolmetschen und Sprachtrainings in fast alle Weltsprachen an, aber auch Dienstleistungen wie Transkription und Lektorate. Der Praktikumszeitraum war von Februar bis April 2022. Mein Tätigkeitsbereich während des Praktikums war das Projektmanagement. Mein Aufgabenbereich umfasste Aufgaben wie Endkontrollen von fertigen Übersetzungen und die Betreuung von Privatkunden. Bei den Endkontrollen handelte es sich um verschiedenste Textsorten in verschiedenen Längen und Sprachen, die größtenteils von menschlichen Übersetzer:innen übersetzt wurden, teilweise aber auch von Maschinen bzw. Programmen. Meine Aufgabe war es dann zu kontrollieren, ob die Übersetzung vollständig war, ob alle Zahlen stimmen und wenn gewünscht, auch zu kontrollieren, ob die Übersetzung sprachlich und inhaltlich korrekt waren. Letzteres war natürlich nur bei Sprachkombinationen möglich, die ich selber beherrsche, also zum Beispiel von  Englisch nach Deutsch oder von Französisch nach Deutsch. Ich habe aber auch Endkontrollen von Übersetzungen aus oder nach Sprachen gemacht, die ich nicht oder nur wenig beherrsche. Bei solchen Endkontrolle handelte es sich dann um Texte, die mithilfe eines sogenannten Translation Memory übersetzt wurden, in dem wiederkehrende Phrasen oder Vokabeln gespeichert sind. Das erleichtert Übersetzer:innen die Arbeit und gewährleistet ein gewisses Maß an Kontinuität innerhalb des Textes. Solche Texte sind oft lang und eher repetitiv, wie zum Beispiel Bedienungsanleitungen, deshalb ist eine stilistische Kontrolle nicht zwingend nötig. Meine im KSM-Studium vertieften Englischkenntnisse waren bei solchen Endkontrollen besonders nützlich, aber auch bei der Kommunikation mit Privatkunden, die kein oder nur wenig Deutsch sprachen. Die Betreuung von Privatkunden war ebenfalls meine Aufgabe, d.h., wenn Kunden persönlich in die Filiale kamen oder per E-Mail oder telefonisch angefragt haben, was die Übersetzung ihrer Dokumente kostet, habe ich diese Dokumente dann analysiert, also mithilfe von einem Programm die Wörter ausgezählt und basierend darauf den Preis und die Bearbeitungszeit berechnet und den Kunden ein Angebot unterbreitet. Für die Analyse waren meine Sprachkenntnisse sowie meine im KSM-Studium erlernten sprachwissenschaftlichen Kenntnisse und Fähigkeiten wichtig und hilfreich. Wenn die Kunden dann beauftragt haben, habe ich dann Übersetzer:innen für die entsprechende Sprache, die mit Kern zusammenarbeiten aus einer Datenbank rausgesucht und kontaktiert, von den fertigen Übersetzungen auch Endkontrollen gemacht und diese dann an die Kunden weitergeleitet. Währenddessen stand ich für die Kunden und Übersetzer:innen auch für Rückfragen zur Verfügung. Privatkunden haben meist Texte wie Urkunden oder Zeugnisse übersetzen lassen. Während meines Praktikums habe ich auch über einen Zeitraum von zwei Wochen Interviews für eine Behörde transkribiert. Meine Aufgaben waren also sehr vielfältig. Unter  anderem hatte ich auch Aufgaben, die in den Bereich der Kundenakquise fallen, also das Versenden von Werbebriefen. Neben diesen branchenspezifischen Aufgaben hatte ich auch typische Büroaufgaben, wie die Post holen oder wegbringen oder die Ablage von Unterlagen. Außerdem habe ich eingehende Rechnungen kontrolliert und an die Buchhaltung weitergeleitet und ausgehende Rechnungen geschrieben und versendet. Was mir besonders an diesem Praktikum gefallen hat, waren die vielfältigen Aufgaben und das angenehme Arbeitsklima.

Praktikumsbericht Hejskole Logumkloster Denmark

von Sayed Milad S.


From 01.02.2022 until 30.04.2022 I did an internship in Hejskole Logumkloster/ Public School Logumkloster in Denmark. Hejskole or public schools are boarding schools in Denmark where a lot of young people from Denmark and around the world are living together. Furthermore, folk high schools are a type of residential schools for adults that is standard in Scandinavian countries and has also been popular elsewhere in Europe. The folk high schools are offering different short- and long-term courses including music, literature, Scandinavian lifestyle or Nordic living, Ceramics, Gardening, etc. For me it was a great experience to live and work as an intern in Denmark and especially
in a public school for three months. I was working as a Modern Danish Literature teacher and had my own individual classes; also, I was engaged very closely with the international students which was a wonderful experience for me. During three months of internship, I have gained a great experience of teaching and have learned a lot about the recent teaching methods and an immense knowledge of the public schools and their concepts and existences in Denmark, on the other hand, the practice of being with a huge number of people from different cultures, regions and ages was really tremendous. We had deep talks about the current issues of our world, cultures, food, new trends, etc which I really learned from.
I was attending two times per week in the teachers meeting as well once per week I had a session with my internship observer, during the meeting if both parties had questions or issues both would have been asking and finding solutions. At the same time, there was a very strong teamwork and I was supported by the whole team during my internship period. The administration team was very cooperative during the time of my internship, they were helping any time I needed to. The principal of the school is a very open minded and warmhearted personality which I really enjoyed working with her and I appreciated her valuable instructions . She was monitoring every step of my work but at the same time giving me the freedom to be able to work independently.
Finally, throughout the internship, I have also learned many things about Danish culture whose benefits are far beyond what I could learn on a normal trip. In short, I would like to thank the university of Flensburg -Erasmus project, and I strongly recommend the internship recipient institution for the students who are willing to do an internship in the future.

5 Fragen an: Ronja Baerecke

Name: Ronja Baerecke

Arbeitgeber und Ort: Mahmut Özdemir, Mitglied des Bundestages (MdB), Wahlkreisbüro in Duisburg

Jobbezeichnung: Wissenschaftliche Mitarbeiterin

KSM-Abschluss im Jahr: 2020

1.  Möchtest du ein wenig über deine Zeit in Flensburg und den Masterstudiengang KSM erzählen?

Frau Machat hat sehr viel dazu beigetragen, dass dieser Studiengang eine positive Erfahrung war. Ich habe zuvor Medienmanagement an einer Hochschule in Berlin studiert, wo der Studieninhalt wie zum Beispiel die Kurswahl oder der Stundenplan strikt vorgegeben waren und man sich um nichts kümmern musste. Dementsprechend war ich überrascht von der inhaltlichen Freiheit, die der Master KSM mit sich bringt, welche aber auch nicht immer leicht für mich war. Besonders was die Kurswahl und Prüfungsanmeldung anging, kannten sich manche Studierende, die ihren Bachelor an einer Universität absolviert hatten, mit dem Prozedere besser aus und waren dadurch im Vorteil. Generell ist KSM aber ein sehr moderner Studiengang, der viele Freiheiten und Möglichkeiten bietet und ich habe viel gelernt. Selbst wenn man mal das Gefühl hatte, dass etwas zum Beispiel organisatorisch nicht richtig läuft, wurde sofort eine Lösung gefunden.

2. Was machst du zurzeit beruflich? Was ist dein beruflicher Werdegang?

Ich habe bereits während meines Bachelorstudiengangs angefangen für den Deutschen  Bundestag zu arbeiten. Zunächst war ich für ein paar Monate bei einer Kommission, die sich mit der Frage nach der Entsorgung von Atommüll beschäftigt hat und bin anschließend ins Presse- und Kommunikationsamt gewechselt, wo ich als Journalistin tätig war. Auch während des Masters habe ich weiterhin als freie Journalistin gearbeitet und zur Bundestagswahl 2017 den Bundestagsabgeordneten für Rendsburg-Eckernförde, Sönke Rix, bei einem Interview kennen gelernt und Ende 2018 als studentische Mitarbeiterin in seinem Wahlkreisbüro angefangen. In dieser Branche ergibt sich viel aus persönlichen Kontakten, die man im Laufe des Arbeitsalltags knüpft und gerade wenn man eng mit einem Abgeordneten zusammenarbeitet, ist es wichtig, dass es menschlich stimmt. Während der Corona-Pandemie war es sehr schwierig, in Deutschland einen guten Job zu finden, weshalb es mich im Sommer letztes Jahr für eine kurze Zeit in die Schweiz verschlagen hat. Seit März dieses Jahres arbeite ich nun im Wahlkreisbüro von Mahmut Özdemir in Duisburg.

3. Wie sieht dein beruflicher Alltag aus?

Es gibt eigentlich keinen typischen Arbeitsalltag bei mir, jeder Tag ist anders. Als Wissenschaftliche Mitarbeiterin eines Abgeordneten hat man viele verschiedene Aufgaben, einige davon gleichen der einer persönlichen Referentin. Das umfasst unterschiedliche Bereiche, vor allem das Beantworten von Bürger*innen-Anfragen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Social Media sowie ein allgemeines Bild davon zu haben, was im Wahlkreis so vor sich geht. Ich organisiere prinzipiell alle Termine im Wahlkreis, begleite den Abgeordneten dann auch dorthin und kümmere mich um die Presse.

4. Kannst du deinen beruflichen Werdegang mit dem Master KSM verbinden?

Da fallen mir vor allem der kommunikative Aspekt des Studiengangs, der generell ein gewisses Maß an Sprachgefühl erfordert, und die Linguistik-Kurse ein. In meinem Beruf spielt es eine große Rolle, wie man seine Worte wählt und Gedanken verbalisiert. Gerade in der Politik hat man es oft mit komplexen Sachverhalten zu tun und möchte diese möglichst leicht verständlich rüberbringen, dabei hilft mir die theoretische Grundlage der Sprachführung und -forschung. Ich muss immer bedenken, wie meine Worte von Rezipient*innen aufgenommen werden und welche Wirkung man mit Aussagen erzielen kann. Generell ist ein sicherer Umgang mit Sprache wie zum Beispiel korrekte Grammatik essenziell für meinen Beruf. Auch die Kurse aus dem Bereich BWL wie zum Beispiel „Economics“ haben mir geholfen, mehr Verständnis für politische und wirtschaftliche Prozesse zu entwickeln. Auch das englische Vokabular, das ich mir in diesem Kurs angeeignet habe, kann ich heute noch verwenden, wenn mich Gesetzesvorlagen zu politischen Themen erreichen.

5. Hast du Tipps und Tricks für aktuelle KSM-Studierende?

Ich empfehle den Studierenden das Praktikum nicht in mehrere kleine Praktika aufzuteilen, sondern am Stück als großes Praktikum zu absolvieren. So hat man mehr Zeit in das Unternehmen und den Beruf hineinzuschnuppern und muss nicht nach wenigen Wochen wieder gehen. Ich war als Journalistin für vier Monate in Spanien und konnte auf Spanisch und Englisch publizieren. Das klappt besser, je länger man die Sprache um sich herum hört, liest und schreibt. Ansonsten würde ich empfehlen, dass ihr euch bereits neben dem Studium einen Job zulegt, der auch mit dem Studiengang oder eurer späteren Wunschbranche zu tun hat. So könnt ihr schon Erfahrung sammeln und auch Unternehmen können eure Fähigkeiten besser einschätzen und es erleichtert einem den Berufseinstieg. Nebenjobs wie zum Beispiel Kellnern bringt kurzfristig Geld, aber langfristig habt ihr meistens nichts davon.  Auch die kostenlosen Sprachkurse sind eine tolle Möglichkeit der Universität, die man nutzen sollte. In einem späteren Beruf ist es nur von Vorteil, wenn man eine zusätzliche Sprache wie Französisch oder sogar Arabisch beherrscht.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Ronja Baerecke für das tolle Interview!

von Lisa Weldishofer

Praktikumsbericht Social Media Transcription

von Sophie U.

Von Juli 2021 bis Januar 2022 habe ich als Independent Contractor für Telus International, ehemals Lionbridge, gearbeitet. Bei dieser Arbeit handelte es sich um ein zeitlich begrenztes Projekt, an dem mehrere hundert Leute von zu Hause aus frei arbeiteten. Die Arbeitszeit war frei wählbar, solange man mehr als zehn Stunden pro Woche arbeitete. Für diese Arbeit habe ich mich selbstständig gemacht, also mein eigenes Gewerbe gegründet. Meine Arbeit bestand anfänglich daraus, kurze Audiospuren von Social-Media-Posts zu transkribieren. Diese waren in der Regel wenige Sekunden bis zwei Minuten lang. Die Transkripte dienen dazu, eine künstliche Intelligenz darauf zu trainieren, die deutsche Sprache zu erkennen und soweit zu lernen, dass sie eigenständig Untertitel zu diesen Posts erzeugen kann. Konkreter wurden diese Audiospuren in Schleifen, sogenannten Queues, in einem speziellen Programm abgespielt. Meine Aufgabe war dann, mir die Audiospuren anzuhören, nach zuvor festgelegten Regeln zu entscheiden, ob die Audiospuren geeignet waren und diese dann zu transkribieren. Ungeeignete Audiospuren waren zum Beispiel jene, die nur Geräusche oder Musik enthielten und keine gesprochene Sprache, oder fremdsprachige Audiodateien, da es ja spezifisch darum ging, dass die künstliche Intelligenz die deutsche Sprache erlernt. Eine Schwierigkeit bei dieser Aufgabe war unter anderem zu entscheiden, ob Audiospuren, die einen regionalen Dialekt enthalten, geeignet sind oder nicht. Dialekte, die zu stark von der hochdeutschen Varietät abweichen, waren ungeeignet. Einige regional spezifische Worte waren jedoch erlaubt, da sie als allgemein bekannt vorausgesetzt wurden. Meine im KSM-Studium erlernten sprachwissenschaftlichen Fähigkeiten haben mir besonders dabei geholfen, regionale Dialekte zu identifizieren und einzuschätzen, wie bekannt gewisse Ausdrücke sind, um zu entscheiden, ob Audiodateien, die solche Ausdrücke enthalten, geeignet sind. Die Kommunikation mit Vorgesetzten und Kollegen erfolgte über ein Programm, das ähnlich funktioniert wie Microsoft Teams. In unserem Gruppenchat haben wir öfter über solche sprachwissenschaftlichen Fragen diskutiert. Ein weiterer Punkt, bei dem mir das KSM-Studium bei der Arbeit geholfen hat, war die Tatsache, dass viele der Audiodateien popkulturelle Referenzen enthielten. Die referierten Filme, Bücher oder Konzepte zu erkennen, half dabei, die Audiodateien in einen größeren, allgemeineren Kontext einzuordnen, was dazu beitrug, diese Dateien korrekt zu transkribieren. Anders herum hat mir meine im Zuge dieser Arbeit gesammelte Erfahrung mit dem Transkribieren im Studium geholfen, da wir in einem Sprachwissenschaftskurs Interviews transkribieren mussten. Nach ungefähr zwei Monaten wurde ich zum Quality Inspector befördert. Dadurch bekam ich zusätzlich zum Transkribieren noch die Aufgabe, die Transkripte anderer zu kontrollieren und zu evaluieren, ob alle festgelegten Regeln, nach denen wir transkribieren sollten, eingehalten wurden. Diese kontrollierten Transkripte wurden dann an eine dritte Instanz weitergeleitet, die dann nochmals die Arbeit der Quality Inspectoren beurteilte. Von dieser dritten Instanz erhielten wir wöchentlich Fehlerlisten mit unseren eigenen Fehlern, durch die wir unsere eigene Arbeit verbessern sollten. Ab einem gewissen Zeitraum gab es dann keine Fehlerlisten mehr, weil der Endkunde, der die Transkripte erhält und dem die KI gehört, das so entschieden hatte. Die doppelte Qualitätskontrolle diente dazu, genaue und korrekte Transkripte zu gewährleisten. Neben der Arbeit als Quality Inspector habe ich noch weiter transkribiert und wurde von anderen kontrolliert. Diese Arbeit hat mir viel Spaß gemacht und ich denke, dass meine erlernten Fähigkeiten für mein Studium und darüber hinaus relevant und nützlich sind.

5 Fragen an: Nadine Triebel

Name: Nadine Triebel

Arbeitgeber und Ort: KONE in Hannover

Jobbezeichnung: Mitarbeiterin Marketing & Kommunikation

KSM-Abschluss im Jahr: 2016

1.  Möchtest du ein wenig über deine Zeit in Flensburg und den Masterstudiengang KSM erzählen?

Für mich war KSM genau der richtige Masterstudiengang. Ich hatte in Flensburg schon meinen Bachelor in Germanistik, Anglistik und Pädagogik gemacht, aber schnell gemerkt, dass ich nicht unterrichten, sondern eher in der Medienbranche bzw. im Bereich Kommunikation tätig sein möchte. Der polyvalente Studiengang KSM war wie für mich zugeschnitten und bot mir auch die spätere Freiheit, nicht auf einen Job fixiert zu sein. Diese berufliche Ungebundenheit und die Vielfalt an Jobperspektiven war genau das, was ich für mich wollte. Meine Praktika im Bachelor haben sich bereits auf die Bereiche Online-Journalismus, Rundfunk und Social-Media konzentriert.

KSM hat mir als Studiengang die berufliche Freiheit gegeben, die mir bei der Ausrichtung Lehramt gefehlt hat. Der Master ist sehr vielseitig. Du hast unzählige Möglichkeiten das herauszupicken, was deinen Interessen und Stärken entspricht. Durch die Vielfältigkeit der Kurse habe ich auch den Bereich der Medienethik als persönliches Interesse entdeckt, was mich über das Studium hinaus geprägt hat, sodass ich heute Poetry Slams darüber schreibe und mich intensiv damit beschäftige

2. Was machst du zurzeit beruflich?

Zurzeit arbeite ich im Bereich Marketing & Kommunikation bei der Firma KONE. Mein Job gliedert sich in zwei Bereiche: Interne Kommunikation und Social Media. Rückblickend habe ich jede Chance, die sich bot, ergriffen, um praktische Erfahrungen zu sammeln.

Mein Auslandspraktikum im Master habe ich bei einer Hilfsorganisation in Indien absolviert, indem ich dort als Teil des Kommunikationsteams ein Spendenevent organisiert habe. Diese Referenz hat mich dann wiederum zu einem weiteren Praktikum in der Unternehmenskommunikation bei den VGH-Versicherungen in Hannover geführt. Das hat mich dann in der Entscheidung bestärkt, dauerhaft in der Unternehmenskommunikation arbeiten zu wollen. Deshalb habe ich mich danach ganz gezielt auf entsprechende Stellen beworben und war zunächst für fünf Jahre bei der Johanniter-Unfall-Hilfe im Bereich Kommunikation und Marketing und später zu 100 Prozent im Social-Media-Management tätig. Danach bin ich dann zu meinem aktuellen Arbeitgeber KONE gewechselt und habe nun mit einem interkulturellen B2B-Markt zu tun.

3. Wie sieht dein beruflicher Alltag aus?

Jeder Tag sieht anders aus – gerade deshalb liebe ich meinen Job auch so sehr. Ich muss einerseits die globalen Strategien im Blick haben und andererseits schauen: Was setzen wir davon um und wie? Hier ist eine gute Planung essenziell aber auch ein kreativer Kopf. Jeden Tag kommen neue Themen auf, die ich auf unterschiedlichste Weise vermittele: Intern und/oder auf unseren Social-Media-Kanälen. Ein konkretes Beispiel hierfür ist das Unternehmensziel klimaneutral zu arbeiten bis 2030: Wie kommunizieren wir das? In welchem Rhythmus, mit welchen Themen? Mit welchen Statements? Da ist viel thematische Abstimmung gefragt und ein gutes Netzwerk. Ich muss mir also für jede Zielgruppe überlegen was ich kommunizieren möchte und welches Format dafür das geeignetste ist.  Außerdem bin ich zuständig für das Markenbotschafter-Programm, das heißt: Ich bilde ein Team von MarkenbotschafterInnen darin aus, ihre Statements auf LinkedIn gekonnt zu platzieren und ihre Expertise darzustellen, um gut und professionell im B2B-Bereich netzwerken zu können.

4. Kannst du deinen beruflichen Werdegang mit dem Master KSM verbinden?

Gerade den Bereich der Medienethik habe ich nicht nur als persönliches Interesse entdeckt, sondern wende ihn auch täglich in meinem Beruf an. Zum Beispiel dränge ich niemanden Zitate auf, sondern rege dazu an, gebe Ideen mit und motiviere Menschen ihre Geschichten zu erzählen, ohne Druck auf sie auszuüben. Ich gehe auch viel reflektierter mit Nachrichten um, und kann sehr gut einschätzen, wie ich korrekt recherchiere und welche Quellen vertrauenswürdig sind. Gerade aus diesem Grund waren die Praktika eine großartige Möglichkeit, meine Branche für mich zu finden, aber Branchen bzw. Arbeitgeber auch ausschließen zu können, die nicht mit meinen Werten konform gehen.

Das richtige Recherchieren und Aufbereiten von Informationen habe ich aber tatsächlich durch die Praxis, während meines studentischen Nebenjobs als Online-Journalistin beim Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlag erlernen können.

Aber auch die BWL/Marketing-Kurse waren rückblickend sehr hilfreich. Du bekommst ein gutes Grundverständnis für die Basics. Die Unterschiedlichkeit der Rechtsformen oder mal die Erstellung eines eigenen Business Plans. Das haben wir alles mal ganz praktisch mit allem Möglichen durchgespielt und gesehen, woran man dabei denken muss. Budgetplanung, Personalplanung, Risiken und so weiter. Der Kurs zum Thema „Kreatives Schreiben“ hilft mir heute noch bei meiner Arbeit mit Social-Media. Die Kurse zum Thema Interkulturalität helfen sowohl beim Auslandspraktikum als auch im Beruf, wo ich gut erkennen konnte: Wie arbeiten andere Menschen aus anderen Kulturen, wie sind sie geprägt und worauf muss ich bei der Zusammenarbeit achten, sodass sie erfolgreich ist?

5. Hast du Tipps und Tricks für aktuelle KSM-Studierende?

Ich kann euch diesen Studiengang nur empfehlen, weil er Spaß macht und dir die notwendige Freiheit gibt, deine Stärken und Interessen selbst zu finden und diese auszubauen. Du kannst deine Schwerpunkte selbst legen. Die inhaltliche Bandbreite des Studiengangs ist ein riesiger Vorteil und eine immense Chance. Habt keine Hemmungen Kurse proaktiv mitzugestalten, viele Dozierende bieten hierbei Möglichkeiten zum Austausch. Gleichzeitig gehört jedoch auch ein gewisses Maß an Eigeninitiative dazu, sprich:  Ergreift die Chance, habt auch den Mut sie zu nutzen, probiert euch aus, stellt Fragen. Ihr seid im Studiengang nicht alleine. Das Praktikum ist eine großartige Möglichkeit, um sich bereits zu vernetzen und erste Weichen für den Jobeinstieg zu stellen. Ich kann euch außerdem AIESEC ans Herz legen, die größte internationale Studentenorganisation weltweit, da ich mit ihnen gute Erfahrungen damit gemacht habe, das richtige Auslandspraktikum zu finden.

Ich bedanke mich ganz herzlich bei Nadine Triebel für das tolle Interview!

von Lisa Weldishofer

Praktikumsbericht Stern VIEW

von Lisa Marie L.

Im Rahmen meines Masterstudiums Kultur – Sprache – Medien absolvierte ein großes Praktikum vom 01. Januar bis zum 31. März 2022 im Medienunternehmen Gruner + Jahr in der Redaktion der Stern VIEW. Das Magazin VIEW erscheint seit 2005 und beschäftigt sich vorwiegend mit Bildern aus aller Welt und deren Geschichten befasst und damit über zumeist aktuelle Geschehnisse aus Kultur, Natur, Unterhaltung, Sport und Politik berichtet.

Gruner + Jahr ist ein deutsches Medienunternehmen mit Sitz in Hamburg und wurde 1965 von Richard Gruner, John Jahr und Gerd Bucerius gegründet. G+J gehört zu Bertelsmann und ist seit Januar 2022 eine Tochtergesellschaft von RTL Deutschland. Neben Stern VIEW verlegt Gruner + Jahr unter anderem die Formate Stern, GEO und Brigitte.

Pandemiebedingt verbrachte ich den Großteil meiner Zeit mit der Arbeit aus dem Home Office, konnte allerdings in den ersten zwei Wochen meines Praktikums trotz dessen Erfahrungen im Büroalltag sammeln und bekam die Möglichkeit, mich vor Ort mit den Abläufen und internen Programmen vertraut zu machen und einige Kolleg*innen persönlich kennenzulernen, die mich in meine Aufgabenbereiche in der Redaktion einführten.

Ein normaler Arbeitstag bei VIEW begann für mich mit einem morgendlichen Meeting, in dem der Stand zu bearbeitender Aufgaben und Themen besprochen wurde. Danach ging es für mich an die Recherche und das Schreiben anstehender Kurztexte für die sogenannten Doppelseiten, bestehend aus Fotografien. Am Nachmittag durfte ich neben meiner Arbeit mit den Textredakteur*innen außerdem am täglich stattfindenden Meeting der Bildredaktion teilnehmen – dort werden tagesaktuell Bilder aus diversen Datenbanken gesichtet und es wird entschieden, welche sich für die unterschiedlichen Rubriken des Magazins eignen. Es stand mir zudem frei, eigenständig Medien- und Kommunikationsplattformen nach Bildern zu durchzusuchen und diese in einem kurzen Redaktions-internen Newsletter als Vorschlag für die aktuelle Ausgabe vorzustellen.

Neben dem Schreiben und Editieren von Kleintexten durfte ich eigenständig Themen für ausgewählte Rubriken suchen, recherchieren und kurze Geschichten in unterschiedlichen Stilformaten verfassen und übernahm gelegentlich die Korrektur von Texten der anderen Redakteur*innen. Außerdem bereitete ich als Praktikantin regelmäßig Interviews vor, übersetzte diese vom Englischen ins Deutsche, und vice versa, und bereitete diese anschließend als Fließtext auf. Während meines Praktikums erhielt ich zudem die Chance, einige größere Textbeiträge für die jeweilige Ausgabe zu verfassen. Auch hier wurde ich am gesamten Entstehungsprozess beteiligt, angefangen von der ersten Idee, über die Auswahl der Fotografien zur Bebilderung der Geschichte in enger Absprache mit der Bildredaktion und dem Layout bis hin zur Recherche und finalen Ausformulierung des Textes.

Abschließend kann ich sagen, dass mir insbesondere die sehr enge und offene Zusammenarbeit der einzelnen Arbeitsbereiche Text, Bild, Layout und Chefredaktion sowie die ständige Kommunikation dieser miteinander positiv aufgefallen ist, die sich für mich von bisherigen Praktika abgehoben hat. Von Beginn an wurde ich als Praktikantin in alle Bereiche und Prozesse miteinbezogen, durfte selbstständig arbeiten, mir Aufgaben suchen und Themen recherchieren und vorschlagen, wie beispielsweise in der monatlichen Themenkonferenz, in der die Inhalte der nächsten Ausgabe gemeinsam besprochen werden.

Studierenden, die Spaß am Schreiben und Texten haben, voller Neugier für das aktuelle Weltgeschehen sind und sich für Geschichten, die das Leben erzählt, begeistern können, all denjenigen kann ich ein Praktikum bei der Stern VIEW ans Herz legen – euch erwartet eine spannende, lehrreiche Zeit und ein absolut tolles Team!