von Hanna E.
Ich entschied mich für ein Praktikum in der Programmarbeit im Goethe-Institut Boston aus verschiedenen Gründen. Zum einen wollte ich die Arbeit in einem Kulturunternehmen und spezifisch im Kuratieren von kulturellen Events hineinschnuppern. Zudem freute ich mich darauf, den transatlantischen Kulturaustausch kennenzulernen und bei diesem mitzuwirken. An dem Standort des Goethe-Instituts in Boston war ich besonders interessiert, da mich die Zusammenarbeit mit den vielen Universitäten, wie Harvard und MIT, in der Umgebung und das vielfältige Programm interessierten.
Meine Aufgaben drehten sich vor allem um das Organisieren, Bewerben und Durchführen der Veranstaltungen. Zusammen mit meinen zwei Kolleginnen und dem Direktor des Goethe-Instituts kuratierte ich die zukünftigen Events. Bei dem Auswählen der zukünftigen Programmpunkte konnte ich als Praktikantin nicht ganz so viel aktiv mitwirken, da das Programm oft schon sehr weit im Voraus geplant wird und viele komplizierte Faktoren in die Entscheidungen fließen. Ich konnte allerdings an allen diesbezüglichen Meetings teilnehmen und mich auch mit Ideen aktiv einbringen. Zudem war ich für die Website des Kulturprogramms, das Updaten verschiedener Eventkalender und das Erstellen von Werbemitteln wie Flyern zuständig. Bei zwei kleineren Events durfte ich außerdem die Hauptverantwortung übernehmen und war diesbezüglich für den Kontakt mit den Künstler*innen und das Koordinieren der Events verantwortlich. Bei der Durchführung der Kulturveranstaltungen war es meine Aufgabe, die Technik zu bedienen, den anschließenden Empfang vorzubereiten, die Künstler*innen zu betreuen und bei anderen Tätigkeiten wie Social Media oder Ähnlichem auszuhelfen, wenn nötig. Diesen Teil der Arbeit mochte ich besonders, da ich hier nicht nur das vielseitige Kulturprogramm ansehen konnte, sondern auch den Kontakt zu vielen faszinierenden Künstler*innen, wie zum Beispiel Luisa Neubauer oder Mitgliedern der Berliner Philharmoniker, knüpfte. Neben meinen Aufgaben in der Programmabteilung konnte ich auch in anderen Bereichen mithelfen und diese so etwas kennen lernen. Hier erledigte ich kleinere Aufgaben für die Verwaltung, besuchte Collegekurse als Teil des Sprachprogramms und schnupperte in die Social-Media-Arbeit.
Alles in allem hat mir meine Zeit im Goethe-Institut Boston sehr gut gefallen und ich kann das Praktikum nur wärmstens weiterempfehlen. Mein Team hat mich immer unterstützt und mich in alle Prozesse miteingebunden. Das kulturelle Programm reichte von Konzerten, zu Lesungen und politischen Diskussionen, bei welchen ich mit verschiedensten Organisationen, wie dem Boston Book Festival, Harvard oder dem MIT zusammenarbeiten konnte. Dadurch, dass in meinem Zeitraum sehr viele Events geplant waren und eine meiner zwei Kolleginnen für einen längeren Zeitraum ausfiel, musste ich zeitweise sehr viele Überstunden machen, die ich allerdings später problemlos abbauen konnte. Es wird zudem erwartet, dass man bei den meisten Events, die meist abends und am Wochenende stattfinden, aushilft, was zu unregelmäßigen Arbeitszeiten führt. In meiner Zeit im Goethe-Institut Boston habe ich viel gelernt, was mir bestimmt in meinem späteren Berufsleben weiterhelfen wird.