von Anna B.
Mein Praktikum habe ich als Werkstudentin in der Europäischen Akademie für Frauen in Wirtschaft und Politik Berlin (EAF Berlin) absolviert. Die EAF Berlin ist eine Nichtregierungsorganisation, die sich im Rahmen unterschiedlicher Projekte für Gleichstellung und Diversität einsetzt. Die Themen der Organisation umfassen Chancengleichheit, Vereinbarkeit und Führungsstrukturen sowie Parität und Partizipation, wobei die EAF Berlin als Beratungs- und Forschungsorganisation auftritt.
Ich war im bundesweiten Bündnisprojekt „Gemeinsam gegen Sexismus“ eingebunden und hatte hier die Chance, in alle Projektbereiche Einblick zu bekommen. Das Bündnis „Gemeinsam gegen Sexismus“ zielt darauf ab, Sexismus in unterschiedlichen Branchen strukturell abzubauen. Entsprechend besteht die Arbeit im Projekt auf der einen Seite aus der Organisation des Netzwerks aus derzeit rund 900 Bündnispartner*innen, sowie der Veröffentlichung und Verbreitung von kostenlosem Informationsmaterial zu Sexismus und seinen Folgen für Bündnispartner*innen und die breite Öffentlichkeit auf der anderen Seite. Zu diesen Materialien gehören beispielsweise Handreichungen mit teils branchenspezifisch umsetzbaren Maßnahmen zum Abbau sexistischer Strukturen und eine Print On Demand-Ausstellung, die von mittlerweile fast 500 Organisationen ausgestellt wurde und deren Bestellprozess ich administrativ betreut habe.
Mit meiner Arbeit im Bündnis war ich in alle Bereiche eingebunden und konnte aktiv mitwirken. Ich habe unter anderem bei der Vorbereitung und Durchführung von unterschiedlichen Veranstaltungen unterstützt, in der Öffentlichkeitsarbeit die Social Media-Kanäle gepflegt und Webseitenbeiträge geschrieben, mit einer weiteren Kollegin und in Zusammenarbeit mit Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen ein Glossar mit Sexismus-relevanten Begriffen veröffentlicht und bei der Durchführung der Wirkungsmessung des Projekts mitgearbeitet.
Zu den Veranstaltungen des Bündnisses, bei deren Vorbereitung ich unterstützen konnte, gehörten neben Netzwerktreffen auch Aktionstage und eine internationale Fachkonferenz. Als Netzwerktreffen werden Online-Veranstaltungen verstanden, die jeweils unterschiedliche Themen in den Mittelpunkt stellen und den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, sich inhaltlich zu einem Thema zu informieren, sich mit Fragen und Anmerkungen einzubringen und ihr eigenes Netzwerk zu stärken. Bei diesen Veranstaltungen konnte ich mich am aktivsten einbringen. Das letzte Netzwerktreffen hat im Herbst 2025 stattgefunden und basierte auf der Zusammenarbeit der EAF Berlin mit dem Kompetenzzentrum für Berliner Handwerker*innen. Neben dieser Veranstaltung habe ich auch in vorhergegangenen Netzwerktreffen Protokoll geführt, teils die Suche und Anfrage von Referent*innen und die Vor- und Nachbereitung in der Öffentlichkeitsarbeit übernommen.
In der Öffentlichkeitsarbeit des Projekts hatte ich neben der Arbeit an Webseitenbeiträgen auch die Verantwortung für die selbstständige Pflege der Social Media-Kanäle. Dazu gehörte das Erstellen von Redaktionsplänen und Posts zu unterschiedlichen Themen. Außerdem habe ich kurze Interviews zur Vorstellung einiger Good Practices von Bündnispartner*innen vorbereitet und durchgeführt.
In meiner Zeit in der EAF Berlin habe ich sehr viel lernen können und tatsächliche Verantwortung in Projektbereichen bekommen, deren Existenz mir vorher nicht direkt bewusst gewesen wäre. Gleichzeitig habe ich den Umgang mit administrativen und anderen Tools, beispielsweise zum Erstellen von Umfragen, vertiefen können und inhaltlich viel von meinen Kolleginnen im Projekt und der Gesamtorganisation sowie von externen Expert*innen aus unterschiedlichen Feldern mitgenommen.