Praktikumsbericht: EDUCA International, o.p.s. in Prague

Leefke L.

I did an internship of a duration of two months at the nongovernmental organization EDUCA International, o.p.s in Prague. The organization is part of a consortium of 24 Czech universities and coordinates and finances Erasmus+ mobilities for postgraduates. Initially my position was a Podcast Trainee. However, because the position of a Social Media Trainee which is normally covered by an intern as well was free and my mentor asked me to also overtake this role, which I then did. I am glad to have been responsible for both the podcast and the Social Media because each of the two positions was connected to a rather low workload, so that even with both positions I had plenty of free time.

I had to cut videos, match audio files with the corresponding video files to create the video of each podcast episode. The podcast is a project that my mentor started as a way to share experiences of former Erasmus trainees and students so that students interested in Erasmus+ can learn about chances, obstacles and more connected to Erasmus+ mobilities. I was responsible for the whole process of creating the podcast episodes. So, I did not observe other colleagues and then copied what they were doing but I had to think about which interview questions I wanted to ask during the interview in the podcast studio and I had to think about which video editing programmes I then want to use for the post editing. Also, I had to upload the then finished videos on YouTube and promote the releases on the NGO´s Instagram – and Facebook channels.

As far as the Social Media work is concerned, I had to post at least two posts per week. The posts were partly about the NGO´s work, events that they or their stakeholders organized, Erasmus+ offers and more. Often I could come up with my own ideas and then prepared posters, covers, layouts etc. in Canva and then post them via Meta Business Suite.

What I really like about the internship is that there was a variety of several unique activities and events taking place that I was allowed to participate in. For example, my mentor signed me and the other trainee up for an international BIP and staff week at a business university in Prague. We were sitting in interesting workshops designed for Erasmus staff such as managers, international coordinators and heads of departments. I was asked to present my Erasmus+ experiences in front of the students that were participating in the international BIP for students that was taking place simultaneously with the BIP for staff that we were participating in. This week was definitely my highlight because I got to network a lot and also got an idea of what international events in the academic realm look like. So I did not only learn about the NGO´s work but also about parts of the work of among others doctorates and managers.

The team of the NGO consists of three permanent staff members and often one to three trainees. During most of my time there was a second trainee in the office, which I really appreciated. We were allowed to do home office half of the week, which I really enjoyed because the office was located a bit out of the city centre.

Ultimately, I learned several skills regarding video editing, Social Media work, an NGO´s work, Erasmus+ coordination, international work in the academics, presenting, designing covers, and more. I increased my creative thinking skills and my presenting skills. I learned that Prague is very nice for living! 

Praktikumsbericht: Goethe-Institut Wellington

Marie G.

1. Erwartungen und Ziele

Hinsichtlich meines Praktikums hatte ich vor allem die Erwartung, Verantwortung für eigenständige Projekte zu übernehmen und kreative Freiheit hinsichtlich der Erstellung und Bearbeitung von Content zu haben. Weiterhin habe ich mir erhofft, Einblicke in die neuseeländische Kulturszene Wellingtons zu erhalten, insbesondere durch die Mitarbeit an kulturellen Projekten. Meine Hoffnung war es, durch den “Blick hinter die Kulissen” ein Gefühl für die Abläufe bzw. Organisation und Management vielfältiger Kulturträger zu gewinnen. Ziel meines Praktikums ist für mich, erste Erfahrungen im Arbeitsalltag zu sammeln (Strukturierung und Verantwortung), neue Fähigkeiten zu erlernen (z.B Bearbeitungsprogramme/ Webseite) und Einblicke in die möglichen Arbeitsfelder “Kulturmanagement” und “kulturelle Bildung” zu erhalten. Meine Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft an der Europa Universität Flensburg hat mich im Hinblick auf den Umgang mit Bearbeitungsprogrammen wie Canva und der Koordination von anderen Hilfskräften im Hinblick auf Social Media Management gut auf meine Tätigkeiten im Praktikum vorbereiten können. Auch mein Praktikum in der Dominikanischen Republik 2022 bei der Fundacion Aldeas de Paz hat mir wichtige Kompetenzen in den Bereichen Social Media Management, Projektplanung und Kooperation mit Bildungsträgern vermittelt, die ich für mein Praktikum am Goethe-Institut Wellington als sehr hilfreich empfunden habe.

2. Tätigkeiten und Arbeitsgebiete

Während meiner Zeit am Goethe-Institut war ich sowohl im Kultur- als auch im Sprachbereich eingebunden, weshalb ich Einblicke in viele verschiedene Projekte und Tätigkeiten beider Bereiche erhalten habe. In folgenden Projekten war ich in besonderem Maße involviert. Für die deutsch-französische Quiz Night zusammen mit der Alliance Francaise Wellington habe ich die Fragen für das Quiz recherchiert und das Erstellen einer ansprechenden Präsentation übernommen, zudem war ich für die Bewerbung des Events über die sozialen Medien, als auch darüber hinaus für die allgemeine Vor- und Nachbereitung, sowie die Moderation des Events verantwortlich. Im Rahmen der German Language Week zur Förderung und Zelebrierens der Lehre von Deutsch als Unterrichtsfach an neuseeländischen Schulen, war es meine Verantwortung eine Reihe an Instagram und Facebook Posts zu entwerfen, um die GLW zu bewerben. In diesem Kontext habe ich zudem das Wellington Girl College für einen Tag besucht, um einen Poetry Workshop für fünf Klassen verschiedener Sprachlevel zu unterrichten. Insbesondere auf das Open Mic Poetry, bin ich besonders stolz, da dieses aus meinem eigenen Interesse an Literatur entstanden ist und mein Format am Goethe-Institut Prämiere feiern durfte. Zu dem Projekt gehörte das Planen einer Unterrichtseinheit und das Erstellen einer Präsentation für einen Mini Poetry Workshop, sowie die Planung, Vorbereitung und Durchführung des Open Mic Poetry Evenings. Aus dem Feedback, das wir für dieses Event erhalten haben, ist hervorgegangen, dass Interesse an dieser Art von Angeboten besteht. Ich hoffe, dass dieses Event den Weg für weitere literaturfokussierte Events eröffnen konnte. Generelle Aufgaben während meines Praktikums umfassten: das Bearbeiten der Webseite, das Erstellen von Content für Instagram und Facebook, sowie allgemeines Social Media Management, das Erstellen von Präsentationen zu Bildungszwecken, die Kommunikation mit anderen Bildungsträgern, Rechercheaufgaben rund um Events und nicht zuletzt Routineaufgaben, wie Einkaufen und Auf- und Abbau von Events, der Schriftverkehr und zuletzt die Einarbeitung der nächsten Praktikantin. Ich habe mich sehr gefreut eng mit anderen Bildungsträgern wie der Alliance Francais und den Botschaften der Schweiz, Polen und Frankreichs, als auch mit Künstler*innen zusammen zu arbeiten, da ich so Einblicke in verschiedene Organisationen erhaschen konnte. Dabei zähle ich die Förderung der Sichtbarkeit der deutschen Sprache durch die GLW und das Organisieren und Durchführen des ersten Poetry Events am Goethe-Institut Wellingtons, zu den besten Ergebnissen meines Praktikums.

3. Bewertung des Praktikums

Durch das Praktikum am Goethe-Institut Wellington konnte ich wertvolle Arbeitserfahrungen sammeln. Insbesondere die Bereiche Kulturmanagement und kulturelle Bildung waren im Hinblick auf Arbeitsfelder die später für mich in Frage kommen, von besonderem Interesse. Im Laufe des Praktikums hatte ich zudem die Möglichkeit mich Aufgaben zu stellen mit denen ich vorher keine Berührungspunkte hatte, was mir geholfen hat das Selbstvertrauen in meine eigenen Kompetenzen zu stärken. Dies gilt insbesondere für technische Aufgaben mit Programmen wie CMS als auch Erfahrungen im Public Speaking (z.B an der Schule). Da ich aktuell in Erwägung ziehe einen PhD anzutreten und später auch gerne als Professorin an der Universität tätig wäre, habe ich die Lehre in Form von den Poetry Workshops in kleinem Rahmen erproben können. Zudem konnte ich bereits vorhandene Stärken, wie das Erstellen und Bearbeiten (Bild, Ton, Schnitt) von Content, sowie das Social Media Management weiter vertiefen. Dadurch, dass in meiner Anfangsphase keine andere Praktikantin am Goethe-Institut angestellt war, musste ich schnell eigenständig Arbeiten und Verantwortung übernehmen. Dadurch konnte ich mein schnelles Auffassungsvermögen, als Stärke für das spätere Berufsleben erkennen.

4. Abschlussbemerkungen

Abschließend kann ich die Überschneidung (insbesondere 2 Wochen) der Praktikantinnen sehr empfehlen, da die Hemmschwelle bei Unklarheiten bei der vorherigen Praktikantin nachzufragen weniger hoch ist. Auch die Vorläuferin hat so abschließend nochmal die Chance durch die Wissensweitergabe zu reflektieren, welche Kompetenzen sie in der Zeit des Praktikums erlernt hat. Generell halte ich es für empfehlenswert, bei kleineren Aufgaben, wie der Rechercheaufgaben in der Kommunikation einen genaueren Umfang festzulegen. Nach meiner Zeit am Goethe Institut kann ich sagen, dass ich mich nun besser auf das Arbeitsleben vorbereitet fühle.

Praktikumsbericht: Zentrum für Sprachen (ZfS) an der EUF

von Michiel E.

Im Rahmen meines Masterstudiums Kultur – Sprache – Medien (KSM) absolvierte ich ein fortlaufendes Praktikum am Zentrum für Sprachen (ZfS) der Europa-Universität Flensburg. Das ZfS bietet Sprachkurse ausschließlich für Studierende und Mitarbeitende der Universität an und fungiert als zentrale Anlaufstelle für Sprachlernangebote der EUF. Während meines Praktikums konnte ich umfassende Einblicke in die Bereiche Kurskoordination, Verwaltung und Veranstaltungsorganisation gewinnen.

Zu meinen Hauptaufgaben gehörte die Administrative Unterstützung bei der Kursplanung. Ich pflegte Kursdaten im HIS/LSF-System erstellte Anwesenheitslisten und koordinierte die Raumbuchung in enger Abstimmung mit den Lehrkräften sowie mit der Raumplanung. Besonders herausfordernd war die Synchronisierung von Raumplänen und Zeitplänen, was eine sorgfältige Planung und Flexibilität erforderte. Neben der Kursverwaltung unterstützte ich Lehrkräfte bei Evaluationen und bearbeitete Anfragen von Studierenden, Lehrkräften sowie internen Partnern.

Ein weiterer zentraler Bereich meiner Tätigkeit war die Pflege der Website des ZfS über das ContentManagement-System TYPO3. Hier erstellte und aktualisierte ich Kursübersichten sowie Semesterinformationen. Das Arbeiten mit TYPO3 hat mir die Relevanz klar strukturierter und benutzerfreundlicher Webinhalte nähergebracht.

Ein besonderes Highlight meines Praktikums war die Mitgestaltung der Sprachtandem-Plattform bei dem Studierende Sprachpartnerschaften bilden, um gemeinsam Sprachkenntnisse zu vertiefen. Gemeinsam mit einer weiteren studentischen Hilfskraft plante ich ein Tandem-Event, bei dem wir die Konzeption, die Organisation sowie die Durchführung übernahmen. Zu meinen Aufgaben zählten die Mitwirkung an der Veranstaltungsplanung, die Unterstützung beim Marketing, die Budgetkalkulation und die Koordination der Verpflegung. Dieses gemeinschaftlich entwickelte Projekt ermöglichte es mir, meine Kompetenzen im Projektmanagement weiterzuentwickeln und meine Teamfähigkeit zu stärken.

Auch die Unterstützung der Prüfungskoordination war Teil meines Praktikums. Besonders prägend war die Mitarbeit bei der Organisation und Beaufsichtigung von TOEFL-Prüfungen. Hier war es meine Aufgabe, die Einhaltung der Prüfungsstandards zu gewährleisten und die Studierenden während der Prüfung zu betreuen. Darüber hinaus sammelte, prüfte und konsolidierte ich Prüfungsergebnisse, die von den Lehrkräften eingereicht wurden.

Im Rückblick hat mir das Praktikum am ZfS gezeigt, wie facettenreich die Arbeit im Bereich der Sprachkursverwaltung ist. Die vielseitigen Aufgaben in der Organisation von Kursen, der Durchführung von Projekten und der Unterstützung von Prüfungen gaben mir wertvolle Einblicke in die Prozesse hinter den Kulissen eines Sprachzentrums. Besonders der eigenständige Umgang mit Aufgaben im Bereich der Raum- und Kurskoordination sowie die Organisation des Tandem-Events haben meine Fähigkeiten im Projektmanagement und der selbstständigen Arbeitsweise nachhaltig gestärkt. Ich empfehle das Praktikum im ZfS allen Studierenden, die sich für die Organisation von Bildungsprojekten und die Koordination von Sprachprogrammen interessieren.

Eine Exkursion nach Aarhus

Am 23. November ist eine Gruppe KSM-Studierende zusammen mit Prof. Dr. Anders Ehlers Dam nach Aarhus gefahren. Hier waren wir im Aros Museum und in der Aarhus Kunsthal. Die Exkursion fand im Rahmen des Literatursemimars „New Danish Literature“ statt, in dem wir zuvor zeitgenössische Werke von unter anderem Jonas Eika und Olga Ravn, zwei gefeierten dänischen Autor*innen, behandelt hatten.

In der Aarhus Kunsthal gab es eine zweiteilige Ausstellung zu den Fragen, was es bedeutet menschlich zu sein und welche Rolle Maschinen in unserem modernen Alltag spielen. Hier ließen sich Bezüge zu Olga Ravns Die Angestellten (De Ansætte) herstellen. Im Aros Museum stand vor allem die Ausstellung Sky Gazing im Fokus, auch hier vor dem Hintergrund menschlichen Fortschritts und Olga Ravns Werk. Die Installationen im untersten Stockwerks des Museums erinnerten uns an den Schreibstil Jonas Eikas und seine Beschreibungen der Welt in seinem Werk Nach der Sonne (Efter Solen).

Bei einem gemeinsamen abschließenden Essen in einem vietnamesischen Restaurant hatten wir Zeit, unsere Eindrücke zu verarbeiten und diskutieren, bevor wir uns auf den Rückweg nach Flensburg machten.

Der Ausflug nach Aarhus war eine tolle Gelegenheit, sich über die Seminarinhalte hinaus mit den Werken der behandelten Autor*innen auseinanderzusetzen und ausgehend von dänischer Literatur auf dänische Kunstausstellungen zu blicken.

Praktikumsberichte: Little Light School, Accra/Ghana & Book Publication, Finnland

von Stephen A.

It is my pleasure to share my experiences and impressions on two different internships I have done during my master’s Program at EUF. These internships happened in Accra and Flensburg/ Finland respectively.

To begin with, I will elaborate on the first internship I did in January 2022 in Accra, Ghana. After completing my mandatory national service in Ghana, I served as a teaching assistant at the University of Education, Winneba which ended in the latter 2021. This service fueled my interest in staying in the academic fraternity. Therefore, I looked for another teaching position and found one in Accra-Sapeimann at the Little Light School. This is a reputed private school in Accra, the capital city of Ghana. The school can boast of Academic excellence and quality practical skills invested in its students.

My job as a teacher in the Little Light School was a remarkable one. The authorities required me to go through mentorship under two experienced teachers. I was teaching English Language and Akan as subjects at the Junior secondary school level. In addition, I served as a member of the Guidance and Counselling Team, which is responsible for giving advice on students’ emotional situations as well as guiding them on career development. Having a lot of experience with adult teaching at my previous university, it was a bit challenging for me to handle the teenagers in the first month but with the help of my mentors, it became very easier in the following months.

Teaching teenagers was a great deal for me to demonstrate my ability to handle complex situations and problem-solving skills. In the end, I was proud to know that the classes I handled that year had the greatest scores in their final exams in English Language since the previous 5 years. In all, every encounter I had through this internship has built my experience and they are unforgettable.

Secondly, I will share my thoughts on the internship I did in Flensburg and Finland. This is an ongoing private project which aims at writing books for Ghanaian immigrant children in Europe. This project was initiated in Finland by Mrs. Vida Obeng-Kwaah and her team.

Between September 2022 and May 2024, I participated in writing a children’s book titled, ‘Basic Twi, Deutsch and English for Beginners’. This was the second book by the project team. The book focused on writing a children’s book in three languages (Twi, English, and German). I deemed it a great chance to exhibit my language skills as well as to gain more experience in writing and publishing. During the project, I joined the team which is responsible for writing the German and Akan (Twi) version of the book. Our task was to provide meaningful topics to be featured in the book and to translate all the content of the book which was originally written in English and Akan to German.

This internship is really on my heart because it throws more light on my current study program due to its proximity to the culture, language, and society. More importantly, I have learned that one needs a lot of linguistic, cultural, behavioral, and technological experiences to be able to write pieces for children.

Praktikumsbericht: SterniPark GmbH

von Manolya A.  

Im Rahmen meines Praktikums bei SterniPark GmbH in Hürup vom 1. Dezember 2023 bis zum 30. April 2024 konnte ich wertvolle praktische Erfahrungen im Bereich der Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Geflüchtete sammeln. Während dieser Zeit habe ich 360 Stunden intensiv mit Jugendlichen gearbeitet und sie auf ihrem Weg zur Integration in die deutsche Gesellschaft unterstützt.

Eine meiner zentralen Aufgaben bestand in der Sprachförderung, wobei ich jungen Geflüchteten mit Sprachbarrieren gezielt half, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Dabei konnte ich meine linguistischen Kenntnisse einbringen, um Sprachprobleme zu überwinden und den Zugang zu Bildung und sozialen Diensten zu erleichtern. Durch gezielte Sprachübungen und Alltagsgespräche habe ich die Jugendlichen dabei unterstützt, ihre kommunikativen Fähigkeiten zu stärken, was maßgeblich zur Förderung ihrer Selbstständigkeit beitrug.

Neben der Sprachförderung spielte auch die kulturelle Unterstützung eine entscheidende Rolle in meiner Tätigkeit. Mit einem interkulturellen Ansatz habe ich den Jugendlichen grundlegende kulturelle Kenntnisse vermittelt, um ihre Orientierung in der neuen Umgebung zu erleichtern. Durch persönliche Gespräche und praktische Alltagshilfen konnte ich ihnen dabei helfen, alltägliche Herausforderungen besser zu meistern. Dazu gehörte beispielsweise die Unterstützung bei Arztterminen, die Hilfe bei der Suche nach Praktikums- und Ausbildungsplätzen und die Begleitung in schulischen Angelegenheiten.

Im Bereich der Betreuung habe ich auch eine primäre Fürsorge übernommen und Aktivitäten initiiert, die das Wohlbefinden und die zwischenmenschlichen Beziehungen der Jugendlichen förderten. Es war mir wichtig, nicht nur ihre individuellen Bedürfnisse zu erkennen, sondern auch ethisch und verantwortungsvoll auf diese einzugehen. Ich konnte dabei viel über soziale Verantwortung und die Bedeutung ethischer Überlegungen in der Arbeit mit geflüchteten jungen Menschen lernen und anwenden.

Die theoretischen Konzepte, die ich während meines Studiums im Bereich Kulturwissenschaften und Sprachwissenschaft, erworben habe, konnte ich in diesem Praktikum erfolgreich in die Praxis umsetzen. Mein interdisziplinärer Ansatz ermöglichte es mir, die oft komplexen Herausforderungen der Jugendlichen ganzheitlich zu betrachten und konstruktive Lösungsansätze zu finden. Besonders die Reflexion über globale Themen wie Migration und Inklusion war dabei hilfreich und hat mein Bewusstsein für die sozialen und kulturellen Bedürfnisse der jungen Menschen noch weiter geschärft.

Insgesamt hat mir das Praktikum bei SterniPark wertvolle Einblicke in die praktische Sozialarbeit und die Herausforderungen der Jugendhilfe gegeben. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Jugendlichen konnte ich meine interkulturellen Kompetenzen erweitern und mich persönlich und beruflich weiterentwickeln. Diese Erfahrungen werden für meinen weiteren Werdegang von großem Nutzen sein, und ich danke dem gesamten Team von SterniPark für die wertvolle Unterstützung und die lehrreiche Zeit.

Praktikumsbericht: Schleswig-Holsteinisches Landestheater und Sinfonieorchester GmbH

von Alex B.

Während meiner Studienzeit im Master KSM arbeitete ich als Werkstudentin beim Schleswig-Holsteinischen Landestheater und Sinfonieorchester am Produktionsstandort Flensburg. Durch diese circa zweieinhalb Jahre (Januar 2022 bis Juli 2024) erhielt ich einen umfassenden Einblick in die Arbeit an einem Theater und würde in Zukunft immer wieder in einem solchen Betrieb arbeiten – auch wenn die gängigen Arbeitszeiten am Wochenende oder bis in die Nacht hinein einige Menschen abschrecken würden. Jedoch haben mich unter Anderem das Zusammengehörigkeitsgefühl, die kreativen Menschen im Haus und der Nervenkitzel während der Vorstellungen und die Arbeit, die hinter einer Theaterproduktion steckt, nachhaltig beeindruckt.

Das Landestheater hat insgesamt sechs Sparten: Schauspiel, Ballett, Musiktheater, Puppenspiel, Konzert und Junges Theater. Als Studentin der EUF entschied ich mich für eine Anstellung am Standort Flensburg. Hier werden sämtliche Produktionen des Musiktheaters geplant, konzipiert, geprobt und aufgeführt. Da das Landestheater ein enormes Spielgebiet umfasst (gesamt Schleswig-Holstein), verbleiben die Theaterstücke jedoch nicht an einem Aufführungsort, sondern gehen auf die sogenannten „Abstecher“ an andere Spielorte im ganzen Land (z.B. Rendsburg, Itzehoe, Neumünster oder Sonderburg). Durch den Musikbezug konnte ich meine Kenntnisse in diesem Bereich erweitern und auf Abstechern viel vom Norden Deutschlands sehen, anderen Theaterstätten kennenlernen und vor Ort Kontakte knüpfen.

Als Bühnentechniker*in ist man maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Vorstellungsbetrieb aufrechterhalten wird. Neben dem Kulissenauf/abbau, bei dem sich mein technisches Verständnis und mein handwerkliches Geschick mindestens verdreifacht haben, hat mir vor allem das Betreuen der Proben und Vorstellung der Theaterstücke gefallen. Hier sind Teamwork und ein kühler Kopf gefragt, da die Einsätze teilweise sekundengenau und auf die Musik abgestimmt erfolgen müssen. Während der Proben müssen immer wieder Anpassungen vorgenommen und Rücksprache mit dem Regieteam und den anderen Abteilungen auf und hinter der Bühne gehalten werden. Auf diese Weise habe ich noch mehr gelernt, andere Menschen und ihre persönlichen Ansprüche und individuellen Sichtweisen zu verstehen, auf diese einzugehen und Vorstellungen umzusetzen.

Im Allgemeinen ermöglichte mir die Tätigkeit ein Blick hinter die Kulissen zu werfen und auch den Unternehmensaufbau, Kommunikationswege oder die Arbeit anderer Abteilungen kennenzulernen. Die Arbeit der Requisite, der Regieassistenz oder der Inspizienz empfand ich als besonders spannend und wirkte in diesen Bereichen teilweise mit. Letztere Position halte ich für besonders reizvoll, da sie sowohl das künstlerische Gebiet, welches ich mit dem KSM-Studium abdecke, mit dem Verständnis für technische Abläufe und Bestimmungen, welches ich während der Zeit in der Bühnentechnik erlangte, in Einklang bringt.

Außerdem bot sich mir die Möglichkeit, aktiv bei der Gewinnung von neuen Werkstudierenden mitzuwirken. Zusammen mit meinem direkten Vorgesetzten entwickelte ich ein Videokonzept und begleitete filmisch den Aufbau, die Vorstellung und den Abbau der Oper „Die verkaufte Braut“, um möglichen Bewerber*innen einen Einblick in unsere Arbeit zu geben. Ich sprach ein Voice-Over ein, sortierte und schnitt das von mir gefilmte Videomaterial, wodurch ich mich intensiv mit einem gängigen Videoschnittprogramm auseinandersetzen konnte. Zudem inspirierte mich die Arbeit am Landestheater zum Thema meiner Masterarbeit.

Während meiner Zeit am Theater konnte ich vor allem Erfahrungen im Umgang mit einem diversen Team sammeln und die Prozesse und Arbeitsabläufe hinter einer Bühnenproduktion kennenlernen. Ein weiteres Plus ist, dass ich mein musikalisches Wissen erweitern und technische bzw. handwerkliche Kompetenzen aufbauen konnte.

Praktikumsbericht: Goethe-Institut Wellington

von Cassandra M.

Ich absolvierte mein Praktikum am Goethe-Institut Wellington in Neuseeland. Durch die Kulturschwerpunkte meines Studiums war mir das Goethe-Institut ein Begriff und ich sah die Chance, mehr über den Arbeitgeber, die Sprachkurse und vor allem die Kulturarbeit zu lernen. Das deutsche Image im Ausland ist häufig von Stereotypen geprägt und ich wollte sehen, wie eine große Institution damit umgeht. Außerdem erwartete ich einen Einblick in die Kulturszene Wellingtons und aktiv am Kulturprogramm des Goethe-Instituts mitarbeiten zu können. Durch den kurzfristigen Bewerbungsprozess Ende 2022 war der Vorbereitungszeitraum für das Praktikum zeitlich begrenzt. Nachdem die wichtigsten organisatorischen Punkte erledigt waren, formulierte ich mein Ziel für das Praktikum. Durch vorige Arbeitserfahrungen kannte ich mich bereits in der Projektorganisation eines Vereins aus und wollte nun Einblicke in ein international agierendes Unternehmen und dessen Management sowie in die Kulturarbeit erhalten. Vor allem interessierte ich mich für die kulturelle Vermittlung im Ausland und wie Kultur aufgearbeitet und sensibel behandelt werden kann. Mein Hauptziel war es festzustellen, ob ich mir eine zukünftige Arbeit im Kulturfeld vorstellen kann.


Während meines Praktikums war ich der Sprachabteilung und der Kulturabteilung des Goethe-Instituts Neuseelands untergeordnet. Dabei unterstütze ich die Sprachabteilungsleitung bei ihren Tätigkeiten am Goethe-Institut und der Zusammenarbeit mit den neuseeländischen Partnerschulen. Zu Beginn meines Praktikums fand die Deutschreise statt. Meine Aufgaben waren die Beaufsichtigung der Schüler:innen, eine Präsentation über Flensburg sowie die digitale Begleitung. Zudem durfte ich an der Jahreskonferenz der deutschen Botschaft teilnehmen und die Jahreskonferenz des PASCH-Netzwerks (internationales Schulnetzwerk mit Deutsch als Fremdsprache) protokollieren. In der Kulturabteilung arbeitete ich bei anstehenden Projekten, den Social Media-Kanälen und der Aktualisierung der Homepage mit. Während meines Praktikums fanden unterschiedliche musikalische Veranstaltungen vom Goethe-Institut statt. Neben der Feierabendmusik gab es eine Künstlerresidenz des Goethe-Instituts. Neben diversen organisatorischen Absprachen um Termine, Räumlichkeiten, etc. war ich für die digitalen Bewerbungen zuständig. Außerdem organisierte das Team die Aufnahme eines Musikvideos für den Künstler in residence. Für März und April veranstaltete das Goethe-Institut Neuseelands Filmvorführungen in Wellington und Auckland. Nach der Bekanntgabe der Filmauswahl bewarb ich die Goethe on Demand-Reihe sowie die Filmvorführungen auf den Social Media Plattformen Facebook und Instagram. Während meines Praktikums war ich für die Beiträge auf diesen Plattformen zuständig, zum Beispiel für die Reihe „Zauberhafte 12“ oder die Vorstellung neuer Mitarbeiterinnen. Eine besondere Erfahrung war es mit der Neuseeländerin Oriwa zusammenzuarbeiten und ihre Reise zur Berlinale per Social Media Takeover zu verfolgen. Neben kleinen Recherchen für das Team war ich zudem für kleine Aufgaben im Goethe-Institut zuständig, zum Beispiel für die Post oder Instandhaltung der Klassenzimmer. Die Zusammenarbeit mit meinen Ansprechpartnerinnen, aber auch mit dem gesamten Team des Goethe-Instituts Neuseelands war sehr schön. Das Team ist nicht groß, weshalb ich den persönlichen und direkten Umgang mit den Mitarbeitenden sehr schätzte. Ich fand es toll, zu Veranstaltungen mitgenommen zu werden und bei Veranstaltungen des Goethe-Instituts mit Partner:innen mitwirken zu dürfen.


Neben einer wundervollen Zeit in Neuseeland, in welcher ich ein wenig das Land sehen konnte und Einblicke in das alltägliche Leben bekommen habe, konnte ich wertvolle Erfahrungen für meinen zukünftigen Lebensweg und meine berufliche Perspektive sammeln. Nach der Deutschreise kann ich mir noch immer die Zusammenarbeit mit Kindern vorstellen. Allerdings erkannte ich während des gesamten Praktikums meine Stärke zur Planung und Organisation und verstärkte durch die Arbeit im Kulturbereich mein Interesse an kulturellen Veranstaltungen und Veranstaltungsmanagement.

A challenging research project in Tromsø

Reflections on an Unexpected Research Journey

by Michiel E.

Embarking on my research trip to Tromsø in May of 2024, I anticipated engaging with the minority language community to gather insightful data for my thesis on minority language communities. 

Unfortunately, the experience was less fruitful than I had hoped.

Both of my key contacts (gatekeepers) let me down by not being available during my trip, significantly hindering my research efforts. I was practically unable to make contact with anyone from within the community I wanted to study.

I had to come up with other ways to reach minority language speakers. I distributed flyers and posters, with a QR code linking to my survey, across various locations, including the university campus, a museum, a library, the Norwegian Independence Day parade, an aquarium, and a language school. I also shared the survey in two local Sámi Facebook groups and reached out to about 50 institutions in Tromsø asking them to distribute my survey to their staff and other contacts. Finally, I published an advertisement in a local newspaper with my QR code.

In the end I was able to conduct two semi-structured interviews and collected 26 survey responses.

This means I will have to supplement my research with other cases where researchers studied minority language communities and see if their data correlates with mine.

While my research trip was not as successful as I had hoped, it offered a valuable lesson in the unpredictability and challenges inherent in fieldwork.

If I had one piece of advice, it would be to clearly explain to your gatekeeper their role in your research, before you even consider traveling to far off destinations.

Der unglückliche Sisyphos

An der Verfolgung der absolut partikularen Interessen
des je Einzelnen läßt sich das Wesen der Kollektive in der
falschen Gesellschaft am genauesten studieren […].[1]

Der Mensch suchte nach dem Zweiten Weltkrieg, wie in Zeiten zuvor, nach einem Abbild, einer Allegorie, einem Bild, in dem er sich wiederfinden konnte. Waren es früher die Götter, die nach seinem Ebenbild entstanden, mit denen man sich dann gemein machen konnte, so ist nach der Entzauberung der Welt kaum noch Ähnliches denkbar. Vielleicht ist in diesem Sinne Friedrich Nietzsches Zarathustra eine Art Übergangsfigur in der Sehnsucht nach einem idealisierten, gottähnlichen Menschen hin zum gewöhnlichen, entzauberten, nackten Bürobewohner der Neuzeit. Das ist nicht mehr alleine der Fall der Götter, es ist der Fall des Menschen selbst. Dieser Prozess der Entzauberung führte auch zu einer Transformation der Mythopoetiken, zu einer Veränderung der Bezüge und des Bezugsrahmens und auch zu einem Wandel, wie sie erzählt werden. Den Menschen unserer Gegenwart, längst aus dem Olymp geworfen, ist ein niederer Held wie Sisyphos näher geworden. Alleine der Gedanke, man könne heute noch Vergleiche und Bezüge ähnlich herstellen wie sie noch im 19. Jahrhundert denkbar waren, ist absurd. Was hundert Jahre zuvor ein selbstverständlicher Bezugspunkt war, scheint im 20. Jahrhundert nicht mehr gleichermaßen möglich zu sein und die Götter, unter denen Friedrich Hölderlin noch wandelte, sind uns heute fremder als je zuvor.

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